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Fester APR-Rechner

Den festen effektiven Jahreszins berechnen und die tatsächlichen Kosten einer Kreditaufnahme mit festen Zinssätzen verstehen.

Formeln für den festen APR

APR
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Monatliche Rate
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Gesamtzinsen
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So nutzen Sie diesen Rechner für den festen effektiven Jahreszins

  1. Geben Sie den Darlehensbetrag (€) ein — den Brutto-Nennbetrag, den die Bank zusagt, bevor Bearbeitungsentgelte oder Disagio vom Auszahlungsbetrag abgezogen werden.
  2. Tragen Sie den gebundenen Sollzinssatz (%) aus dem Darlehensvertrag ein (zum Beispiel 3,8 % bei einer Baufinanzierung mit 10 Jahren Sollzinsbindung oder 7,5 % bei einem Ratenkredit).
  3. Geben Sie die Laufzeit in Monaten ein — etwa 60 für einen 5-Jahres-Autokredit, 120 für ein Annuitätendarlehen mit 10 Jahren Zinsbindung oder 84 für einen typischen Konsumkredit.
  4. Erfassen Sie die einmaligen Kosten (€), die die PAngV in den Effektivzins einbezieht: Bearbeitungsentgelt, Vermittlungsprovision, Bereitstellungszinsen und ein eventuelles Disagio (Damnum).
  5. Klicken Sie auf "APR berechnen", um den effektiven Jahreszins, die monatliche Rate, die Gesamtzinsen über die Zinsbindung und die Gesamtkosten des Darlehens zu sehen.

Beispiele

Baufinanzierung 300.000 € mit 10 Jahren Sollzinsbindung zu 3,8 %

Eine Familie schließt eine Baufinanzierung über 300.000 € bei einer Sparkasse ab. Der gebundene Sollzinssatz beträgt 3,8 % bei 10 Jahren Sollzinsbindung und 30 Jahren Gesamtlaufzeit. Die Bank erhebt ein Bearbeitungsentgelt und Schätzkosten in Höhe von zusammen 1.500 €.

ErgebnisDie monatliche Annuität liegt bei rund 1.398 €. Die einmaligen Kosten heben den Effektivzins nach PAngV von 3,8 % auf etwa 3,87 % — und dieser Wert ist für die volle Sollzinsbindung von 10 Jahren vertraglich garantiert.

Bei einem Annuitätendarlehen mit fester Zinsbindung bleibt die Rate über den gesamten Bindungszeitraum unverändert. Die 1.500 € an Nebenkosten verteilen sich rechnerisch über die Laufzeit, sodass sie den Effektivzins nur um rund 0,07 Prozentpunkte anheben. Nach Ablauf der 10 Jahre Sollzinsbindung erfolgt eine Anschlussfinanzierung zu den dann geltenden Marktzinsen — das ist der wichtigste Unterschied zur US-amerikanischen 30-jährigen Festzinshypothek. Wer ab Jahr 10,5 fest gebunden ist, kann nach § 489 BGB ohnehin mit sechsmonatiger Frist kündigen.

Konsumkredit 15.000 € über 60 Monate zu 7,5 % Sollzins

Ein Verbraucher nimmt bei seiner Hausbank einen Ratenkredit über 15.000 € zur Anschaffung neuer Möbel auf. Der gebundene Sollzinssatz beträgt 7,5 % bei 60 Monaten Laufzeit. Eine separate Bearbeitungsgebühr wird nach BGH-Rechtsprechung nicht erhoben; allerdings fallen 150 € Kosten für eine optionale Restschuldversicherung an, die in den Effektivzins einzurechnen sind.

ErgebnisDie monatliche Rate liegt bei etwa 301 €. Mit den 150 € Nebenkosten ergibt sich nach PAngV ein effektiver Jahreszins von rund 7,63 % — fest für die gesamten fünf Jahre.

Klassische Ratenkredite sind der Musterfall für den festen Effektivzins: Sollzins, Rate und Restschuld sind über die volle Laufzeit kalkulierbar. Seit BGH XI ZR 405/12 (2014) dürfen Banken in Deutschland keine pauschalen Bearbeitungsentgelte mehr in den AGB von Verbraucherdarlehen festschreiben. Die Vergleichbarkeit der Angebote läuft daher fast vollständig über den nach PAngV ausgewiesenen Effektivzins, der zwingend in der Werbung und im Europäischen Standardinformationsblatt (ESIS) anzugeben ist.

