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Tilgungsrechner

Monatsraten berechnen und vollständigen Tilgungsplan erstellen

Tilgungsformeln

Monatliche Rate
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Gesamtzinsen
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Tilgungsanteil
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Tilgung verstehen

Tilgung bezeichnet die Aufteilung eines Darlehens in gleichmäßige periodische Raten. Jede Rate deckt die Zinslast und reduziert das Kapital. Frühe Raten sind zinslastig, spätere bestehen überwiegend aus Tilgung – das ist der Tilgungsplan.

Bei einer Hypothek von $300.000 zu 6 % auf 30 Jahre beträgt die Monatsrate $1.799. Im ersten Jahr entfallen davon ca. $1.500 auf Zinsen. Im 30. Jahr sind es nur noch ca. $9. Gleiche Rate – aber die Aufteilung verändert sich erheblich.

Das Verständnis der Tilgung hilft bei der Finanzplanung, beim Vergleich von Laufzeiten und bei der Bewertung von Sondertilgungen. Ein 15-Jahres-Darlehen hat höhere Raten, aber deutlich geringere Gesamtzinsen als ein 30-Jahres-Darlehen.

Wichtige Tilgungskonzepte

📅

Gleichbleibende Raten

Gleiche Rate jeden Monat, aber die Aufteilung in Zinsen und Tilgung ändert sich.

📉

Zinslastiger Beginn

Frühe Raten bestehen größtenteils aus Zinsen. Es dauert Jahre, bis die Tilgung überwiegt.

💰

Sondertilgungen

Zusätzliche Tilgungen verkürzen die Laufzeit und senken die Gesamtzinsen erheblich.

📊

Tilgungsplan

Zeigt jede Rate mit Tilgungs-, Zinsanteil und verbleibendem Kapital.

Vergleich: 30-Jahres- vs. 15-Jahres-Hypothek

Kennzahl30 Jahre15 JahreDifferenz
$300.000 zu 6%$1.799/Monat$2.532/Monat+$733/Monat
Gesamtzahlungen$647.515$455.683−$191.832
Gesamtzinsen$347.515$155.683−$191.832
Zinsanteil116%52%−64 Prozentpunkte
Zinsanteil erste Rate83%75%−8 Prozentpunkte

Schneller tilgen – Strategien

💸

Raten aufrunden

$1.799 auf $1.800 oder $1.900 aufrunden. Kleine Beträge summieren sich über 30 Jahre.

📆

Zweiwöchentliche Zahlung

Den halben Monatsbetrag alle zwei Wochen zahlen = 26 Halbzahlungen = 13 volle Raten pro Jahr.

🎯

Jährliche Sondertilgungen

Steuererstattungen, Boni oder Einmalzahlungen auf das Kapital anrechnen. Auch einmal jährlich hilft.

🔄

Auf kürzere Laufzeit umfinanzieren

Bei sinkenden Zinsen auf ein 15-Jahres-Darlehen umschulden. Ersparnisse sichern und schneller tilgen.

So nutzen Sie den Tilgungsrechner

  1. Tragen Sie den Darlehensbetrag (€) ein – also die tatsächliche Kreditsumme nach Abzug von Eigenkapital, nicht den Kaufpreis der Immobilie.
  2. Tragen Sie den Sollzins p. a. (%) ein – verwenden Sie für einen fairen Vergleich den Effektivzins der Bank, nicht den beworbenen Lockzins.
  3. Tragen Sie die Laufzeit (Jahre) ein – typische Werte für deutsche Baufinanzierungen sind 30, 25, 20, 15 oder 10 Jahre; der Plan skaliert automatisch.
  4. Optional: Geben Sie eine monatliche Sondertilgung (€) ein, um zu sehen, wie zusätzliche Tilgung die Restschuld bei Zinsbindungsende senkt und Zinsen spart.
  5. Klicken Sie auf „Plan berechnen“, um Monatsrate, Gesamtzinsen, Tilgungsende und die jährliche Aufteilung in Zins- und Tilgungsanteil zu sehen.

Beispiele

Beispiel 1: Hauskauf in Berlin – 30 Jahre Vollfinanzierung

Eine Familie kauft eine Eigentumswohnung in Berlin und nimmt ein Annuitätendarlehen über 400.000 € zu 3,8 % Sollzins mit 30 Jahren Laufzeit auf. Sie möchte die Monatsrate und die Aufteilung der ersten Raten sehen.

