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Schuldenkonsolidierungsrechner

Tragen Sie Ihre aktuellen Schulden ein und vergleichen Sie diese mit einem einzigen Konsolidierungsdarlehen. Sehen Sie genau, wie viel Sie monatlich und insgesamt an Zinsen sparen könnten.

Darlehensratenformel

Monatliche Rate

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Gesamtzinsen

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Was ist Schuldenkonsolidierung?

Schuldenkonsolidierung fasst mehrere Schulden zu einem einzigen Darlehen mit einer monatlichen Rate zusammen. Das Ziel ist, einen niedrigeren Zinssatz zu sichern, die monatliche Belastung zu senken und die Finanzen zu vereinfachen, damit alles schneller abbezahlt werden kann.

Diese Strategie funktioniert am besten, wenn bestehende Schulden hohe Zinssätze tragen, wie Kreditkarten mit 18–25 % Jahreseffektivzins, und Sie sich für ein Konsolidierungsdarlehen mit einem deutlich niedrigeren Zinssatz qualifizieren können.

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Eine einzige Zahlung

Mehrere Fälligkeitstermine durch eine einzige Monatsrate ersetzen

📉

Niedrigerer Zinssatz

Gesamtzinssatz möglicherweise senken und Tausende sparen

📅

Klarer Zeitplan

Vom ersten Tag an Ihr genaues Schuldenfreiheitsdatum kennen

Vor- und Nachteile der Konsolidierung

Schuldenkonsolidierung ist kein Allheilmittel. Sie funktioniert gut in der richtigen Situation, kann aber nach hinten losgehen, wenn sich die zugrunde liegenden Ausgabegewohnheiten nicht ändern.

VorteileNachteileAchtung
Niedrigere Monatsrate Kann Rückzahlungsdauer verlängern Längere Laufzeiten können trotz niedrigerem Zinssatz zu mehr Gesamtzinsen führen
Eine Zahlung vereinfacht die Übersicht Gute Bonität für beste Zinssätze nötig Kreditnehmer mit schlechter Bonität qualifizieren sich möglicherweise nicht für eine Zinsverbesserung
Reduzierter Zinssatz Bearbeitungsgebühren erhöhen Anfangskosten Einige Kreditgeber berechnen 1–6 % des Darlehensbetrags an Gebühren
Festes Rückzahlungsdatum Versuchung, neue Schulden aufzubauen Freigewordene Kreditkarten können zu einer noch schlimmeren Situation führen, wenn sie wieder genutzt werden

Arten der Schuldenkonsolidierung

🏦

Privatkredit

Ein unbesichertes Festzinsdarlehen von einer Bank, Kreditgenossenschaft oder einem Online-Kreditgeber. Zinssätze liegen je nach Bonität in der Regel zwischen 6 % und 36 %. Keine Sicherheiten erforderlich, Laufzeiten üblicherweise 2 bis 7 Jahre.

💳

Balance-Transfer-Kreditkarte

Hochverzinsliche Salden auf eine Karte mit 0 % Einführungszins für 12–21 Monate übertragen. Ideal, wenn Sie den Saldo vor Ablauf des Aktionszeitraums abbezahlen können. Beachten Sie eine Übertragungsgebühr von 3–5 %.

🏠

Eigenkapitaldarlehen oder HELOC

Ihr Eigenkapital zu niedrigeren Zinsen nutzen, oft 5–8 %. Das Risiko besteht darin, dass Ihr Haus als Sicherheit dient, was bedeutet, dass verpasste Zahlungen zur Zwangsversteigerung führen können.

🎓

Studienkredit-Konsolidierung

Bundesstudentendarlehen können zu einem Darlehen mit einem gewichteten Durchschnittszinssatz zusammengefasst werden. Private Refinanzierung kann Zinssätze senken, aber möglicherweise bundesstaatliche Schutzmaßnahmen wie einkommensabhängige Rückzahlung aufgeben.

Wann Konsolidierung sinnvoll ist

Konsolidierung funktioniert am besten, wenn bestimmte Bedingungen zusammentreffen. Wenn die meisten davon auf Ihre Situation zutreffen, lohnt es sich wahrscheinlich, dies zu erkunden.