Autokredit 25.000 € über 48 Monate zu 5,9 % Festzins

Ein Kunde finanziert einen Neuwagen bei der herstellereigenen Autobank mit 25.000 € über 48 Monate. Der Sollzins ist mit 5,9 % auf die gesamte Laufzeit festgeschrieben; es fällt keine Bearbeitungsgebühr an, jedoch eine Bereitstellungszins-Pauschale von 100 €.

ErgebnisDie monatliche Rate beträgt rund 586 €. Der Effektivzins nach PAngV liegt bei etwa 6,01 % — ein Aufschlag von rund 0,11 Prozentpunkten auf den Sollzins, festgeschrieben für vier Jahre.

Bei klassischen Ratenkrediten zur Autofinanzierung gilt der gebundene Sollzinssatz über die gesamte Laufzeit. Wichtig: Bei sogenannten Drei-Wege-Finanzierungen (Anzahlung, kleine Raten, Schlussrate) kann der Effektivzins durch die Schlussrate optisch günstiger wirken — bei vorzeitiger Rückgabe oder Anschlussfinanzierung können jedoch zusätzliche Kosten entstehen. Das Widerrufsrecht nach § 495 BGB von 14 Tagen gilt auch für die Autofinanzierung, sofern es sich um ein Verbraucherdarlehen handelt.

So funktioniert es

Ein fester effektiver Jahreszins ist der ausgewiesene Gesamtkostenpreis eines Darlehens, dessen Sollzinssatz vertraglich für die volle Laufzeit oder zumindest für die Sollzinsbindung festgeschrieben ist — typischerweise eine Baufinanzierung mit 5-, 10-, 15- oder 20-jähriger Zinsbindung, ein Ratenkredit oder ein Autokredit. Die Berechnung folgt der gleichen Formel wie bei jedem APR; "fest" bezieht sich auf die Stabilität des Zinssatzes, nicht auf eine andere Rechenmethode.

Der Rechner wendet zunächst die Annuitätenformel M=Pr(1+r)n(1+r)n1M = P \cdot \frac{r(1+r)^n}{(1+r)^n - 1} an, um die monatliche Rate zum gebundenen Sollzinssatz rr über nn Monate zu ermitteln. Die Gesamtzinsen ergeben sich aus der Summe aller Raten abzüglich des Darlehensbetrags. Der effektive Jahreszins ist der Zinssatz, der — angewandt auf den Auszahlungsbetrag (Nennbetrag abzüglich Bearbeitungskosten und Disagio) — dieselbe Zahlungsreihe ergibt. Weil der Sollzinssatz nicht steigen kann, gilt der ausgewiesene Effektivzins für die gesamte Zinsbindung.

Variable Zinsen funktionieren anders. Sie sind an einen Referenzwert gekoppelt — meist den EURIBOR (3-, 6- oder 12-Monats-EURIBOR) zuzüglich einer Marge — und passen sich bei Index-Bewegungen an. Ein variabler Immobilienkredit oder eine Dispolinie bewegt sich entsprechend; die Mehrheit der Konsumentenkredite und alle Baufinanzierungen mit fester Sollzinsbindung sind dagegen für den Bindungszeitraum fix.

Die Preisangabenverordnung (PAngV) und die Verbraucherkreditrichtlinie (§§ 491 ff. BGB) regeln, welche Kostenbestandteile in den Effektivzins einzubeziehen sind und wie ein Zinssatz als gebunden oder variabel zu kennzeichnen ist. Nach § 6 PAngV müssen Bearbeitungsentgelte, Vermittlungsprovisionen, Disagio und obligatorische Versicherungen in den effektiven Jahreszins eingerechnet werden. Der feste Effektivzins ist die transparenteste Darstellung: eine Zahl, vertraglich gebunden, mit gleichbleibender Rate über die Sollzinsbindung.

