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401k-Rechner

Berechnen Sie das Wachstum Ihrer 401k-Beiträge und die Wirkung des Arbeitgeberzuschusses.

401k-Wachstumsformeln

Zukünftiger Wert
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Mit Arbeitgeberzuschuss
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Steuerersparnis
Formel wird geladen...
Beitragsrate

Was ist ein 401k?

Ein 401(k) ist eines der wirkungsvollsten Instrumente zum Aufbau von Altersvermögen. Dieser vom Arbeitgeber gesponserte Plan ermöglicht es Ihnen, Geld vor Steuern zu sparen, Ihre aktuelle Steuerlast zu senken und Ihre Investitionen steuergestundet bis zur Rente wachsen zu lassen.

Die Stärke eines 401(k) liegt in drei Faktoren: Steuervorteile, Arbeitgeberzuschüsse und die Kraft des Zinseszinses über Jahrzehnte.

💰

Steuergestundetes Wachstum

Ihre Investitionen wachsen ohne jährliche Kapitalertragsteuer.

🎁

Arbeitgeberzuschuss

Kostenloses Geld vom Arbeitgeber – sofortige Rendite von 50–100 %.

📈

Zinseszins

Zeit verwandelt kleine Beiträge in erhebliches Vermögen.

🔒

Automatisches Sparen

Beiträge werden abgezogen, bevor Sie das Geld ausgeben können.

So funktioniert der Arbeitgeberzuschuss

Der Arbeitgeberzuschuss ist im Grunde kostenloses Geld für Ihre Altersvorsorge. Wenn Sie die Formel Ihres Unternehmens verstehen, können Sie diesen Vorteil voll ausschöpfen.

📊

Gängige Formel

Viele Arbeitgeber verdoppeln 50 % der Beiträge bis zu 6 % des Gehalts. Bei $75.000 Gehalt und 6 % Beitrag ($4.500) zahlt der Arbeitgeber $2.250 dazu.

💯

Dollar-für-Dollar-Zuschuss

Manche Arbeitgeber matchen 100 % bis zu einer Grenze. Ein Beitrag von 4 % kann sofort verdoppelt werden.

Unverfallbarkeitsfristen

Arbeitgeberzuschüsse sind oft erst nach 3–6 Jahren vollständig übertragen. Bei frühem Jobwechsel verfällt ein Teil.

🎯

Immer den vollen Zuschuss mitnehmen

Tragen Sie mindestens so viel bei, dass Sie den vollen Arbeitgeberzuschuss erhalten. Alles darunter bedeutet, kostenloses Geld liegen zu lassen.

401k-Beitragsgrenzen 2026

Die IRS legt jährliche Grenzen für 401k-Beiträge fest. Diese Grenzen helfen Ihnen, Ihre steuerlich begünstigten Ersparnisse zu maximieren.

LimittypUnter 50Ab 50Hinweise
Arbeitnehmerbeitrag $24.500 $32.500 Vor-Steuer- oder Roth-Beiträge
Gesamtlimit (inkl. Arbeitgeber) $72.000 $80.000 Inkl. Arbeitgeberzuschuss
Nachholbeitrag (ab 50) $8.000 Zusätzlich ab Alter 50
Prozentuale Grenze 100% 100% Des Vergütungsbetrags

Traditionelles 401k vs. Roth 401k

Viele Arbeitgeber bieten inzwischen beide Varianten an. Jede hat unterschiedliche steuerliche Auswirkungen auf Ihr langfristiges Vermögen.

📜

Traditionelles 401k

Beiträge reduzieren Ihr heutiges zu versteuerndes Einkommen. Auszahlungen im Ruhestand werden als normales Einkommen besteuert. Vorteilhaft, wenn Sie im Ruhestand in einer niedrigeren Steuerklasse sind.