Sie haben mehrere Schulden mit Zinssätzen über 10–15 %. Sie können sich für ein Konsolidierungsdarlehen mit einem deutlich niedrigeren Zinssatz qualifizieren. Sie haben ein stabiles Einkommen für die neue Monatsrate. Sie sind entschlossen, keine neuen Salden auf den gerade abbezahlten Konten aufzubauen.

Gut geeignet

Hochverzinsliche Kreditkartenschulden von 5.000 EUR oder mehr, ausreichend gute Bonität für einen Zinssatz unter 10 % und ein Plan, um neue Schulden zu vermeiden.

⚠️

Mit Vorsicht vorgehen

Wenn die Laufzeit des Konsolidierungsdarlehens deutlich länger ist, rechnen Sie sorgfältig nach. Eine niedrigere Monatsrate kann sich besser anfühlen, könnte aber über die Laufzeit des Darlehens mehr Gesamtzinsen kosten.

Wahrscheinlich nicht die richtige Entscheidung

Wenn Sie sich nicht für einen Zinssatz unterhalb Ihres aktuellen gewichteten Durchschnitts qualifizieren können, oder wenn Ihre Gesamtschulden gering genug sind, um sie mit gezielten Bemühungen in 6–12 Monaten abzubezahlen, könnte Konsolidierung nur Gebühren und Komplexität hinzufügen.

Häufig gestellte Fragen

Schadet Schuldenkonsolidierung meiner Kreditwürdigkeit?

In der Regel gibt es einen kleinen, vorübergehenden Rückgang durch die harte Kreditanfrage bei der Antragstellung. Langfristig kann Konsolidierung Ihren Score verbessern, indem sie die Kreditkartenauslastung auf revolvierenden Konten reduziert und eine positive Zahlungshistorie für das neue Darlehen aufbaut. Der Schlüssel ist, jede Zahlung pünktlich zu leisten.

Wie viel kann ich mit Konsolidierung realistischerweise sparen?

Die Ersparnisse hängen vom Zinsunterschied und Ihrem Gesamtguthaben ab. Jemand, der 20.000 USD Kreditkartenschulden von 22 % Jahreszins zu einem 7 % Privatkredit über 5 Jahre konsolidiert, könnte etwa 12.000 USD an Zinsen sparen. Nutzen Sie den obigen Rechner mit Ihren tatsächlichen Zahlen, um Ihre spezifischen Ersparnisse zu sehen.

Sollte ich Kreditkarten nach der Konsolidierung schließen?

Im Allgemeinen nein. Das Schließen von Karten reduziert Ihr verfügbares Gesamtkredit, was Ihre Kreditauslastungsquote erhöhen und Ihren Score senken kann. Legen Sie die Karten stattdessen weg oder richten Sie eine kleine wiederkehrende Belastung ein, um sie aktiv zu halten, ohne neue Salden aufzubauen.

Welchen Credit-Score brauche ich für einen guten Konsolidierungszinssatz?

Scores ab 670 qualifizieren sich in der Regel für wettbewerbsfähige Privatkreditzinssätze. Kreditnehmer mit Scores über 720 erhalten oft die besten Angebote, manchmal unter 7 %. Wenn Ihr Score unter 600 liegt, können Sie sich möglicherweise noch qualifizieren, aber zu Zinssätzen, die Ihre aktuellen Schulden möglicherweise nicht übertreffen.

Ist Schuldenkonsolidierung dasselbe wie Schuldenregulierung?

Nein. Konsolidierung bedeutet, ein neues Darlehen aufzunehmen, um bestehende Schulden vollständig abzuzahlen. Schuldenregulierung bedeutet, mit Gläubigern zu verhandeln, um weniger als geschuldet zu akzeptieren. Schuldenregulierung kann Ihre Kreditwürdigkeit erheblich schädigen und möglicherweise steuerliche Folgen haben, da erlassene Schulden häufig als steuerpflichtiges Einkommen behandelt werden.

