Interner Zinsfuß (IRR) Rechner
Berechnen Sie den Diskontierungszinssatz, bei dem der Kapitalwert (NPV) Ihrer Investition gleich null ist.
IRR-Konzept
Was ist der interne Zinsfuß?
Der interne Zinsfuß (IRR) ist der Diskontierungszinssatz, bei dem der Nettobarwert (NPV) aller Cashflows einer Investition gleich null ist. Einfacher ausgedrückt: Es ist die erwartete jährliche Zinseszinsrendite, die eine Investition erzielen wird. Der IRR wird im Rahmen der Investitionsrechnung häufig eingesetzt, um Investitionsmöglichkeiten zu vergleichen und zu bewerten.
Bei der Beurteilung eines Projekts vergleichen Sie den IRR mit Ihrer geforderten Mindestrendite (Hurdle Rate). Übersteigt der IRR Ihre Mindestrendite, gilt die Investition als akzeptabel. Je höher der IRR über der Mindestrendite liegt, desto attraktiver wird die Investition.
Der IRR ist besonders nützlich, weil er einen einzelnen Prozentsatz liefert, der einfach über verschiedene Investitionen hinweg verglichen werden kann, unabhängig von deren Größe. Er hat jedoch Grenzen, die Anleger kennen sollten – insbesondere in Bezug auf Wiederanlagenannahmen und das Problem mehrerer IRRs.
IRR im Vergleich zu anderen Renditekennzahlen
IRR
Der Zinssatz, bei dem NPV = 0. Zeigt die effektive Jahresrendite unter Berücksichtigung des Zeitwerts des Geldes.
NPV (Kapitalwert)
Geschaffener Geldwert. Besser geeignet für den Vergleich sich gegenseitig ausschließender Projekte unterschiedlicher Größe.
ROI
Einfache prozentuale Rendite ohne Berücksichtigung des Zeitpunkts. (Gewinn − Kosten) / Kosten. Schnell, aber weniger präzise.
Amortisationsdauer
Zeit bis zur Rückgewinnung der Investition. Ignoriert den Zeitwert des Geldes und Cashflows nach der Amortisation.
IRR-Richtwerte nach Investitionsart
Akzeptable IRRs variieren je nach Investitionsart, Risikoniveau und Marktbedingungen erheblich.
| Investitionsart | Typische IRR-Spanne | Risikoniveau | Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| Staatsanleihen | 3–5 % | Sehr niedrig | Risikofreie Benchmark |
| Unternehmensanleihen | 5–8 % | Niedrig | Kreditrisikoaufschlag |
| Aktienmarkt (Index) | 8–12 % | Mittel | Langfristiger Durchschnitt |
| Immobilien | 10–20 % | Mittel-Hoch | Lageabhängig |
| Private Equity | 15–25 % | Hoch | Illiquiditätsprämie |
| Risikokapital | 25–40 % | Sehr hoch | Die meisten Investitionen scheitern |
| Start-up-Investition | 30–50 %+ | Extrem | Power-Law-Renditen |
Grenzen des IRR
Wiederanlagennahme
Der IRR geht davon aus, dass Zwischencashflows zum IRR selbst wieder angelegt werden können. Bei sehr hohen IRRs ist das oft unrealistisch. Der modifizierte interne Zinsfuß (MIRR) behebt dieses Problem.
Mehrere IRRs
Projekte mit abwechselnd positiven und negativen Cashflows können mehrere IRRs oder gar keinen realen IRR aufweisen. Verwenden Sie für solche Projekte stattdessen die Kapitalwertmethode.
Größe wird ignoriert
Der IRR berücksichtigt die Projektgröße nicht. 50 % Rendite auf 1.000 € schafft weniger Wert als 20 % auf 1 Million €. Berücksichtigen Sie stets den Kapitalwert (NPV) zusammen mit dem IRR.
Zeitpunkt-Verzerrung
Der IRR bevorzugt Projekte mit schnellen Erträgen, auch wenn langsamere Projekte insgesamt mehr Wert schaffen. Berücksichtigen Sie in Ihrer Analyse sowohl IRR als auch NPV.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein guter IRR für eine Investition?
Das hängt vom Risiko der Investition ab. Mindestens sollte der IRR Ihre Kapitalkosten übersteigen. Für Aktieninvestitionen wird in der Regel mindestens 10–15 % angestrebt. Risikoreichere Investitionen wie Start-ups erfordern typischerweise 25 %+ als Ausgleich für das Ausfallrisiko.
Kann der IRR negativ sein?
Ja. Ein negativer IRR bedeutet, dass die Investition Geld verliert. Um den Kapitalwert auf null zu bringen, müssten Sie Geld einschießen statt Erträge zu erhalten. Dies zeigt eindeutig eine unvorteilhafte Investition an.
Sollte ich das Projekt mit dem höchsten IRR wählen?
Nicht unbedingt. Bei sich gegenseitig ausschließenden Projekten ist der Kapitalwert (NPV) das bessere Kriterium. Ein größeres Projekt mit niedrigerem IRR kann insgesamt mehr Wert schaffen. Der IRR eignet sich am besten für Ja/Nein-Entscheidungen bei unabhängigen Projekten.
Was ist der Unterschied zwischen IRR und CAGR?
Die CAGR (Compound Annual Growth Rate – kumulierte jährliche Wachstumsrate) ist eine einfachere Berechnung, die nur Anfangs- und Endwerte berücksichtigt. Der IRR berücksichtigt alle Zwischencashflows und deren Zeitpunkt, was ihn für komplexe Investitionsanalysen umfassender macht.
Profi-Tipps
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