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Haushaltsrechner

Planen Sie Ihr monatliches Budget, indem Sie Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellen. Sehen Sie genau, wohin Ihr Geld fließt, und finden Sie Sparmöglichkeiten.

Budget-Formel

Monatliches Saldo
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Sparquote
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💵 Monatliche Einnahmen

Total Income: $0

💸 Monatliche Ausgaben

Total Expenses: $0

Warum ein Haushaltsplan?

Ein Haushaltsplan ist Ihr finanzieller Fahrplan – er gibt Ihrem Geld eine Richtung, statt sich am Monatsende zu fragen, wo es geblieben ist. Selbst Gutverdiener können ohne Budget in finanzielle Schwierigkeiten geraten, während disziplinierte Sparer mit bescheidenem Einkommen Vermögen aufbauen.

Unser Haushaltsrechner zeigt Ihnen das vollständige Bild: wie viel hereinkommt, wohin es fließt und wie viel Sie sparen können. Dieses Bewusstsein ist der erste Schritt zu finanzieller Kontrolle.

📊

Das große Ganze sehen

Einnahmen und Ausgaben auf einen Blick visualisieren.

🎯

Kostenfallen aufdecken

Erkennen, wo Ausgaben gesenkt werden können.

💰

Ersparnisse aufbauen

Sicherstellen, dass Sie für Ihre Ziele sparen.

😌

Stress abbauen

Gewissheit haben, dass Sie Ihre Rechnungen bezahlen können.

Die 50/30/20-Regel

Ein verbreitetes Budgetierungskonzept teilt das Nettoeinkommen in drei Kategorien auf. Obwohl es nicht für jeden passt, ist es ein solider Ausgangspunkt.

🏠

50 % – Bedürfnisse

Notwendige Ausgaben: Wohnen, Nebenkosten, Lebensmittel, Transport, Versicherung, Mindestschuldentilgung. Übersteigen die Bedürfnisse 50 %, sollten Sie Wohn- oder Transportkosten senken.

🎬

30 % – Wünsche

Nicht notwendige Ausgaben: Restaurants, Unterhaltung, Hobbys, Abonnements, Einkäufe. Hier wird bei Bedarf zuerst gespart.

💰

20 % – Sparen & Schulden

Sparziele, Investitionen und zusätzliche Schuldentilgung über die Mindestbeträge hinaus. Priorität: Notfallfonds, dann hochverzinsliche Schulden, dann Altersvorsorge.

⚙️

Bei Bedarf anpassen

In Hochkostenregionen können 60 % für Bedürfnisse nötig sein. Berufseinsteiger mit Studienkrediten brauchen möglicherweise 25 % für Schulden. Entscheidend ist die bewusste Planung, nicht starre Prozentzahlen.

Empfohlene Budget-Prozentsätze

Diese Richtwerte zeigen typische Ausgaben als Anteil am Einkommen. Vergleichen Sie Ihre Zahlen, um Bereiche zu erkennen, die aus dem Gleichgewicht geraten sind.

KategorieEmpfohlen %Maximum %Hinweise
Wohnen 25–30 % 35 % Miete/Hypothek + Versicherung + Steuern
Transport 10–15 % 20 % Auto, Kraftstoff, Versicherung, Wartung
Ernährung 10–15 % 15 % Lebensmittel + Gastronomie
Nebenkosten 5–10 % 10 % Strom, Gas, Wasser, Telefon, Internet
Gesundheit 5–10 % 10 % Versicherung + Zuzahlungen
Ersparnisse 10–20 % Mehr ist besser
Schuldentilgung 5–15 % 20 % Ohne Hypothek
Unterhaltung 5–10 % 10 % Abonnements, Hobbys, Freizeit

Häufige Budgetierungsfehler

Vermeiden Sie diese Fallstricke, die selbst gut gemeinte Haushaltsplanungen zum Scheitern bringen.

Unregelmäßige Ausgaben vergessen

Jahresversicherungen, KFZ-Zulassung, Weihnachtsgeschenke, Hausreparaturen. Teilen Sie Jahreskosten durch 12 und sparen Sie monatlich. Wer diese vergisst, sprengt sein Budget.