ErgebnisMonatsrate ca. 1.863,03 €. Summe aller Zahlungen über 30 Jahre ca. 670.692 €. Gesamtzinsen rund 270.692 €. In Monat 1 entfallen ca. 1.266,67 € auf Zinsen und nur ca. 596,36 € auf Tilgung – die anfängliche Tilgung beträgt damit etwa 1,79 % p. a.

Der Rechner verwendet M=Pr(1+r)n(1+r)n1M = P \cdot \frac{r(1+r)^n}{(1+r)^n - 1} mit P=400.000P = 400{.}000, r=0,038/120,003167r = 0{,}038/12 \approx 0{,}003167 und n=360n = 360. Anschließend iteriert er Monat für Monat: Der Zinsanteil ist die aktuelle Restschuld mal rr, der Rest der festen Annuität ist Tilgung. Weil die Restschuld zu Beginn bei 400.000 € liegt, fließen im ersten Monat allein 1.266,67 € in Zinsen – darum sinkt die Restschuld am Anfang nur langsam.

Beispiel 2: Hauskauf in München – 15 Jahre Sollzinsbindung

Ein Käufer in München finanziert 600.000 € zu 3,5 % Sollzins mit einer Sollzinsbindung von 15 Jahren und einer anfänglichen Tilgung von 3 % – ein typisches Szenario bei höherem Einkommen und Wunsch nach schnellerer Entschuldung.

ErgebnisMonatsrate ca. 4.289,67 € (entspricht etwa 6,5 % Annuität p. a.). Summe der Zahlungen über 15 Jahre ca. 772.140 €. Gesamtzinsen rund 172.140 €. Nach Monat 90 (Halbzeit) liegt die Restschuld bereits unter 360.000 €, weil kurze Laufzeiten den Tilgungsanteil von Anfang an deutlich erhöhen.

Bei n=180n = 180 ist der Nenner (1+r)n1(1+r)^n - 1 viel kleiner als bei 30 Jahren, also tilgt jede Rate mehr Kapital. Im ersten Monat sind 600.000 € × 0,035/12 = 1.750,00 € Zinsen, sodass 2.539,67 € auf die Tilgung entfallen – Jahr für Jahr sinkt der Zinsanteil rapide, weil die Restschuld schnell schrumpft.

Beispiel 3: NRW – Sondertilgung 5 % p. a. nach § 489 BGB

Gleiches Darlehen 400.000 € zu 3,8 % über 30 Jahre wie in Beispiel 1, aber die Käufer nutzen die im Vertrag eingeräumte Sondertilgung von 5 % der ursprünglichen Darlehenssumme pro Jahr. Das entspricht ca. 1.666,67 € extra pro Monat (20.000 € jährlich, gleichmäßig verteilt).

ErgebnisEffektive Monatsbelastung 3.529,70 €. Darlehen abgelöst in ca. 12 Jahren 4 Monaten statt 30 Jahren. Gesamtzinsen sinken auf rund 102.000 € – eine Ersparnis von etwa 168.700 € gegenüber dem Plan ohne Sondertilgung.

Die Annuität bleibt mit 1.863,03 € unverändert, aber jeden Monat werden zusätzlich 1.666,67 € direkt auf die Tilgung gebucht. Da jede Folgeperiode die Zinsen auf einer kleineren Restschuld berechnet, schrumpft der Zinsanteil schneller als geplant. Der Tilgungsplan endet, sobald die Restschuld 0 € erreicht – rund 17 Jahre 8 Monate vor dem ursprünglichen Tilgungsende. Hinweis: Nach § 489 BGB darf das Darlehen zudem zehn Jahre nach Vollauszahlung mit sechsmonatiger Kündigungsfrist abgelöst werden.

So funktioniert die Berechnung

Ein Annuitätendarlehen wird in gleichbleibenden monatlichen Raten zurückgezahlt. Jede Rate deckt die seit der letzten Zahlung aufgelaufenen Zinsen, der Rest fließt in die Tilgung. Der Rechner ermittelt die feste Monatsrate über M=Pr(1+r)n(1+r)n1M = P \cdot \frac{r(1+r)^n}{(1+r)^n - 1}, wobei PP der Darlehensbetrag, rr der periodische Zinssatz (Jahres-Sollzins ÷ 12) und nn die Gesamtzahl der Monatsraten (Jahre × 12) ist.