🌱

Roth 401k

Beiträge aus bereits versteuertem Einkommen, kein sofortiger Steuervorteil. Auszahlungen im Ruhestand sind vollständig steuerfrei – einschließlich des gesamten Wachstums. Vorteilhaft bei erwartet höherer Steuerbelastung im Ruhestand.

🔄

Beiträge aufteilen

Viele Menschen teilen ihre Beiträge zwischen Traditional und Roth auf, um sich gegen zukünftige Steuerunsicherheiten abzusichern. Das schafft steuerliche Diversifikation im Ruhestand.

👥

Arbeitgeberzuschuss

Wichtig: Auch wenn Sie Roth-Beiträge wählen, fließen die Arbeitgeberzuschüsse stets auf ein traditionelles (Vor-Steuer-)Konto.

Ihr 401k optimieren

Gezielte Entscheidungen können Ihr 401k-Guthaben erheblich steigern. Hier sind die wirkungsvollsten Maßnahmen.

🎯

Zuerst den vollen Zuschuss holen

Tragen Sie zuerst genug bei, um den vollen Arbeitgeberzuschuss zu erhalten. Ein 50 %-Zuschuss ist eine sofortige Rendite von 50 % – keine Investition kann das schlagen.

📈

Jährlich erhöhen

Erhöhen Sie Ihre Beitragsrate jährlich um 1 %, besonders bei Gehaltserhöhungen. Sie werden das Geld kaum vermissen, Ihr zukünftiges Ich wird es Ihnen danken.

💪

Maximum ausschöpfen wenn möglich

Wenn Sie es sich leisten können, versuchen Sie das Jahreslimit von $24.500 (2026) zu erreichen. Gutverdiener sollten dies anstreben, um steuerlich begünstigtes Wachstum zu maximieren.

Nachholbeiträge nutzen

Ab 50 Jahren dürfen Sie zusätzlich $8.000 pro Jahr einzahlen. Nutzen Sie diese Möglichkeit, um in Ihren Spitzenverdienerjahren die Ersparnisse zu beschleunigen.

🎲

Günstige Fonds wählen

Wählen Sie innerhalb Ihrer 401k-Optionen möglichst günstige Indexfonds. Ein Kostenunterschied von 1 % kann über eine ganze Karriere Zehntausende kosten.

🔄

Jährlich neu ausrichten

Überprüfen Sie Ihre Aufteilung einmal im Jahr und gleichen Sie sie bei Bedarf an. Viele Pläne bieten automatisches Rebalancing oder Zieldatumsfonds.

Häufige 401k-Fehler

Diese Fehler zu vermeiden kann Ihr Altersguthaben um Hunderttausende erhöhen.

Zu wenig für den vollen Zuschuss einzahlen

Der größte Fehler ist, nicht genug beizutragen, um den vollen Arbeitgeberzuschuss zu erhalten. Sie lehnen buchstäblich kostenloses Geld ab, das sich jahrzehntelang verzinst.

🏃

Bei Jobwechsel auszahlen lassen

Frühzeitige Auszahlung löst Einkommensteuer plus 10 % Strafe aus und vernichtet jahrelanges Zinseszinswachstum. Übertragen Sie stattdessen auf eine IRA oder den neuen Arbeitgeberplan.

😰

Panikverkäufe bei Kurseinbrüchen

Marktabstürze sind schmerzhaft, aber vorübergehend. Verkäufe fixieren Verluste. Wer 2008–2009 investiert blieb, erholte sich und profitierte.

💳

Kredite aus dem 401k aufnehmen

401k-Darlehen erscheinen praktisch, entziehen aber Geld dem Zinseszinseffekt. Bei Jobverlust wird das Darlehen oft sofort fällig.

🔍

Anlageoptionen ignorieren

Viele Menschen schauen sich nach der Anmeldung nie mehr ihre 401k-Investitionen an. Überprüfen Sie Ihre Optionen – teure Fonds oder zu konservative Aufteilungen kosten Rendite.