Zu streng budgetieren

Ein Budget ohne Freizeitgeld scheitert. Sie werden es umgehen und aufgeben. Planen Sie angemessene Unterhaltungsausgaben ein, um konsequent zu bleiben.

Ausgaben nicht verfolgen

Ein Budget nützt nichts, wenn Sie es nicht mit den tatsächlichen Ausgaben vergleichen. Überprüfen Sie es wöchentlich. Kleine tägliche Ausgaben summieren sich schneller, als Sie denken.

Einkommensschwankungen ignorieren

Bei variablem Einkommen (Freelance, Provision) budgetieren Sie auf Basis Ihrer einkommensschwächsten Monate. Mehreinkommen fließt direkt in die Ersparnisse.

Budgetierungsmethoden

Verschiedene Budgetierungsansätze eignen sich für verschiedene Persönlichkeitstypen. Finden Sie die Methode, die zu Ihnen passt.

📝

Zero-Based-Budget

Jeder Euro hat eine Aufgabe. Einnahmen minus Ausgaben ergibt null (wobei 'Ausgaben' auch Ersparnisse umfassen). Detailliert und wirksam, aber zeitaufwendig.

✉️

Umschlagmethode

Bargeld in physischen oder digitalen 'Umschlägen' für jede Kategorie. Ist ein Umschlag leer, wird nicht mehr ausgegeben. Ideal für Vielausgeber.

🎯

Zuerst sich selbst bezahlen

Automatisch einen festgelegten Prozentsatz sparen, sobald das Gehalt eingeht, und den Rest nach Belieben ausgeben. Einfach, erfordert aber Disziplin bei den Ausgaben.

📊

50/30/20

Breite Kategorien (Bedürfnisse/Wünsche/Sparen) ohne detaillierte Erfassung. Gut geeignet für diejenigen, die detaillierte Budgets als überwältigend empfinden.

Ausgaben senken

Wenn Ausgaben die Einnahmen übersteigen, beginnen Sie mit diesen wirkungsvollen Bereichen, bei denen Einsparungen am effektivsten sind.

🏠

Wohnen

Größte Ausgabe, größtes Sparpotenzial. Erwägen Sie Mitbewohner, kleinere Wohnungen oder Umzug. Eine Umschuldung kann bei Hypotheken monatlich mehrere Hundert Euro sparen.

🚗

Transport

Autokredit, Versicherung und Kraftstoff summieren sich schnell. Ein-Auto-Haushalte sparen 500 € oder mehr pro Monat. ÖPNV oder Fahrrad spart noch mehr.

🍔

Ernährung

Essen gehen kostet 3–5 Mal mehr als selbst kochen. Mahlzeitenplanung und Einkaufslisten verhindern Impulskäufe. Bringen Sie das Mittagessen von zu Hause mit.

📱

Abonnements

Überprüfen Sie alle Abonnements – viele werden kaum genutzt. Streaming, Fitnessstudios, Apps, Boxen. Kündigen Sie, was Sie nicht aktiv verwenden.

📞

Rechnungen verhandeln

Rufen Sie Versicherungen, Internet- und Telefonanbieter jährlich an. Die Androhung einer Kündigung ermöglicht oft Rabatte für Bestandskunden.

Nebenkosten

Smarte Thermostate, LED-Leuchtmittel und effiziente Geräte senken die Rechnungen. Auch einfache Gewohnheiten wie kürzere Duschen helfen.

Häufig gestellte Fragen

Soll ich mit Brutto- oder Nettoeinkommen budgetieren?

Verwenden Sie das Nettoeinkommen – das ist der Betrag, der tatsächlich auf Ihrem Konto eingeht. Wenn Sie Vorauszahlungen haben (betriebliche Altersvorsorge, Krankenversicherung), können Sie diese bei Verwendung des Bruttoeinkommens als 'Ausgaben' erfassen, aber Netto ist einfacher und intuitiver.

Wie gehe ich mit variablem Einkommen um?