So nutzen Sie diesen Umschuldungsrechner

  1. Tragen Sie für jede bestehende Verbindlichkeit eine Bezeichnung (z. B. Dispokredit, Ratenkredit, Visa), den aktuellen Saldo in EUR, den Sollzins bzw. effektiven Jahreszins laut Kontoauszug und die monatliche Rate ein, die Sie derzeit zahlen.
  2. Klicken Sie auf Weitere Schuld hinzufügen, um jeden Dispo, Rahmenkredit, Kreditkartensaldo oder Ratenkredit zu erfassen, den Sie bündeln möchten. Werden kleinere Posten weggelassen, fällt die berechnete Ersparnis zu niedrig aus.
  3. Geben Sie beim Umschuldungskredit den effektiven Jahreszins (effektiv p. a.) ein – nicht den nominalen Sollzins – sowie die Laufzeit in Monaten, typischerweise 36, 48, 60 oder 84.
  4. Klicken Sie auf Schulden vergleichen. Der Rechner tilgt jeden bestehenden Saldo zur aktuellen Rate, summiert Gesamtzinsen und Restlaufzeit und stellt sie dem neuen einzelnen Darlehen gegenüber.
  5. Lesen Sie die Felder Monatliche Ersparnis und Eingesparte Zinsen. Ein positiver Wert bei Eingesparte Zinsen bedeutet, dass die Umschuldung über die Gesamtlaufzeit günstiger ist – nicht nur monatlich.

Beispiele

Dispokredit und zwei Konsumkredite in einem Umschuldungskredit

Ein Haushalt in Hamburg trägt drei Verbindlichkeiten: 4.500 EUR Dispokredit bei 11,5 % Sollzins (monatlich rund 120 EUR Zinslast), 8.000 EUR Konsumkredit bei 8,9 % effektiv (Rate 220 EUR), sowie 6.500 EUR Ratenkredit für eine Küche bei 7,4 % effektiv (Rate 180 EUR). Die Hausbank bietet einen Umschuldungskredit über 19.000 EUR zu 5,9 % effektiv mit 60 Monaten Laufzeit.

ErgebnisAktuelle Gesamtrate rund 520 EUR pro Monat, neue Rate etwa 366 EUR – rund 154 EUR mehr Liquidität pro Monat. Aktuelle Lebenszinsen ca. 4.200 EUR gegenüber rund 2.970 EUR beim Umschuldungskredit, somit etwa 1.230 EUR Zinsersparnis und ein klarer Endtermin nach 60 Monaten.

Der Rechner tilgt jeden Posten einzeln mit dem hinterlegten Zinssatz, summiert die Lebenszinsen und stellt sie der Formel M = P·r(1+r)^n / ((1+r)^n − 1) mit P = 19.000 EUR, r = 0,059/12 und n = 60 gegenüber. Der größte Hebel ist der Wegfall des teuren Dispos: Dispozinsen liegen laut Bundesbank-Statistik MFI-Zinsen im Mittel über dem effektiven Jahreszins typischer Ratenkredite. Wer auf Nummer sicher gehen will, prüft nach § 502 BGB, ob bei Ablösung des bestehenden Ratenkredits eine Vorfälligkeitsentschädigung anfällt – sie ist bei Konsumkrediten auf 1 % bzw. 0,5 % des vorzeitig zurückgezahlten Betrags gedeckelt.

Mehrere Kreditkartensalden und Rahmenkredit bündeln

Eine Selbstständige in München hat 3.200 EUR auf einer Kreditkarte mit Teilzahlung bei 14,9 % effektiv (Rate 95 EUR), 2.400 EUR auf einer zweiten Karte bei 16,9 % effektiv (Rate 70 EUR) und 5.000 EUR auf einem Rahmenkredit bei 9,8 % effektiv (Rate 130 EUR). Eine Direktbank macht ihr ein Umschuldungsangebot über 10.600 EUR zu 6,5 % effektiv und 48 Monaten Laufzeit.

ErgebnisAktuelle Gesamtrate 295 EUR pro Monat, neue Rate rund 252 EUR – etwa 43 EUR Entlastung. Wichtiger ist die Zinsersparnis: aktuelle Lebenszinsen rund 2.900 EUR gegenüber rund 1.480 EUR beim Umschuldungskredit, also rund 1.420 EUR weniger Zinsen und ein fixes Tilgungsende nach 4 Jahren.

Kreditkarten-Teilzahlung und Rahmenkredite sind in der SCHUFA wie revolvierende Kredite hinterlegt; jede neue Buchung verlängert die Tilgung faktisch unbegrenzt. Der Rechner zeigt das, indem er jeden Saldo mit der aktuellen Rate amortisiert. Vor Antrag auf den Umschuldungskredit lohnt eine kostenlose SCHUFA-Selbstauskunft nach Art. 15 DSGVO, um den eigenen Bonitäts-Score zu kennen. Tipp von Finanztip: Mindestens drei Angebote mit identischer Laufzeit und Summe vergleichen, und Restschuldversicherungen nicht ungeprüft mitfinanzieren – sie verteuern den effektiven Jahreszins oft deutlich.