Zu spät beginnen

Jedes Jahr, das Sie warten, kostet Sie erheblich durch entgangenen Zinseszins. Mit 25 statt mit 35 zu beginnen kann bei gleichen Beiträgen das doppelte Endguthaben bedeuten.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel sollte ich in mein 401k einzahlen?

Mindestens so viel, dass Sie den vollen Arbeitgeberzuschuss erhalten. Idealerweise 10–15 % Ihres Gehalts einschließlich Arbeitgeberzuschuss. Wenn Sie mehr einzahlen können, bietet das Maximum von $24.500 (2026) optimales steuerlich begünstigtes Wachstum.

Sollte ich Traditional oder Roth 401k wählen?

Wählen Sie Roth, wenn Sie noch am Anfang Ihrer Karriere stehen, künftig höhere Einkünfte erwarten oder steuerfreies Renteneinkommen wünschen. Wählen Sie Traditional in Spitzenverdienerjahren mit erwartet niedrigerer Steuerbelastung im Ruhestand. Viele teilen ihre Beiträge auf beide Varianten auf.

Was passiert mit meinem 401k beim Jobwechsel?

Sie haben mehrere Möglichkeiten: beim alten Arbeitgeber belassen (falls erlaubt), auf den neuen Arbeitgeberplan übertragen oder auf eine IRA übertragen. Eine IRA bietet oft mehr Anlageoptionen und niedrigere Gebühren. Niemals auszahlen lassen – Sie verlieren 30–40 % durch Steuern und Strafen.

Kann ich vor dem Rentenalter aus meinem 401k abheben?

Ja, aber Frühabhebungen (vor 59½) lösen normale Einkommensteuer plus 10 % Strafe aus. Ausnahmen bestehen bei Notlagen, Invalidität oder Kündigung nach dem 55. Lebensjahr. Generell sollten Frühabhebungen vermieden werden – der verlorene Zinseszinseffekt ist erheblich.

Was ist besser: 401k oder IRA?

Priorisieren Sie das 401k, wenn Sie einen Arbeitgeberzuschuss erhalten – nehmen Sie das kostenlose Geld mit. Danach bieten IRAs mehr Anlageoptionen und oft niedrigere Gebühren. Schöpfen Sie den Arbeitgeberzuschuss aus, erwägen Sie dann eine IRA ($7.500 in 2026), und kehren Sie dann zum 401k zurück.

Wie wird die Unverfallbarkeit des Arbeitgeberzuschusses berechnet?

Die Unverfallbarkeit bestimmt, wie viel vom Arbeitgeberzuschuss Sie bei einem Jobwechsel behalten. Gängige Modelle sind 3-Jahres-Cliff (0 % dann 100 %) oder 6-Jahres-Staffelung (20 % pro Jahr). Ihre eigenen Beiträge sind stets zu 100 % unverfallbar.

So nutzen Sie diesen 401k-Rechner aus deutscher Sicht

  1. Hinweis vorab: 401(k) ist ein US-Modell. In Deutschland sind die nächsten Entsprechungen die betriebliche Altersvorsorge (bAV) per Entgeltumwandlung, Riester-Rente, Rürup-Rente sowie der private ETF-Sparplan – die Logik des Rechners (Beitrag, Zuschuss, Rendite, Steuervorteil) lässt sich übertragen.
  2. Tragen Sie Ihr Bruttojahresgehalt ein, dann aktuelles Alter und Renteneintrittsalter (gesetzlich in der Regel 67). Der Rechner projiziert Jahr für Jahr zwischen den beiden Werten.
  3. Geben Sie Ihr aktuelles Vorsorgeguthaben an (bAV-Deckungskapital, Riester-Vertragswert oder ETF-Depotstand). Lassen Sie 0 stehen, wenn Sie neu starten.
  4. Setzen Sie Ihre Beitragsrate. Für bAV per Entgeltumwandlung sind Beiträge bis 8 % der Beitragsbemessungsgrenze West (2026 voraussichtlich rund 7.728 € jährlich) steuerfrei nach § 3 Nr. 63 EStG; davon sind 4 % auch sozialabgabenfrei.
  5. Erfassen Sie den Arbeitgeberzuschuss zur bAV. Seit 2022 sind 15 % des umgewandelten Beitrags Pflicht (§ 1a Abs. 1a BetrAVG), viele Tarifverträge bieten 20 %–30 %. Optional Rendite (z. B. 5 %), Gehaltswachstum (2 %–3 %) und Grenzsteuersatz (z. B. 30 %–42 %) eintragen und auf Berechnen klicken.