Budgetieren Sie auf Basis Ihres einkommensschwächsten typischen Monats. In einkommensstärkeren Monaten transferieren Sie den Überschuss sofort auf ein Sparkonto. Manche nutzen ein 'Pufferkonto' – alle Einnahmen dort einzahlen und sich selbst ein gleichbleibendes monatliches 'Gehalt' überweisen.

Was tun, wenn ich mein Budget nicht ausgleichen kann?

Übersteigen die Ausgaben die Einnahmen, müssen Sie entweder die Einnahmen erhöhen oder die Ausgaben senken – es gibt keine andere Möglichkeit. Beginnen Sie mit der Kürzung freiwilliger Ausgaben (Gastronomie, Abonnements). Reicht das nicht, prüfen Sie größere Veränderungen: Wohnen, Transport oder zusätzliche Einnahmen.

Wie hoch sollte meine Notfallrücklage sein?

Die gängige Empfehlung lautet 3–6 Monatsnettoeinkommen für wesentliche Ausgaben. Bei unsicherem Einkommen oder einem Einverdienerhaushalt sollten Sie 6–12 Monate anstreben. Beginnen Sie mit einem kleinen Notfallfonds von 1.000 €, und bauen Sie ihn schrittweise auf.

Soll ich zuerst Schulden tilgen oder sparen?

Beides. Legen Sie zunächst eine kleine Notfallrücklage (1.000 €) an, und tilgen Sie dann hochverzinsliche Schulden (über 7 %). Sobald diese abbezahlt sind, bauen Sie den vollständigen Notfallfonds auf und investieren gleichzeitig für die Altersvorsorge. Niedrigverzinsliche Schulden (unter 5 %) können warten.

Wie oft soll ich mein Budget aktualisieren?

Überprüfen Sie Ausgaben wöchentlich und passen Sie das Budget monatlich an. Größere Lebensveränderungen (neuer Job, Umzug, Nachwuchs) erfordern eine sofortige Überarbeitung. Jährliche Überprüfungen helfen, Lifestyle-Inflation und veränderte Prioritäten zu berücksichtigen.

So nutzen Sie diesen Haushaltsrechner

  1. Tragen Sie unter Monatliche Einnahmen bei Gehalt/Lohn Ihr Nettoeinkommen ein (nach Lohnsteuer, Soli und Sozialabgaben), und ergänzen Sie ggf. Nebeneinkommen, Kapitalerträge und sonstige Einnahmen.
  2. Erfassen Sie unter Monatliche Ausgaben alle Fixkosten: Wohnen (Warmmiete oder Hypothek), Nebenkosten, Transport, Gesundheit (gesetzliche oder private Krankenversicherung), Versicherungen, Schuldentilgung und Abonnements.
  3. Tragen Sie variable Kosten ein: Lebensmittel, Gastronomie, Unterhaltung und Körperpflege. Schätzen Sie diese anhand der letzten 60–90 Tage Ihrer Konto- und Kartenauszüge, damit die Werte realistisch sind.
  4. Setzen Sie Ihr Sparziel in die Kategorie Ersparnisse – das Prinzip „Zuerst sich selbst bezahlen“ funktioniert am besten, wenn Sparen wie eine Fixausgabe behandelt wird, nicht wie ein Rest.
  5. Klicken Sie auf Budget berechnen, um Ihren monatlichen Überschuss oder Defizit, Ihre Sparquote sowie eine sortierte Aufteilung zu sehen, die den Anteil jeder Kategorie an Ausgaben und Einkommen anzeigt.

Beispiele

Grundlagen: Single in Berlin nach der 50/30/20-Regel

Eine Single-Angestellte in Berlin mit 2.800 € Nettogehalt im Monat will prüfen, ob ihre Aufteilung der 50/30/20-Regel folgt und genug für Altersvorsorge übrig bleibt.

ErgebnisGesamteinnahmen 2.800,00 €. Gesamtausgaben 2.433,00 €. Monatlicher Überschuss 367,00 €. Sparquote 13,1 %. Zusammen mit der Position Ersparnisse von 500,00 € werden insgesamt 867,00 € beiseitegelegt – das sind 31 % des Einkommens, deutlich über dem 20-%-Ziel.