Privatkredit zur Ablösung – BAföG-Rest besser nicht umschulden

Ein Berufseinsteiger hat 7.000 EUR BAföG-Restschulden (zinsfreies Darlehen mit Tilgungsbeginn 5 Jahre nach Förderende) und zusätzlich 3.500 EUR Dispokredit bei 10,9 %. Er überlegt, einen Privatkredit über 10.500 EUR zu 6,9 % effektiv mit 48 Monaten aufzunehmen, um beides zu bündeln. Die Alternative: nur der teure Dispo wird in einen Ratenkredit umgeschuldet.

ErgebnisNur den Dispo umschulden: neue Rate rund 84 EUR über 48 Monate, Lebenszinsen rund 530 EUR statt geschätzter 800 EUR beim Dispo – rund 270 EUR Zinsersparnis. Das BAföG-Darlehen bleibt unangetastet und damit zinsfrei.

BAföG-Rückforderungen sind nach BAföG zinsfrei und werden über das Bundesverwaltungsamt (BVA) in maximal 77 Monatsraten à 130 EUR getilgt – mit Erlass bei einmaliger Vorabzahlung. Diese Schulden in einen verzinsten Privatkredit umzuwandeln, vernichtet bares Geld. Die Verbraucherzentrale rät daher ausdrücklich, zinsbegünstigte oder zinsfreie Darlehen (BAföG, KfW-Studienkredit, Förderkredite) niemals in marktübliche Konsumkredite umzuschulden. Wenn die monatliche Belastung trotz Umschuldung des Dispos nicht tragbar bleibt, ist eine kostenlose anerkannte Schuldnerberatung über Caritas, Diakonie oder Verbraucherzentrale der nächste Schritt – im Extremfall die Verbraucherinsolvenz nach §§ 304 ff. InsO mit dreijähriger Wohlverhaltensphase.

So funktioniert die Berechnung

Jede bestehende Verbindlichkeit wird unabhängig amortisiert: Auf den aktuellen Saldo werden Monatszinsen mit r = effektiver Jahreszins / 12 berechnet, die Zinsen werden dem Saldo zugeschlagen, und die monatliche Rate wird abgezogen. Die Schleife läuft, bis der Saldo null erreicht, und liefert Lebenszinsen sowie den Tilgungsmonat für jede einzelne Schuld.

Der Umschuldungskredit wird als neuer festverzinslicher Ratenkredit über die Summe aller Salden modelliert. Die Monatsrate ergibt sich aus der klassischen Annuitätenformel M=Pr(1+r)n(1+r)n1M = P \cdot \frac{r(1+r)^n}{(1+r)^n - 1}, wobei PP die Gesamtsumme, rr der neue Monatszins und nn die Laufzeit in Monaten ist. Die Gesamtzinsen ergeben sich aus MnPM \cdot n - P.

Die Monatliche Ersparnis vergleicht die Summe aller bisherigen Raten mit der neuen Einzelrate. Die Eingesparte Zinsen vergleichen die Summe der Lebenszinsen der bestehenden Schulden mit den Zinsen des Umschuldungskredits. Beide Kennzahlen können auseinanderfallen: Eine längere Laufzeit zeigt häufig eine positive Monatliche Ersparnis, aber negative Eingesparte Zinsen – die klassische Umschuldungsfalle.

Die aktuelle Rückzahlungsdauer wird als längste individuelle Tilgungsdauer ausgewiesen, denn schuldenfrei sind Sie erst mit dem letzten Saldo. Die konsolidierte Rückzahlungsdauer entspricht der eingegebenen Laufzeit. Wenn bei einer Schuld die Monatsrate kleiner ist als der monatliche Zinsanteil, wächst der Saldo unbegrenzt – der Rechner zeigt in diesem Fall „Nie“ als Tilgungsdauer, damit Sie die Falle erkennen.