Beispiele

Einsteiger: bAV mit Pflichtzuschuss in der Industrie

Eine 28-jährige Industriemechanikerin aus Nordrhein-Westfalen verdient 48.000 € brutto und wandelt 4 % per Direktversicherung um. Der Arbeitgeber legt den tariflichen Pflichtzuschuss von 20 % obendrauf. Geplant ist Renteneintritt mit 67 bei 5 % Rendite und 2 % Gehaltswachstum.

ErgebnisEigenbeitrag im ersten Jahr 1.920 €, Arbeitgeberzuschuss 384 €, Steuer- und SV-Ersparnis grob 700 € pro Jahr. Endkapital mit 67 etwa 285.000 € nominal, das nach der 4-%-Regel rund 950 € monatlich liefert – steuerpflichtig im Ruhestand (nachgelagerte Besteuerung).

Der Rechner multipliziert das Jahresgehalt mit 4 % Eigenbeitrag und addiert 20 % Arbeitgeberzuschuss. Die Beiträge fließen steuer- und teilweise sozialabgabenfrei nach § 3 Nr. 63 EStG in die Direktversicherung. Das Kapital wächst jährlich mit 5 %, das Gehalt steigt um 2 %. Nach 39 Jahren dominiert der Zinseszins; rund 70 % des Endkapitals stammen aus Erträgen.

Mitte der Karriere: Riester plus ETF-Sparplan

Ein 42-jähriger Familienvater aus Bayern verdient 65.000 € brutto, hat zwei Kinder unter 18 und 35.000 € Riester-Guthaben angespart. Er zahlt den jährlichen Höchstbetrag von 2.100 € in den Riester-Vertrag (inkl. 175 € Grundzulage und 2 × 300 € Kinderzulage) und plant Rente mit 67.

ErgebnisEigenbeitrag rund 1.325 € jährlich, staatliche Zulagen 775 €, Sonderausgabenabzug bringt zusätzlich grob 290 € Steuerersparnis. Endkapital mit 67 etwa 132.000 € – nach Riester-Regeln zu 100 % verrentbar, lebenslang garantiert, aber im Ruhestand voll steuerpflichtig.

Riester begrenzt den geförderten Eigenbeitrag auf 4 % des Vorjahresbruttos minus Zulagen. Der Sonderausgabenabzug nach § 10a EStG prüft beim Steuerbescheid, ob Zulagen oder Steuervorteil günstiger sind. Bei 35 % Grenzsteuersatz ist hier der Zulagenvorteil leicht überlegen. Der Rechner setzt die garantierten Mindestrenditen niedriger an als bei freien ETF-Sparplänen – 4 % ist bereits optimistisch für klassische Versicherer.

Spätstarter: Rürup-Basisrente für Selbstständige

Eine 55-jährige selbstständige Architektin in Berlin verdient 95.000 € Gewinn vor Steuern und hat 80.000 € in einer Rürup-Police. Sie zahlt 12.000 € jährlich ein (gut die Hälfte des aktuellen Rürup-Höchstbeitrags von 29.343 € für Alleinstehende, 2026). Geplant ist Rentenbeginn mit 67 bei 4 % Rendite.