Sobald MM feststeht, iteriert der Rechner Periode für Periode. Für jeden Monat berechnet er den Zinsanteil als (aktuelle Restschuld × rr), zieht ihn von MM ab, um die Tilgung zu erhalten, und reduziert die Restschuld entsprechend. Deshalb zeigt der Tilgungsplan einen sinkenden Zinsanteil und einen steigenden Tilgungsanteil bei gleichbleibender Rate.

Bei einer monatlichen Sondertilgung wird dieser Betrag in jeder Periode zusätzlich direkt auf die Tilgung gebucht. Da die Zinsen für jeden Folgemonat auf der neuen, niedrigeren Restschuld berechnet werden, summieren sich schon kleine Extras zu erheblichen Zinsersparnissen über die Laufzeit und verkürzen die Schuldenfreiheit deutlich. Die Schleife endet in dem Moment, in dem die Restschuld 0 € erreicht – nicht erst zum ursprünglich geplanten Termin.

Die Gesamtzinsen ergeben sich für ein Basisdarlehen einfach aus (M×n)P(M \times n) - P; bei Sondertilgungen summiert der Rechner die tatsächlich gezahlten Monatszinsen. Das Tilgungsende wird vom aktuellen Datum aus um die tatsächlich benötigten Monate hochgerechnet. In Deutschland ist diese Logik die Standardmethode für Annuitätendarlehen nach BGB §§ 488–505.

Wann dieser Rechner sinnvoll ist

  • Angebote über Laufzeit und Zinsbindung vergleichen. Gleichen Darlehensbetrag und Sollzins mit unterschiedlichen Laufzeiten (10, 15, 20, 30 Jahre) durchrechnen, um Monatsrate und Gesamtzinsen gegenüberzustellen – besonders nützlich bei der Wahl der Sollzinsbindung.
  • Sondertilgungsstrategien modellieren. Im Feld „Monatliche Sondertilgung“ testen, was 100 €, 250 € oder die volle 5 %-Sondertilgung pro Jahr (auf 12 Monate verteilt) an Zinsersparnis und verkürzter Restlaufzeit bringt.
  • Anfängliche Tilgung 2 % vs. 3 % planen. Bei deutscher Baufinanzierung wird häufig über die anfängliche Tilgung gesteuert. Eine höhere Anfangstilgung (z. B. 3 % statt 2 %) bedeutet höhere Rate, aber drastisch niedrigere Restschuld am Ende der Zinsbindung.
  • Restschuld bei Sollzinsbindungsende abschätzen. Wer eine 10- oder 15-jährige Sollzinsbindung wählt, sollte die Restschuld zum Ende der Bindung kennen – sie ist die Verhandlungsbasis für die Anschlussfinanzierung.
  • Budget für jeden Annuitätenkredit prüfen. Die gleiche Mathematik gilt für Autokredite, Konsumkredite, Studienkredite und Unternehmenskredite. Darlehensbetrag, Sollzins und Laufzeit eingeben, um beliebige Annuitätenkredite zu modellieren.
  • Bankangebot gegenrechnen. Wenn die von der Bank genannte Monatsrate bei gleichem Darlehensbetrag, Sollzins und gleicher Laufzeit von diesem Rechner abweicht, sollten Sie nach Bearbeitungsgebühren, Disagio oder gebündelten Versicherungen fragen (Tipp der Verbraucherzentrale).