Wann sich der Rechner lohnt

  • Angebot eines Ratenkredits prüfen. Tragen Sie den effektiven Jahreszins und die Laufzeit ein, die eine Bank Ihnen unverbindlich genannt hat (Konditionenanfrage ohne SCHUFA-Eintrag). Der Rechner zeigt, ob die neue Rate und die Lebenszinsen tatsächlich besser sind als Ihre laufenden Verbindlichkeiten, bevor Sie eine vollständige Kreditanfrage stellen.
  • Laufzeiten direkt vergleichen. Rechnen Sie dasselbe Schuldenpaket zuerst mit 36 Monaten, dann mit 60 und dann mit 84 Monaten Laufzeit. Der Konflikt zwischen Monatlicher Ersparnis und Eingesparten Zinsen wird sofort sichtbar und hilft, nicht nur den Anbieter, sondern auch die richtige Laufzeit zu wählen.
  • Dispoablösung gezielt rechnen. Ein Dispokredit von 4.000 EUR bei 11–12 % Sollzins kostet jährlich mehrere hundert Euro. Geben Sie den Dispo als einzige Schuld ein und vergleichen Sie ihn mit einem klassischen Ratenkredit über 24–48 Monate – meistens überrascht die Höhe der Zinsersparnis.
  • Umschuldung einer Immobilienanschlussfinanzierung modellieren. Auch bei Forward-Darlehen oder Anschlussfinanzierungen lohnt der Vergleich. Geben Sie die Restschuld als bestehende Position ein und den neuen Sollzins als Konsolidierungszins; die Vorfälligkeitsentschädigung können Sie als Einmalbetrag dem Saldo hinzurechnen.
  • Vorbereitung für die Schuldnerberatung. Bringen Sie den ausgedruckten Vergleich zur Schuldnerberatung der Caritas, Diakonie oder Verbraucherzentrale mit. Anerkannte Stellen nach § 305 InsO können auf dieser Basis schneller einschätzen, ob eine Umschuldung, ein außergerichtlicher Vergleich oder die Verbraucherinsolvenz der bessere Weg ist.

Häufige Fehler

  • FehlerNur die Monatsrate vergleichen und Gesamtzinsen ignorieren.
    LösungEine niedrigere Rate bei längerer Laufzeit kostet oft mehr Gesamtzinsen. Prüfen Sie immer den Wert Eingesparte Zinsen. Ist er negativ, bezahlen Sie Liquidität mit zusätzlichen Zinsen.
  • FehlerDen Sollzins statt des effektiven Jahreszinses eingeben.
    LösungBanken müssen nach § 6 PAngV den effektiven Jahreszins angeben – darin sind Bearbeitungs-, Bereitstellungs- und Vermittlungskosten enthalten. Nur dieser Wert ist vergleichbar; der reine Sollzins blendet Kosten aus.
  • FehlerVorfälligkeitsentschädigung beim Ablösen vergessen.
    LösungBei Konsumkrediten ist die Vorfälligkeitsentschädigung nach § 502 BGB gedeckelt (1 % bzw. 0,5 % der Restschuld). Fordern Sie vorab eine schriftliche Aufstellung der Bank und rechnen Sie sie in die Konsolidierungssumme ein.
  • FehlerRestschuldversicherung (RSV) ungeprüft mitfinanzieren.
    LösungEine RSV erhöht den effektiven Jahreszins teils deutlich, ist nach BGH-Rechtsprechung aber nur dann verpflichtend in den effektiven Jahreszins einzurechnen, wenn sie Voraussetzung der Kreditvergabe ist. Lehnen Sie unnötige Versicherungen ab und vergleichen Sie Angebote mit und ohne RSV.
  • FehlerZinsbegünstigte Förderkredite mit umschulden.
    LösungKfW-Studienkredit, BAföG-Darlehen oder zinsverbilligte Familienkredite haben Konditionen, die ein klassischer Ratenkredit nicht erreicht. Lassen Sie diese Posten aus der Umschuldung außen vor und behandeln Sie sie separat.
  • FehlerDispokredit nach Umschuldung sofort wieder ausreizen.
    LösungDer häufigste Grund, warum Umschuldungen scheitern. Reduzieren Sie den Dispolimit aktiv bei Ihrer Bank, sobald der Dispo abgelöst ist – schriftlich, damit es nicht „aus Versehen“ wieder hochgesetzt wird.
  • FehlerSCHUFA-Score durch viele Kreditanfragen verschlechtern.
    LösungVerwenden Sie immer „Konditionenanfrage“ statt „Kreditanfrage“. Erstere wird SCHUFA-neutral als „Anfrage Kreditkonditionen“ gespeichert und beeinflusst den Score nicht, während echte Kreditanfragen den Score temporär drücken.