ErgebnisSonderausgabenabzug 2026 zu 100 % der Beiträge möglich, also 12.000 € × 42 % ≈ 5.040 € jährliche Steuerersparnis nach § 10 Abs. 1 Nr. 2 EStG. Endkapital mit 67 etwa 308.000 €, das in eine lebenslange Rente umgewandelt wird – im Ruhestand zu rund 100 % steuerpflichtig (Kohortenwert seit 2025/2026 nahezu voll).

Rürup ist nicht kapitalisierbar und nicht vererbbar im klassischen Sinn, dafür voll pfändungssicher und mit dem höchsten Steuerabzugsrahmen unter den deutschen Vorsorgeprodukten. Der Rechner unterstellt 4 % Rendite und 12 Jahre Laufzeit, was bei klassischen Tarifen optimistisch ist – ein Rürup-Fondssparplan kann real höher liegen, ist aber volatiler. Die Steuerersparnis subventioniert den Beitrag effektiv um 42 %, was den Nettoaufwand auf rund 6.960 € pro Jahr drückt.

So rechnet der Rechner

Der Rechner durchläuft eine Jahresschleife vom aktuellen Alter bis zum Renteneintrittsalter. Jedes Jahr gilt: C=S×rC = S \times r, wobei SS das aktuelle Gehalt und rr Ihre Beitragsrate ist. Im US-Original wird CC auf das IRS-Limit gedeckelt; für die deutsche Übertragung gilt das Limit der Förderung – 8 % der BBG-West bei bAV (§ 3 Nr. 63 EStG), 2.100 € bei Riester (§ 10a EStG) oder rund 29.343 € bei Rürup (§ 10 EStG, Stand 2026).

Der Arbeitgeberzuschuss wird als M=min(S×l,C)×mM = \min(S \times l, C) \times m berechnet, mit Zuschussgrenze ll und Zuschussquote mm. In Deutschland ersetzt der bAV-Pflichtzuschuss von 15 % des Umwandlungsbetrags (§ 1a Abs. 1a BetrAVG) die US-Match-Logik; viele Tarifverträge gehen darüber hinaus.

Nach Summierung von Eigenbeitrag und Zuschuss wird das laufende Guthaben mit (1+rRendite)(1+r_{Rendite}) verzinst. Drei Größen werden separat geführt: Ihre Beiträge, Arbeitgeberbeiträge und das Wertwachstum. Über lange Laufzeiten dominiert das Wachstum – nach 30+ Jahren stammen typischerweise zwei Drittel des Endkapitals aus Erträgen, nicht aus Einzahlungen.

Zwei Nebenrechnungen runden das Ergebnis ab: Die jährliche Steuerersparnis schätzt der Rechner als Ersparnis=C×t\text{Ersparnis} = C \times t, wobei tt Ihr Grenzsteuersatz ist – das ist eine Annäherung an den Vorteil aus Vor-Steuer-Beiträgen (Traditional/bAV/Rürup) und ignoriert die nachgelagerte Besteuerung im Ruhestand. Das monatliche Renteneinkommen folgt der 4-%-Faustregel: (Endkapital×0,04)÷12(\text{Endkapital} \times 0{,}04) \div 12. In Deutschland ist diese Regel weniger verbreitet als in den USA, taugt aber als grobe Schätzung für ETF-Entnahmepläne.