Bedarfe (Wohnen + Nebenkosten + Transport mit Deutschlandticket + Lebensmittel + Versicherungen) liegen bei 1.438,00 €, also 51 % – fast genau auf der 50-%-Marke. Wünsche (Gastronomie + Unterhaltung + Abonnements + Körperpflege) summieren sich auf 495,00 € bzw. 18 %, deutlich unter dem 30-%-Limit. Sparen + Überschuss zusammen ergeben 31 % – ein gesundes Polster, das den Aufbau eines Notgroschens und Einzahlungen in ETF-Sparplan oder Riester ermöglicht.

Aufgebaut: Familie mit 2 Kindern in München

Eine vierköpfige Familie in München mit 4.800 € Haushaltsnetto stemmt Kita-Beiträge, eine ETW-Finanzierung und die typischen Münchner Lebenshaltungskosten.

ErgebnisGesamteinnahmen 4.800,00 €. Gesamtausgaben 4.720,00 €. Monatlicher Überschuss 80,00 €. Sparquote 1,7 %. Inklusive der 400,00 € auf der Sparen-Position werden 480,00 € beiseitegelegt – rund 10 % des Einkommens und damit unter dem 20-%-Ziel.

Die Wohnkosten machen 34 % des Einkommens aus – am oberen Rand der Empfehlung, in München aber realistisch. Die Position Sonstige Ausgaben von 280,00 € deckt Kita-Beiträge und unregelmäßige Kinderkosten ab, die sich keiner sauberen Kategorie zuordnen lassen. Weil der Rechner die Aufteilung nach Höhe sortiert, stehen Wohnen, Lebensmittel und Transport ganz oben – genau dort kann die Familie ansetzen, etwa durch günstigere Lebensmitteleinkäufe (Discounter statt Vollsortimenter spart oft 100–150 €/Monat), um die Sparquote in Richtung 15 % zu schieben.

Sonderfall: Rentnerhaushalt mit knapper Bilanz

Ein Rentner-Ehepaar in Sachsen lebt von 1.950 € gesetzlicher Rente und 120 € Kapitalerträgen aus einem kleinen Depot. Die Frage: Reicht das Budget am Monatsende noch für ungeplante Ausgaben?

ErgebnisGesamteinnahmen 2.070,00 €. Gesamtausgaben 2.045,00 €. Monatlicher Überschuss 25,00 €. Sparquote 1,2 %. Das Ergebnisfeld wird grün, zeigt aber, dass kaum Spielraum für unerwartete Kosten besteht.

Mit 35 % Wohnanteil bewegt sich das Paar am Rand der Empfehlung – im Bestand und für Rentner aber typisch. Die Position Sonstige Ausgaben von 130,00 € puffert Apothekenzuzahlungen, Reparaturen und Geschenke ab. Weil der Überschuss nur 25,00 € beträgt, sollten unregelmäßige Jahreskosten (KFZ-Versicherung, Schornsteinfeger, Gartenpflege) durch 12 geteilt und monatlich zurückgelegt werden, sonst rutscht das Budget in den Monaten der Rechnung ins Defizit. Eine Überprüfung der Stromtarife und Versicherungen (Verbraucherzentrale, Finanztip) bringt erfahrungsgemäß 15–40 €/Monat zusätzlich.

So funktioniert der Rechner

Der Rechner erledigt zwei Aufgaben. Zuerst summiert er alle Werte im Block Monatliche Einnahmen (Gehalt/Lohn, Nebeneinkommen, Kapitalerträge, Sonstige Einnahmen) zu Gesamteinnahmen und alle Werte im Block Monatliche Ausgaben (Wohnen bis Sonstige Ausgaben) zu Gesamtausgaben. Leere Felder werden als Null behandelt – Sie tragen also nur ein, was bei Ihnen tatsächlich anfällt.

Anschließend wendet er zwei einfache Formeln an: Monatliches Saldo = Gesamteinnahmen − Gesamtausgaben. Ein positives Ergebnis ist ein Überschuss, ein negatives ein Defizit. Die Sparquote ergibt sich als Saldo geteilt durch Einnahmen, ausgedrückt in Prozent. Eine positive Sparquote bedeutet, dass Sie über die in der Kategorie Ersparnisse erfassten Beträge hinaus zusätzlich Geld zur Seite legen; eine negative Quote heißt, dass Sie monatlich Substanz oder Reserven aufbrauchen.