Wann Sie diesen Rechner einsetzen sollten

  • Vergleich einer 10-jährigen Sollzinsbindung mit einer 15- oder 20-jährigen Bindung. Lange Zinsbindungen sind teurer im Sollzins, schützen aber länger vor steigenden Marktzinsen. Geben Sie für jede Variante den gebundenen Sollzinssatz plus die einmaligen Kosten ein, um den Effektivzins zu vergleichen — die längste Bindung ist nicht automatisch die beste.
  • Auswahl eines Autokredits über die Bank statt der Händlerfinanzierung. Hausbanken und Direktbanken weisen meist einen festen Effektivzins mit geringen Nebenkosten aus. Händlerfinanzierungen mit Schlussrate können den optischen Effektivzins drücken, aber bei der Schlussrate erhebliche Kosten verursachen. Berechnen Sie den Effektivzins beider Angebote, um einen ehrlichen Vergleich zu erhalten.
  • Konsolidierung mehrerer Dispokredite in einen Ratenkredit. Dispozinsen liegen häufig bei 10 bis 14 % und sind variabel. Ein Ratenkredit mit festem Sollzinssatz und kalkulierbarer Restschuld kann die monatliche Belastung erheblich senken. Prüfen Sie mit dem Rechner, ob der feste Effektivzins unter dem gewichteten Mittel der Dispozinsen liegt.
  • Anschlussfinanzierung oder Forward-Darlehen planen. Wer eine Baufinanzierung mit auslaufender Sollzinsbindung hat, kann sich heute schon einen festen Zinssatz für die Anschlussfinanzierung sichern (Forward-Darlehen). Berechnen Sie den Effektivzins inklusive des Forward-Aufschlags, um zu beurteilen, ob sich die Zinssicherung lohnt.
  • Zwei Angebote mit gleichem Sollzinssatz, aber unterschiedlichen Nebenkosten. Zwei Banken können denselben Sollzins anbieten, sich aber bei Bearbeitungsentgelt oder Disagio unterscheiden. Der nach PAngV ausgewiesene Effektivzins macht genau diesen Unterschied sichtbar und ist daher der gesetzlich vorgeschriebene Vergleichsmaßstab.

Häufige Fehler

  • FehlerAnnahme, "gebunden" bedeute, der Zinssatz könne sich nie ändern.
    LösungBei einer Baufinanzierung ist der Sollzins nur für die vereinbarte Sollzinsbindung fest — danach erfolgt eine Anschlussfinanzierung zu den dann geltenden Konditionen. Bei Ratenkrediten und Autokrediten gilt der feste Sollzins hingegen meist für die gesamte Laufzeit. Lesen Sie immer das Europäische Standardinformationsblatt (ESIS).
  • FehlerSollzinssatz und Effektivzins gleichsetzen.
    LösungDer Sollzinssatz ist der reine Nominalzins; der Effektivzins nach PAngV enthält zusätzlich Bearbeitungsentgelte, Disagio, Vermittlungskosten und obligatorische Versicherungen. Nur der Effektivzins ist der gesetzliche Vergleichsmaßstab.
  • FehlerDen anfänglichen Zinssatz eines variablen Kredits mit einem festen Effektivzins vergleichen.
    LösungVariable Kredite sind an den EURIBOR plus eine Marge gekoppelt und können sich vierteljährlich anpassen. Ein 3,5 %-Festzins über 10 Jahre ist nicht direkt mit einem variablen 3,0 %-Einstiegszins vergleichbar — bei steigendem EURIBOR kann der variable Zinssatz schnell höher liegen.
  • FehlerDisagio (Damnum) als "Rabatt" missverstehen und nicht in den Effektivzins einrechnen.
    LösungEin Disagio ist ein vorab einbehaltener Zinsabschlag, der den Sollzinssatz optisch senkt, aber den Auszahlungsbetrag reduziert. Nach PAngV muss er in den Effektivzins eingerechnet werden. Auf den ersten Blick günstigere Sollzinsen mit hohem Disagio sind oft teurer als Angebote ohne Disagio.
  • FehlerEffektivzins (APR) und Effektivzinssatz auf Spareinlagen (APY) verwechseln.
    LösungDer Effektivzins beim Kredit beschreibt die Kosten der Kreditaufnahme nach PAngV. Bei Spar- und Tagesgeldprodukten wird hingegen der Habenzins beworben — oft ebenfalls als "effektiv" bezeichnet, aber unter anderen Regeln (z. B. Verzinsung pro Quartal mit Zinseszinseffekt). Beide Werte sind nicht direkt vergleichbar.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen festem und variablem Effektivzins?