Wann dieser Rechner sinnvoll ist

  • bAV per Entgeltumwandlung kalkulieren. Vergleichen Sie 2 %, 4 % und 8 % Entgeltumwandlung, um zu sehen, wie der steuer- und sozialabgabenfreie Teil nach § 3 Nr. 63 EStG das Endkapital verändert. Berücksichtigen Sie den Pflichtzuschuss des Arbeitgebers von 15 % seit 2022.
  • Riester-Förderung prüfen. Setzen Sie den Eigenbeitrag auf 4 % des Vorjahresbruttos und tragen Sie die Zulagen (175 € Grundzulage, 300 € pro Kind ab 2008) als Arbeitgeberzuschuss-Äquivalent ein. So zeigen Sie den Förderhebel transparent.
  • Rürup für Selbstständige modellieren. Selbstständige ohne Pflichtversicherung können Rürup-Beiträge bis zum Höchstbetrag (2026: 29.343 € Ledige, 58.686 € Verheiratete) zu 100 % als Sonderausgabe absetzen. Der Rechner zeigt den Effekt des hohen Steuerabzugs auf das Nettokapital.
  • Private ETF-Vorsorge als Alternative. Wenn Sie auf staatliche Förderung verzichten, modellieren Sie einen freien ETF-Sparplan mit 6 %–7 % Rendite. Beachten Sie die Abgeltungsteuer (25 % plus Soli, plus ggf. Kirchensteuer) und den Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € pro Person und Jahr.
  • Job- oder Tarifwechsel bewerten. Vergleichen Sie zwei Angebote, indem Sie die Zuschussformeln (z. B. Tarifvertrag IG Metall vs. Chemie) gegenüberstellen. Der Unterschied über 30 Jahre liegt oft im fünfstelligen Bereich.
  • Versorgungslücke checken. Ziehen Sie die Schätzung der gesetzlichen Rente aus Ihrer jährlichen Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung ab und prüfen Sie, ob bAV plus Privatvorsorge die Lücke schließen. Faustregel: 80 % des Nettoeinkommens werden im Alter benötigt.

Häufige Fehler

  • Fehler401(k) und deutsche Vorsorge verwechseln.
    LösungEs gibt in Deutschland kein direktes 401(k)-Äquivalent. Übertragen Sie die Logik des Rechners auf bAV, Riester, Rürup oder freien ETF-Sparplan – beachten Sie die jeweiligen Förder- und Besteuerungsregeln.
  • FehlerDen bAV-Pflichtzuschuss von 15 % vergessen.
    LösungSeit 1. Januar 2022 müssen Arbeitgeber bei jeder neuen Entgeltumwandlung 15 % als Zuschuss leisten (§ 1a Abs. 1a BetrAVG), sofern sie Sozialversicherungsbeiträge einsparen. Für Altverträge gilt dies seit 2022 ebenfalls. Tragen Sie diesen Wert mindestens ein.
  • FehlerZu optimistische Rendite ansetzen.
    LösungKlassische Versicherungstarife (bAV, Riester, Rürup) liefern aktuell oft nur 1 %–3 % nach Kosten. ETF-Tarife kommen historisch auf 5 %–7 % vor Steuern. 10 %+ sind unrealistisch – nutzen Sie 4 % konservativ und 6 % als optimistisches Szenario.
  • FehlerDie nachgelagerte Besteuerung ignorieren.
    LösungBeiträge zu bAV und Rürup sind heute steuerfrei oder absetzbar, dafür wird die Auszahlung im Alter voll versteuert – bei Riester und Rürup zu 100 % als sonstige Einkünfte. Die Steuerersparnis ist also zeitlich verschoben, nicht endgültig. Planen Sie den persönlichen Steuersatz im Ruhestand ein.
  • FehlerSozialabgaben in der Auszahlungsphase übersehen.
    LösungAuf bAV-Auszahlungen werden in der gesetzlichen Krankenversicherung der Rentner (KVdR) Beiträge fällig, oberhalb des Freibetrags (2026 voraussichtlich 187,25 € pro Monat). Das kann die Nettorendite spürbar reduzieren – Riester und Rürup sind hier günstiger gestellt.
  • FehlerRiester-Förderung nicht voll ausschöpfen.
    LösungUm die volle Zulage zu erhalten, müssen Sie 4 % des Vorjahresbruttoeinkommens (maximal 2.100 € inkl. Zulagen) einzahlen. Wer weniger einzahlt, bekommt anteilig gekürzte Zulagen. Bei Niedrigverdienern ohne Steuervorteil sind die Zulagen oft die einzige Förderung.
  • FehlerInflation vergessen.
    LösungDas angezeigte Endkapital ist nominal, nicht real. Bei 2 % Inflation über 30 Jahre verliert 1 € Kaufkraft etwa die Hälfte. Ziehen Sie für eine kaufkraftbereinigte Sicht 2 % von der erwarteten Rendite ab (z. B. 5 % nominal → 3 % real).