Häufige Fehler

  • FehlerSollzins und Effektivzins verwechseln.
    LösungDer Sollzins ist der nominale Jahreszinssatz auf die Restschuld. Der Effektivzins berücksichtigt zusätzlich Gebühren, Disagio und Auszahlungszeitpunkt – nur er ermöglicht einen fairen Vergleich (Preisangabenverordnung, BaFin).
  • FehlerKaufpreis statt Darlehensbetrag eintragen.
    LösungEigenkapital, Bausparvertrag oder KfW-Förderung zuerst abziehen. Im Feld Darlehensbetrag steht nur die tatsächlich von der Bank ausgezahlte Kreditsumme.
  • FehlerAnfängliche Tilgung als Laufzeit verstehen.
    Lösung„Anfängliche Tilgung 2 %“ bedeutet, dass im ersten Jahr 2 % der Darlehenssumme getilgt werden – nicht, dass das Darlehen in 2 Jahren abbezahlt ist. Bei 2 % Tilgung und 4 % Sollzins läuft das Darlehen rund 30 Jahre.
  • FehlerSollzinsbindung und Gesamtlaufzeit gleichsetzen.
    LösungDie Sollzinsbindung (10, 15, 20 Jahre) garantiert nur den Zinssatz für diesen Zeitraum. Danach folgt eine Anschlussfinanzierung zu dann gültigen Zinsen – die Gesamtlaufzeit ist meist deutlich länger als die Bindung.
  • FehlerSondertilgungen pauschal annehmen, ohne den Vertrag zu prüfen.
    LösungSondertilgungsrechte müssen vertraglich vereinbart sein (häufig 5 % p. a. der Ursprungssumme, kostenfrei). Ohne diese Klausel kann die Bank Vorfälligkeitsentschädigung verlangen – Ausnahme: § 489 BGB nach 10 Jahren mit 6 Monaten Frist.
  • FehlerNebenkosten der Baufinanzierung ignorieren.
    LösungGrunderwerbsteuer (3,5–6,5 % je Bundesland), Notar (ca. 1,5 %), Grundbuch (ca. 0,5 %) und Makler kommen oben drauf. In Berlin/Brandenburg/NRW liegen die Nebenkosten typischerweise bei 10–13 % des Kaufpreises – das ist meistens Eigenkapital, nicht Teil des Darlehens.
  • FehlerBei Sondertilgung annehmen, die Monatsrate werde automatisch kleiner.
    LösungSondertilgungen verkürzen in der Regel die Laufzeit, nicht die Annuität. Eine echte Senkung der Monatsrate gibt es nur, wenn die Bank den Tilgungsplan neu aufsetzt (Tilgungssatzwechsel) – das muss explizit beantragt werden.

Häufig gestellte Fragen

Warum sind die Zinsen am Anfang so hoch?

Zinsen werden immer auf die aktuelle Restschuld berechnet. Bei 400.000 € Restschuld und 3,8 % Sollzins fallen ca. 15.200 € Zinsen pro Jahr bzw. 1.266,67 € pro Monat an. Mit zunehmender Tilgung sinkt die Restschuld und damit auch der Zinsanteil – das ist kein Trick der Bank, sondern reine Mathematik.

Wie viel spart eine jährliche Sondertilgung von 5 %?

Bei einem Annuitätendarlehen von 400.000 € zu 3,8 % über 30 Jahre verkürzt eine jährliche Sondertilgung von 5 % der Ursprungssumme (20.000 €) die Laufzeit auf rund 12 Jahre und 4 Monate und spart etwa 168.700 € Zinsen. Je früher Sondertilgungen erfolgen, desto größer die Ersparnis, weil die Folgezinsen auf einer kleineren Restschuld berechnet werden.

Lohnt sich Sondertilgung oder lieber anlegen?

Wenn der Sollzins höher ist als die Nachsteuerrendite einer alternativen Anlage, ist Sondertilgung in der Regel die bessere Wahl. Bei 3,8 % Sollzins müssten Sie nach Abgeltungsteuer (25 % + Soli) zuverlässig über 5,1 % brutto erzielen. Hinzu kommt: garantierte Rendite, kein Marktrisiko, und das Wertgefühl einer schuldenfreien Immobilie. Die Verbraucherzentrale empfiehlt Sondertilgungen bei aktuellem Zinsniveau ausdrücklich.

Was ist der Unterschied zwischen Sollzins und Effektivzins?

Der Sollzins ist der reine Jahreszins auf die Restschuld. Der Effektivzins berücksichtigt zusätzlich Bearbeitungsgebühren, Auszahlungskurs (Disagio), Zahlungsintervall und Tilgungsverrechnung – er ist der tatsächliche Jahreskostensatz nach Preisangabenverordnung. Vergleichen Sie Angebote immer auf Basis des Effektivzinses, nie nur über den Sollzins.

Was passiert nach Ende der Sollzinsbindung?

Nach 10, 15 oder 20 Jahren Sollzinsbindung läuft die Zinsgarantie aus. Sie können dann eine Anschlussfinanzierung bei der gleichen Bank (Prolongation) oder einer anderen Bank (Umschuldung) abschließen, ein Forward-Darlehen früher sichern oder den Restbetrag ablösen. Bei einer Bindung unter 10 Jahren haben Sie nach § 489 BGB nach 10 Jahren ab Vollauszahlung das Recht, mit 6 Monaten Frist kostenfrei zu kündigen.

Was bedeutet „anfängliche Tilgung 2 %“?

Die anfängliche Tilgung ist der Tilgungsanteil im ersten Jahr in Prozent der Darlehenssumme. Bei 400.000 € und 2 % anfänglicher Tilgung werden im ersten Jahr 8.000 € getilgt, der Rest der Annuität sind Zinsen. Da die Annuität konstant bleibt, steigt der Tilgungsanteil im Zeitverlauf an, während der Zinsanteil sinkt. Faustregel: Bei niedrigen Zinsen sollte die anfängliche Tilgung möglichst 3 % oder mehr betragen, sonst dauert die Tilgung sehr lange.