Nach der Berechnung sortiert die Seite die Ausgabenkategorien von der größten zur kleinsten und zeigt für jede zwei Prozentwerte: Anteil an den Gesamtausgaben und Anteil am Gesamteinkommen. So lässt sich die tatsächliche Aufteilung leicht mit Richtwerten wie der 50/30/20-Regel und der Tabelle der empfohlenen Budget-Prozentsätze auf dieser Seite vergleichen.

Die Beträge werden im Format 1.234,56 € dargestellt – mit Punkt als Tausendertrennzeichen und Komma als Dezimaltrennzeichen, wie in Deutschland üblich. Die zugrunde liegende Rechnung ist sprachunabhängig identisch.

Wann dieser Rechner sinnvoll ist

  • Den ersten Haushaltsplan aufstellen. Nutzen Sie den Rechner wie einen geführten Erfassungsbogen. Die Kategorienamen erinnern Sie an jeden wiederkehrenden Posten – deutlich seltener vergisst man so etwas als bei einer leeren Excel-Tabelle.
  • Jobwechsel oder Gehaltsänderung durchrechnen. Bevor Sie eine neue Stelle annehmen, in eine teurere Stadt ziehen oder selbständig werden, geben Sie das neue Netto und die erwarteten Kostenverschiebungen ein, um zu prüfen, ob die Rechnung weiter aufgeht.
  • Ein Defizit diagnostizieren. Wenn das Girokonto Monat für Monat schrumpft, tragen Sie die tatsächlichen Ausgaben der letzten 30 Tage ein. Die sortierte Aufteilung zeigt die größten Posten und damit die Hebel, bei denen Kürzungen wirklich wirken.
  • Sparziel festlegen. Behandeln Sie Ersparnisse als Fixkosten, erhöhen Sie den Wert, bis die gewünschte Sparquote (z. B. 15 % oder 20 %) erreicht ist, und passen Sie dann andere Kategorien an, bis das Budget ausgeglichen ist. So funktioniert „Zuerst sich selbst bezahlen“ in der Praxis.
  • Budgetkonzepte vergleichen. Geben Sie dieselben Zahlen ein und gleichen Sie die Anteile mit der 50/30/20-Regel sowie der Tabelle der empfohlenen Prozentsätze ab, um zu sehen, ob Ihre Mischung eher bedarfslastig, wunschlastig oder ausgewogen ist.

Häufige Fehler

  • FehlerMit dem Bruttoeinkommen statt dem Nettoeinkommen rechnen.
    LösungTragen Sie unter Gehalt/Lohn den Betrag ein, der nach Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer und Sozialversicherung tatsächlich auf dem Konto landet. Das Brutto überzeichnet das verfügbare Einkommen je nach Steuerklasse um 35–45 %.
  • FehlerUnregelmäßige und jährliche Ausgaben vergessen.
    LösungTeilen Sie Posten wie KFZ-Versicherung und -Steuer, Weihnachtsgeschenke, Schornsteinfeger, Rundfunkbeitrag und Reparaturen durch 12 und verteilen Sie sie auf die passenden Monatskategorien. Diese Posten kippen ein Budget, sobald sie ungeplant fällig werden.
  • FehlerSchätzen statt echte Zahlen nutzen.
    LösungÖffnen Sie die letzten 60–90 Tage Ihrer Giro-, Kreditkarten- und PayPal-Auszüge, bevor Sie variable Kategorien wie Lebensmittel, Gastronomie und Abonnements ausfüllen. Variable Ausgaben werden konstant um 20 % oder mehr unterschätzt.
  • FehlerErsparnisse leer lassen, weil sich der Überschuss „wie Sparen anfühlt“.
    LösungTragen Sie Ihr Sparziel in die Kategorie Ersparnisse ein, damit es wie eine Fixausgabe behandelt wird. Ein nicht weggebuchter Überschuss bleibt auf dem Giro – und wird erfahrungsgemäß bis Monatsende ausgegeben. Ein Dauerauftrag aufs Tagesgeld am Monatsanfang löst das Problem.
  • FehlerSchuldentilgung doppelt erfassen.
    LösungErfassen Sie entweder die gesamte Rate unter Schuldentilgung, oder verteilen Sie den Mindestbetrag auf die Bedarfs-Kategorien und die Sondertilgung auf Ersparnisse. Geben Sie dieselbe Rate niemals zweimal ein.
  • FehlerEinen guten Monat als neuen Normalfall ansetzen.
    LösungBei schwankendem Einkommen (Freelance, Provision, Trinkgeld) budgetieren Sie auf Basis eines typischen schwachen Monats. Was in starken Monaten zusätzlich reinkommt, fließt direkt in die Rücklage – und nicht in Lifestyle-Inflation.