Häufig gestellte Fragen

Gibt es in Deutschland überhaupt ein 401(k)?

Nein, das 401(k) ist ein US-spezifisches Arbeitgebermodell, das in dieser Form in Deutschland nicht existiert. Die funktional nächsten Entsprechungen sind die betriebliche Altersvorsorge (bAV) per Entgeltumwandlung sowie privat geförderte Verträge wie Riester und Rürup. Wer rein renditeorientiert vorsorgen möchte, nutzt ergänzend einen freien ETF-Sparplan ohne staatliche Förderung.

Welche bAV-Durchführungswege gibt es?

Das Betriebsrentengesetz (BetrAVG) kennt fünf Wege: Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds, Unterstützungskasse und Direktzusage. Direktversicherung und Pensionskasse sind in mittelständischen Betrieben am häufigsten; Pensionsfonds erlauben höhere Aktienquoten und damit potenziell höhere Renditen. Welche Form Ihr Arbeitgeber anbietet, regeln Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder Einzelvertrag.

Wie hoch ist der bAV-Pflichtzuschuss des Arbeitgebers?

Seit 1. Januar 2022 muss der Arbeitgeber bei jeder Entgeltumwandlung mindestens 15 % des umgewandelten Beitrags als Zuschuss leisten (§ 1a Abs. 1a BetrAVG), sofern er Sozialversicherungsbeiträge einspart. Viele Tarifverträge sehen 20 %–30 % vor. Der Zuschuss ist zusätzlich zum eigenen Beitrag und reduziert den Nettoaufwand spürbar.

Wie wirkt sich Entgeltumwandlung steuerlich aus?

Beiträge bis 8 % der Beitragsbemessungsgrenze West (2026 voraussichtlich rund 7.728 € jährlich) sind nach § 3 Nr. 63 EStG steuerfrei; bis 4 % der BBG sind sie zusätzlich sozialabgabenfrei. Das senkt das zu versteuernde Einkommen und gleichzeitig die Beiträge zu Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. In der Auszahlungsphase ist die Rente jedoch voll steuer- und teilweise KV-/PV-pflichtig (nachgelagerte Besteuerung).

Wer profitiert am meisten von Riester?

Riester lohnt sich vor allem für Geringverdiener mit Kindern und für Pflichtversicherte in der gesetzlichen Rentenversicherung. Mit 175 € Grundzulage plus 300 € pro Kind (ab Geburtsjahr 2008) kann die Förderquote bei niedrigen Eigenbeiträgen über 50 % liegen. Bei kinderlosen Spitzenverdienern überwiegt meist der Sonderausgabenabzug nach § 10a EStG bis maximal 2.100 € jährlich.

Für wen ist die Rürup-Rente sinnvoll?

Rürup richtet sich primär an Selbstständige, Freiberufler und Gutverdiener ohne Zugang zur gesetzlichen Rentenversicherung oder bAV. Beiträge sind seit 2023 zu 100 % als Sonderausgabe absetzbar (bis 29.343 € Ledige bzw. 58.686 € Verheiratete in 2026 nach § 10 EStG). Im Gegenzug ist Rürup nicht kapitalisierbar, nicht vererbbar im Ansparzeitraum und wird in der Auszahlungsphase voll besteuert.

Wie wird die Auszahlung im Ruhestand besteuert?

bAV-Renten werden voll mit dem persönlichen Steuersatz versteuert. Riester- und Rürup-Renten sind 2026 ebenfalls zu nahezu 100 % steuerpflichtig (Rentenkohorten-Anpassung). Auf bAV-Leistungen werden zudem Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung der Rentner fällig, oberhalb eines Freibetrags von voraussichtlich 187,25 € monatlich (2026). Der persönliche Grenzsteuersatz im Alter ist oft niedriger als im Berufsleben, was den Steuervorteil teilweise erhält.