Häufig gestellte Fragen

Ist eine Umschuldung in Deutschland sinnvoll?

Sie ist sinnvoll, wenn drei Bedingungen zusammenkommen: Ihre bestehenden Schulden – insbesondere Dispokredit, Rahmenkredite oder Kreditkarten-Teilzahlung – haben deutlich höhere Zinsen als ein klassischer Ratenkredit, die neue Rate passt komfortabel in Ihr Budget, und Sie haben einen realistischen Plan, den Dispo danach nicht wieder auszureizen. Die BaFin und Verbraucherzentrale empfehlen ausdrücklich, sowohl die Monatsrate als auch die Gesamtzinsen über die Laufzeit zu vergleichen, bevor Sie unterschreiben.

Was passiert mit meiner SCHUFA bei einer Umschuldung?

Jeder neu aufgenommene Kredit wird in der SCHUFA hinterlegt und beeinflusst kurzfristig den Score. Mittelfristig wirkt eine Umschuldung jedoch oft positiv, weil mehrere offene Verbindlichkeiten durch eine pünktlich getilgte ersetzt werden. Wichtig: Stellen Sie nur eine „Konditionenanfrage“ (SCHUFA-neutral), bevor Sie sich für ein Angebot entscheiden, und holen Sie sich jährlich eine kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO.

Was unterscheidet Umschuldung von Schuldenbereinigung oder Schuldnerberatung?

Umschuldung bedeutet, einen neuen Kredit aufzunehmen, um bestehende Schulden vollständig zu tilgen – Sie zahlen also weiterhin alles zurück, nur zu besseren Konditionen. Schuldnerberatung (z. B. bei Caritas, Diakonie, Verbraucherzentrale) ist eine kostenlose oder geringgebührige Beratung, die unter anderem außergerichtliche Einigungen mit Gläubigern verhandelt. Im Extremfall mündet sie in die Verbraucherinsolvenz nach §§ 304 ff. InsO mit Restschuldbefreiung nach drei Jahren.

Fällt bei vorzeitiger Ablösung eines Ratenkredits eine Vorfälligkeitsentschädigung an?

Bei klassischen Konsumkrediten (Verbraucherdarlehen) ist die Vorfälligkeitsentschädigung nach § 502 BGB gesetzlich gedeckelt: maximal 1 % der vorzeitig zurückgezahlten Restschuld, bei Restlaufzeit unter zwölf Monaten höchstens 0,5 %. Bei Immobilienkrediten gelten andere Regeln und teils deutlich höhere Beträge. Lassen Sie sich von der Bank vorab eine schriftliche Aufstellung geben und beziehen Sie den Betrag in die Konsolidierungssumme ein.

Soll ich für eine Umschuldung mein Eigenheim als Sicherheit einsetzen?

Mit Vorsicht. Eine Umschuldung über eine erweiterte Grundschuld oder einen Hypothekenkredit bietet niedrige Zinsen (oft 3,5–5 % effektiv), wandelt aber unbesicherte Konsumschulden in besicherte um. Bei Zahlungsausfall droht die Zwangsversteigerung des Hauses. Die Verbraucherzentrale rät, diesen Weg nur bei stabilem Einkommen, klarer Tilgungsplanung und am besten nach unabhängiger Beratung zu gehen.

Wie hoch ist der typische Zinssatz für einen Umschuldungskredit?

Die Bundesbank-Statistik MFI-Zinssätze weist für Konsumentenkredite mit einer Laufzeit von ein bis fünf Jahren in den letzten Jahren effektive Jahreszinsen zwischen rund 5 % und 9 % aus, abhängig von Bonität und Markt. Dispozinsen liegen mit 9–13 % deutlich darüber, Kreditkarten-Teilzahlung mit 14–20 % noch höher. Eine Umschuldung lohnt sich praktisch immer dort, wo Sie heute Dispo oder Teilzahlung nutzen.

Welche Bonität (SCHUFA-Score) brauche ich für einen guten Umschuldungszins?

Banken in Deutschland bewerten Bonität in der Regel über SCHUFA-Score, Einkommen und Haushaltsrechnung. Ein SCHUFA-Basisscore über 95 % und ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis öffnen die besten Konditionen. Bei Scores unter 90 % oder Negativmerkmalen sind die angebotenen Zinsen oft so hoch, dass sich die Umschuldung nicht mehr lohnt – in diesem Fall ist die kostenlose Schuldnerberatung der richtige nächste Schritt.