Ein fester effektiver Jahreszins ist für die Sollzinsbindung vertraglich festgeschrieben und ändert sich in diesem Zeitraum nicht. Ein variabler Zinssatz ist an einen Referenzzinssatz wie den 3- oder 6-Monats-EURIBOR plus eine Marge gekoppelt und passt sich bei jeder Indexänderung an. In Deutschland sind Baufinanzierungen, Ratenkredite und Autokredite überwiegend mit festem Sollzinssatz ausgestattet; Dispokredite und einige Geschäftsdarlehen sind variabel. Die PAngV schreibt vor, dass die Bank klar kennzeichnet, welcher Typ vorliegt.

Kann sich ein gebundener Sollzins doch einmal ändern?

Bei einer Baufinanzierung gilt der gebundene Sollzinssatz nur für die vereinbarte Sollzinsbindung (typisch 5, 10, 15 oder 20 Jahre). Danach läuft das Darlehen entweder weiter zum variablen Zinssatz oder wird über eine Anschlussfinanzierung verlängert. Bei Ratenkrediten und Autokrediten ist der Sollzinssatz dagegen üblicherweise für die gesamte Laufzeit festgeschrieben. Außerdem hat der Darlehensnehmer nach § 489 BGB nach 10 Jahren ein gesetzliches Kündigungsrecht mit sechs Monaten Frist.

Ist ein fester Effektivzins immer besser als ein variabler?

Nicht zwingend. Ein fester Zinssatz schützt vor steigenden Marktzinsen, kostet aber meist eine Risikoprämie. Variable Zinssätze sind zu Beginn häufig günstiger und können sinken, wenn der EURIBOR fällt, aber auch deutlich steigen. Fest bindet sich, wer Planungssicherheit benötigt oder mit steigenden Zinsen rechnet. Variabel kann sich für kurze Laufzeiten oder in einer Niedrigzinsphase mit erwartet sinkenden Zinsen lohnen.

Wie wird der feste Effektivzins berechnet?

Zuerst wird mit der Annuitätenformel die monatliche Rate aus dem gebundenen Sollzinssatz und der Laufzeit ermittelt. Dann sucht man den Zinssatz, der dieselbe Rate bei einem Auszahlungsbetrag (Nennbetrag minus Bearbeitungskosten und Disagio) erzeugt. Beispiel: 300.000 € Baufinanzierung zu 3,8 % über 360 Monate mit 1.500 € Nebenkosten ergibt eine Annuität von rund 1.398 €. Setzt man diese Rate gegen einen Auszahlungsbetrag von 298.500 € an, ergibt sich ein Effektivzins von rund 3,87 %.

Was ist ein Lockzins (Teaserzins), und ist das der feste Effektivzins?

Ein Lockzins ist ein zeitlich befristeter Vorzugszinssatz, der nach Ablauf einer Promotionsphase in einen höheren Standardzins übergeht. In Deutschland sind solche Modelle eher bei Kreditkarten oder Online-Konsumkrediten verbreitet. Der Lockzins ist nicht der feste Effektivzins des Vertrags — die PAngV verlangt, dass auch der nachfolgende Zinssatz und ein repräsentativer Effektivzins in der Werbung angegeben werden.

Wie verhält sich der effektive Jahreszins zum Habenzins (APY)?

Der Effektivzins nach PAngV ist die Kostengröße eines Darlehens und enthält Bearbeitungsentgelte, Disagio und ähnliche Posten. Der Habenzins (oft ebenfalls als "effektiv" beworben) bezieht sich auf Spar- oder Tagesgeldprodukte und enthält den Zinseszinseffekt unterjähriger Gutschriften. Beide Werte folgen unterschiedlichen Rechenregeln; ein 3 %-Habenzins auf Tagesgeld ist nicht direkt mit einem 3 %-Effektivzins auf einen Kredit vergleichbar.

Warum ist mein Effektivzins höher als der Sollzinssatz im Darlehensvertrag?