Welche Rolle spielt die Beitragsbemessungsgrenze (BBG)?

Die BBG (2026 voraussichtlich West rund 96.600 € jährlich, Ost rund 96.600 € durch Angleichung) ist die Obergrenze für Beiträge zur gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung. Für die bAV-Förderung nach § 3 Nr. 63 EStG sind 8 % dieser BBG das jährliche Steuerfrei-Limit. Wer darüber hinaus per Entgeltumwandlung spart, kann das tun, verliert aber die volle Steuerbefreiung.

Wie hoch sollte ich privat zusätzlich vorsorgen?

Die gesetzliche Rente liegt aktuell bei etwa 48 % des Durchschnittsbruttoentgelts (Nettorente vor Steuern). Im Ruhestand werden grob 80 % des letzten Nettoeinkommens benötigt. Die Versorgungslücke beträgt typischerweise 20 %–40 % des Bruttoeinkommens und sollte über bAV, Riester, Rürup oder ETF geschlossen werden. Faustregel: 10 %–15 % des Bruttoeinkommens zusätzlich zur gesetzlichen Rente.

Lohnt sich ein ETF-Sparplan im Vergleich zu geförderten Produkten?

Ein freier ETF-Sparplan bietet hohe Flexibilität, niedrige Kosten (oft 0,1 %–0,2 % p. a.) und potenziell höhere Renditen als klassische Versicherungstarife. Dem gegenüber stehen Abgeltungsteuer (25 % plus Soli, plus ggf. Kirchensteuer) auf Erträge und der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € pro Person und Jahr. Bei langen Anlagehorizonten und hoher Aktienquote schlägt der ETF-Sparplan klassische bAV/Riester-Verträge oft trotz fehlender Förderung.

Was ist die 4-%-Regel und gilt sie auch in Deutschland?

Die Regel stammt aus der US-Trinity-Studie und besagt, dass eine Entnahme von 4 % des Anlagekapitals im ersten Ruhestandsjahr (inflationsangepasst in Folgejahren) historisch mit hoher Wahrscheinlichkeit 30 Jahre durchhält. Sie funktioniert grundsätzlich auch in Deutschland, sollte aber wegen niedrigerer realer Anleihenrenditen und höherer Inflation auf 3,0 %–3,5 % konservativ angepasst werden. Sie ist eine Planungsorientierung, kein Garantieversprechen.

Wann sollte ich mit der Altersvorsorge beginnen?

So früh wie möglich – idealerweise mit dem ersten Gehalt nach Berufseintritt. Wer mit 25 statt mit 35 startet, hat bei gleichem Monatsbeitrag und 5 % Rendite oft das doppelte Endkapital. Auch kleine Beträge von 50 €–100 € monatlich sind ein sinnvoller Einstieg, weil der Zinseszinseffekt linear mit der Laufzeit, aber exponentiell mit der Zeit wirkt.

Quellen

Methodik

Der Rechner projiziert das Vorsorgekapital Jahr für Jahr vom aktuellen Alter bis zum Renteneintrittsalter. Eigenbeiträge werden als Gehalt × Beitragsrate berechnet, der Arbeitgeberzuschuss nach der Formel min(Gehalt × Zuschussgrenze, Eigenbeitrag) × Zuschussquote – in Deutschland mindestens 15 % der Entgeltumwandlung gemäß § 1a Abs. 1a BetrAVG. Das laufende Guthaben wird jährlich mit der erwarteten Rendite verzinst. Die Steuerersparnis wird als Eigenbeitrag × Grenzsteuersatz angenähert; die nachgelagerte Besteuerung im Ruhestand ist nicht enthalten. Das monatliche Renteneinkommen folgt der 4-%-Faustregel. Beträge sind nominal, nicht inflationsbereinigt.

Profi-Tipps

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