Häufig gestellte Fragen

Was ist die 50/30/20-Regel?

Die 50/30/20-Regel ist ein Einstiegsrahmen, der das Nettoeinkommen in 50 % Bedarfe (Wohnen, Nebenkosten, Lebensmittel, Transport, Versicherungen, Mindestschuldentilgung), 30 % Wünsche (Gastronomie, Unterhaltung, Abonnements, Hobbys) und 20 % Sparen + zusätzliche Tilgung aufteilt. Sie ist beliebt, weil sie einfach und flexibel ist – in teuren Städten wie München, Hamburg oder Frankfurt liegen viele eher bei 60/20/20.

Soll ich mit Brutto- oder Nettoeinkommen budgetieren?

Verwenden Sie das Nettoeinkommen – also den Betrag, der nach Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer und Sozialabgaben tatsächlich auf dem Konto eingeht. Wenn Sie mit Brutto rechnen, müssen Sie Steuern und Sozialversicherung als Ausgaben erfassen, was die Sache nur unnötig kompliziert.

Wie passe ich die 50/30/20-Regel an deutsche Lohnverhältnisse an?

Das mediane Nettoäquivalenzeinkommen liegt in Deutschland laut Destatis bei rund 2.350 €/Monat – darunter sind 50 % für Bedarfe in Großstädten kaum zu halten. Praktikabler ist eine Aufteilung in Bedarfe/Wünsche/Sparen+Tilgen, die regional angepasst wird: in München oder Frankfurt häufig 60/20/20, in Leipzig oder Dortmund eher 45/30/25. Entscheidend ist nicht der genaue Prozentsatz, sondern dass Sie das Sparen nicht auf den Rest reduzieren.

Was ist ein Zero-Based-Budget?

Beim Zero-Based-Budget bekommt jeder Euro Einnahmen eine konkrete Aufgabe – Bedarfe, Wünsche, Sparen, Tilgung – bis Einkommen minus aller Zuweisungen null ergibt. Das ist detaillierter als die 50/30/20-Regel und eignet sich besonders, wenn Sie Schulden tilgen oder gezielt für ein großes Ziel (Eigenheim, Eigenkapital) sparen.

Wie gehe ich mit variablem Einkommen um?

Budgetieren Sie auf Basis Ihres einkommensschwächsten typischen Monats. In besseren Monaten transferieren Sie den Überschuss direkt auf ein Tagesgeldkonto. Bewährt hat sich ein „Pufferkonto“: Alle Einnahmen landen dort, und Sie zahlen sich monatlich ein gleichbleibendes Gehalt aufs Girokonto aus – so wird unregelmäßiges Einkommen planbar.

Wie viel sollte ich monatlich sparen?

Streben Sie mindestens 15–20 % des Nettoeinkommens an, wenn Ihr Lebensstandard das zulässt. Geht das aktuell nicht, beginnen Sie mit jedem Betrag über 0 % und steigern Sie die Quote alle paar Monate um einen Prozentpunkt. Selbst 5 % sind besser als nichts – Stiftung Warentest und Finanztip zeigen, dass die Gewohnheit am Anfang wichtiger ist als die Höhe.

Was tun, wenn das Budget nicht aufgeht?