Weil der Effektivzins nach § 6 PAngV zusätzlich zu den Zinsen auch Bearbeitungsentgelte, Vermittlungskosten, Disagio und obligatorische Restschuldversicherungen einschließt, die der reine Sollzinssatz nicht abbildet. Bei langen Baufinanzierungen ist der Aufschlag klein (ein 1.500-€-Entgelt auf 30 Jahre Laufzeit fügt etwa 0,07 Prozentpunkte hinzu), bei kurzen Ratenkrediten dagegen deutlich größer.

Haben alle 10-jährigen Baufinanzierungen denselben Effektivzins?

Nein. Zwei Banken können denselben Sollzins anbieten, sich aber bei Nebenkosten und Disagio unterscheiden, sodass unterschiedliche Effektivzinsen entstehen. Der nach PAngV vorgeschriebene Effektivzins macht diesen Unterschied transparent und ist der gesetzliche Vergleichsmaßstab. Das Europäische Standardinformationsblatt (ESIS) zeigt diese Werte einheitlich nebeneinander, um den Vergleich zu erleichtern.

Ändert sich der Effektivzins, wenn ich Sondertilgungen leiste?

Nein. Der ausgewiesene Effektivzins basiert auf dem ursprünglich vereinbarten Tilgungsplan. Wer Sondertilgungen leistet (in vielen Verträgen sind bis zu 5 % der Restschuld pro Jahr unentgeltlich möglich), spart Zinsen und verkürzt die Laufzeit, aber der vertraglich ausgewiesene Effektivzins ändert sich nicht. Außerhalb der vereinbarten Sondertilgungsoption kann eine Vorfälligkeitsentschädigung die tatsächlichen Kosten erhöhen.

Sind feste Sollzinsbindungen bei Kreditkarten in Deutschland üblich?

Klassische Kreditkarten in Deutschland erheben für ausstehende Salden meist einen festen Sollzinssatz nach AGB, der formal jederzeit per Zinsänderungsklausel angepasst werden kann. Echte Ratenkredite via Kreditkarte (Teilzahlungsoption) werden hingegen häufig mit einer fixen Zinsbindung pro Umsatz beworben. Wer Kartensalden über Monate trägt, sollte den Effektivzins prüfen — er liegt oft bei 14 bis 22 % und übersteigt damit jeden Ratenkredit.

Was umfasst der Effektivzins, das die monatliche Rate nicht zeigt?

Bearbeitungskosten, Vermittlungsprovision und Disagio. Die monatliche Rate berechnet sich aus dem Sollzinssatz auf den Nennbetrag. Der Effektivzins nach PAngV verteilt zusätzlich die einmaligen Kosten rechnerisch über die Laufzeit. Aus diesem Grund ist der Effektivzins immer gleich oder größer als der Sollzinssatz, sobald Nebenkosten anfallen.

Verarbeitet dieser Rechner auch revolvierende Kreditkartenzinsen?

Nicht direkt. Der Rechner ist für klassische Annuitätendarlehen mit festem Sollzinssatz, fester Laufzeit und gleichbleibender Rate ausgelegt. Kreditkartenzinsen werden täglich auf den durchschnittlichen Tagessaldo berechnet und folgen einer anderen Logik. Für einen festen Sollzinssatz auf Kartenumsätze ist der von der Bank ausgewiesene Effektivzins die richtige Planungsgrundlage.

Quellen

Methodik

Dieser Rechner ermittelt einen festen effektiven Jahreszins für Annuitätendarlehen, deren Sollzinssatz für die volle Laufzeit oder die vereinbarte Sollzinsbindung vertraglich festgeschrieben ist. Zuerst wird mit der Annuitätenformel M = P · r(1+r)^n / ((1+r)^n − 1) die monatliche Rate aus dem gebundenen Sollzinssatz r und der Laufzeit n abgeleitet. Anschließend wird der Zinssatz r* gesucht, der diese Zahlungsreihe gegen den Auszahlungsbetrag (Nennbetrag abzüglich Bearbeitungsentgelt und Disagio) gleichsetzt; r* ist der ausgewiesene Effektivzins. Das Vorgehen entspricht der Preisangabenverordnung (PAngV, § 6) und den §§ 491 ff. BGB für Verbraucherdarlehen. Für variabel verzinste Produkte (EURIBOR-gebundene Kredite, Dispokredite, viele Kreditkartensalden) gelten andere Annahmen, die dieser Rechner nicht abbildet.

Profi-Tipps

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