Sollte ich BAföG- oder KfW-Darlehen mit umschulden?

Nein. BAföG-Rückforderungen sind nach BAföG zinsfrei, KfW-Studienkredite und andere Förderdarlehen sind deutlich günstiger als marktübliche Konsumkredite. Diese Verbindlichkeiten in einen verzinsten Ratenkredit umzuwandeln, kostet bares Geld. Verbraucherzentrale und Finanztip raten ausdrücklich, zinsbegünstigte Darlehen aus der Umschuldung herauszuhalten.

Welche Rolle spielt der effektive Jahreszins beim Vergleich?

Der effektive Jahreszins (effektiv p. a.) ist nach § 6 Preisangabenverordnung (PAngV) der einzige verlässliche Vergleichsmaßstab. Er enthält neben dem Sollzins auch Bearbeitungs-, Bereitstellungs-, Vermittlungs- und gegebenenfalls Versicherungskosten, soweit sie als Voraussetzung des Kredits gelten. Vergleichen Sie ausschließlich effektive Jahreszinsen – nominale Angaben sind irreführend.

Was, wenn die monatliche Rate trotz Umschuldung nicht tragbar ist?

Dann ist die Umschuldung das falsche Werkzeug. Wenden Sie sich an eine anerkannte Schuldnerberatung (Caritas, Diakonie, Verbraucherzentrale, AWO) – sie ist meist kostenlos und nach § 305 InsO zur Erstellung eines außergerichtlichen Einigungsplans und zur Begleitung in die Verbraucherinsolvenz berechtigt. Die Verbraucherinsolvenz endet nach drei Jahren Wohlverhaltensphase mit Restschuldbefreiung.

Wie lange dauert eine Umschuldung in der Praxis?

Online-Direktbanken bewilligen Ratenkredite häufig binnen 1–7 Werktagen nach vollständigem Antrag inklusive Identifikation per VideoIdent. Filialbanken benötigen meist 1–2 Wochen. Die Ablösung des alten Kredits oder Dispos erfolgt direkt durch die neue Bank, sobald Ablösebetrag und Bankverbindung vorliegen – meist innerhalb von 2–4 Wochen nach Auszahlung.

Wird Schuldnerberatung in Deutschland staatlich gefördert?

Ja, viele anerkannte Schuldnerberatungsstellen werden durch Kommunen, Länder oder die Bundesagentur für Arbeit gefördert und sind für Verbraucherinnen und Verbraucher daher kostenlos. Eine Übersicht finden Sie über die Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung (BAG-SB), die Caritas oder die örtliche Verbraucherzentrale. Vorsicht ist bei gewerblichen Anbietern geboten, die hohe Gebühren für die bloße Vermittlung verlangen.

Quellen

Methodik

Jede bestehende Verbindlichkeit wird unabhängig amortisiert, indem monatlich Zinsen mit r = effektiver Jahreszins / 12 auf den Restsaldo aufgeschlagen und die eingegebene Monatsrate abgezogen wird, bis der Saldo null erreicht; daraus ergeben sich Lebenszinsen und Tilgungsmonate. Der Umschuldungskredit wird über die Annuitätenformel M = P·r(1+r)^n / ((1+r)^n − 1) berechnet, wobei P die Summe aller Restschulden, r der neue Monatszins und n die Laufzeit in Monaten ist; Gesamtzinsen ergeben sich aus M·n − P. Monatliche Ersparnis vergleicht die Summe der bisherigen Raten mit der neuen Einzelrate; Eingesparte Zinsen vergleichen die aggregierten Lebenszinsen mit den Zinsen des Konsolidierungskredits. Bearbeitungsgebühren, Restschuldversicherung oder Vorfälligkeitsentschädigungen nach § 502 BGB werden nicht automatisch addiert – berücksichtigen Sie sie, indem Sie den effektiven Jahreszins eingeben, der alle Kosten nach § 6 PAngV enthält, und gegebenenfalls die Vorfälligkeitsentschädigung der Konsolidierungssumme zuschlagen. Liegt bei einer Schuld die Monatsrate unter dem monatlichen Zinsanteil, weist der Rechner eine unendliche Tilgungsdauer aus, damit Sie die Falle erkennen.

Profi-Tipps

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