Übersteigen die Ausgaben die Einnahmen, gibt es nur zwei Hebel: Einnahmen erhöhen oder Ausgaben senken. Beginnen Sie mit den Wünschen (Gastronomie, Abonnements). Reicht das nicht, prüfen Sie die großen Posten Wohnen und Transport. Bei strukturellen Schulden hilft die Schuldnerberatung der Verbraucherzentrale (kostenlos oder gegen geringes Entgelt).

Wie hoch sollte meine Notfallrücklage sein?

Die gängige Empfehlung der Verbraucherzentralen und von Finanztip sind 3–6 Monatsnettoeinkommen als Notgroschen, geparkt auf einem Tagesgeldkonto. Bei selbständiger Tätigkeit oder Einverdiener-Haushalten sollten es eher 6–12 Monate sein. Starten Sie mit einem ersten Polster von 1.000–2.000 € für die typischen Pannen (Waschmaschine, Auto, Zahnersatz) und bauen Sie von dort aus.

Schulden tilgen oder zuerst sparen?

Beides parallel. Legen Sie zunächst einen kleinen Notgroschen (1.000–2.000 €) an, danach hat die Tilgung hochverzinslicher Schulden Priorität – Dispokredite (10–14 % Zins) und Kreditkartenschulden sind teurer als jede sinnvolle Geldanlage. Sind diese getilgt, bauen Sie den vollständigen Notgroschen auf und beginnen mit Altersvorsorge (z. B. ETF-Sparplan, Riester, betriebliche Altersvorsorge). Niedrigverzinste Baufinanzierungen (unter 4 %) können planmäßig laufen.

Wie oft sollte ich mein Budget überprüfen?

Ausgaben wöchentlich kontrollieren, das Budget monatlich anpassen. Größere Veränderungen (neuer Job, Umzug, Hochzeit, Geburt) erfordern eine sofortige Überarbeitung. Eine jährliche Generalprüfung – etwa zum Jahreswechsel – hilft, schleichende Lifestyle-Inflation, Beitragserhöhungen und veränderte Prioritäten zu erkennen.

Enthält die Sparquote schon, was ich unter Ersparnisse eingetragen habe?

Nein. Die Sparquote wird aus dem Monatlichen Saldo berechnet (Einnahmen minus alle Ausgaben, einschließlich der Position Ersparnisse). Wenn Sie 300 € unter Ersparnisse erfasst haben, gilt dieses Geld in der Rechnung als bereits „ausgegeben“ für Ihr Sparziel, und die Quote zeigt nur den zusätzlichen Überschuss. Für die Gesamtsumme, die Sie tatsächlich beiseitelegen, addieren Sie die Ersparnisse-Position und den Überschuss und teilen durch das Einkommen.

Wo trage ich Beiträge zur Altersvorsorge ein?

Hängt vom Vertrag ab. Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge (bAV) im Rahmen der Entgeltumwandlung sind im Nettogehalt bereits abgezogen – Sie müssen sie nicht separat erfassen. Private Verträge (Riester, Rürup, ETF-Sparplan, fondsgebundene Rentenversicherung) werden vom Netto bezahlt und gehören unter Ersparnisse, damit sie in Ihrer Sparquote auftauchen.

Quellen

Methodik

Der Rechner summiert jedes erfasste Einnahmenfeld zu Gesamteinnahmen und jedes erfasste Ausgabenfeld zu Gesamtausgaben, berechnet anschließend Monatliches Saldo = Gesamteinnahmen − Gesamtausgaben sowie Sparquote = Saldo ÷ Einnahmen × 100 %. Leere Felder werden als Null behandelt. Die Ausgabenkategorien werden nach Betrag sortiert und jeweils als Anteil an den Gesamtausgaben und am Gesamteinkommen ausgewiesen, damit sich die Aufteilung mit Richtwerten wie der 50/30/20-Regel oder den Destatis-Konsumausgaben (EVS) vergleichen lässt. Beträge erscheinen im Format 1.234,56 €. Steuern, Inflation oder Barwertberechnungen werden nicht angewandt – es handelt sich um eine Cashflow-Momentaufnahme des aktuellen Monats.

Profi-Tipps

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