Wie unterscheidet sich Tilgung von einer Hypothek?

Tilgung ist die Mathematik, eine Hypothek bzw. Grundschuld ist die Sicherheit für ein Darlehen. Die gleiche Formel M=Pr(1+r)n(1+r)n1M = P \cdot \frac{r(1+r)^n}{(1+r)^n - 1} gilt für Autokredite, Ratenkredite, Studienkredite und Unternehmenskredite. Dieser Rechner funktioniert für jedes festverzinsliche Annuitätendarlehen, nicht nur für Baufinanzierungen.

Kann ich den vollständigen Tilgungsplan einsehen?

Ja. Der Rechner berechnet intern jede einzelne Periode und zeigt auf dem Bildschirm eine Jahresübersicht (gezahlte Tilgung, gezahlte Zinsen, Restschuld am Jahresende). Der detaillierte Plan basiert auf demselben Algorithmus, der seitenweit verwendet wird, und stimmt mit den oben dargestellten Formeln überein.

Wie wirken sich Sondertilgungen auf den Plan aus?

Jeder Euro Sondertilgung wird nach der Verbuchung der Monatszinsen direkt auf die Restschuld angerechnet. Die nächste Periode berechnet die Zinsen dann auf der niedrigeren Restschuld, sodass der Zinsanteil schneller schrumpft als ursprünglich geplant. Der Tilgungsplan endet, sobald die Restschuld 0 € erreicht – das ist typischerweise Monate bis Jahre vor dem ursprünglichen Termin.

Sind Hypothekenzinsen in Deutschland steuerlich absetzbar?

Bei einer selbstgenutzten Immobilie sind die Schuldzinsen privater Baufinanzierungen in Deutschland nicht steuerlich abzugsfähig. Bei einer vermieteten Immobilie sind die Schuldzinsen dagegen voll als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung absetzbar (§ 9 EStG). Tilgungszahlungen sind in keinem Fall absetzbar, da sie keine Aufwendungen, sondern Vermögensumschichtungen sind.

Warum weicht mein Tilgungsende vom Plan der Bank ab?

Der Rechner unterstellt, dass jede planmäßige Rate plus eventuelle Sondertilgung pünktlich gezahlt wird und der Zinssatz konstant bleibt. In der Praxis kommen Tilgungssatzwechsel, Auszahlungsverzögerungen, Bereitstellungszinsen und – nach Ende der Sollzinsbindung – neue Zinsen hinzu, die das tatsächliche Tilgungsende verschieben. Behandeln Sie das Datum als Planungsgröße und fordern Sie für verbindliche Auskünfte einen Tilgungsplan bzw. eine Ablösebescheinigung von Ihrer Bank an.

Was passiert bei einem Zinssatz von 0 %?

Bei einem Zinssatz von 0 % vereinfacht sich die Formel zu M=P/nM = P / n – gleiche Tilgungsraten ohne Zinsanteil. Der Rechner behandelt diesen Sonderfall explizit, sodass ein 0 %-Aktionskredit für Möbel, Auto oder Solaranlage als reiner Tilgungsplan ohne Zinsen dargestellt wird.

Quellen

Methodik

Der Rechner wendet die Standard-Annuitätenformel M = P·r(1+r)^n / ((1+r)^n − 1) an. Dabei ist M die Monatsrate, P der Darlehensbetrag, r der periodische Zinssatz (Jahres-Sollzins ÷ 12) und n die Gesamtzahl der Monatsraten (Jahre × 12). Anschließend iteriert er Periode für Periode: Der Zinsanteil jedes Monats ist die aktuelle Restschuld × r, der verbleibende Teil der Annuität fließt in die Tilgung; eine eingegebene monatliche Sondertilgung wird direkt zusätzlich auf die Tilgung gebucht. Die Schleife endet, sobald die Restschuld 0 € erreicht – daraus ergeben sich Tilgungsende und die jährliche Aufteilung in Zins- und Tilgungsanteil. Für 0 %-Sonderfälle greift der Fallback M = P / n. Die Methodik folgt den Konventionen für Annuitätendarlehen nach BGB §§ 488–505 und der Preisangabenverordnung (PAngV) für die Effektivzinsangabe.

Profi-Tipps

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