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Goodwill-zu-Aktiva-Verhältnis-Rechner

Den Anteil des Goodwills aus Akquisitionen am Gesamtvermögen berechnen.

Goodwill-Verhältnis-Formeln

Goodwill zu Aktiva
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Materielle Vermögenswerte
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Wertminderungsrisiko
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So nutzen Sie diesen Goodwill-zu-Aktiva-Verhältnis-Rechner

  1. Öffnen Sie den aktuellsten Konzern- oder Geschäftsbericht des Unternehmens (z. B. nach IFRS oder HGB) und suchen Sie die Bilanz. Der Geschäfts- oder Firmenwert (GoF) ist als separate Position unter den langfristigen immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen.
  2. Geben Sie den Goodwill (EUR) ein — den Buchwert, den das Unternehmen ausweist, nach allen bisherigen Wertminderungen (Impairments). Verwenden Sie den vollen Euro-Betrag, nicht in Millionen.
  3. Geben Sie die Gesamtaktiva (EUR) ein — die Bilanzsumme am Ende der Aktivseite, die sowohl kurz- als auch langfristige Vermögenswerte umfasst.
  4. Optional: Geben Sie sonstige immaterielle Vermögenswerte (EUR) ein — Patente, Markenrechte, Kundenlisten und aktivierte Software, die separat vom Goodwill ausgewiesen sind — um die kombinierte Belastung durch immaterielle Werte zu sehen.
  5. Klicken Sie auf „Verhältnis berechnen“, um die Goodwill-zu-Aktiva-Quote, die implizite materielle Vermögensbasis, die Gesamtquote der immateriellen Vermögenswerte und eine Risikobewertung zu erhalten.

Beispiele

DAX-Konzern mit hohem GoF (Bayer, Siemens)

Ein DAX-Konzern (Profil ähnlich Bayer nach der Monsanto-Übernahme oder Siemens nach mehreren strategischen Zukäufen) weist 32 Mrd. EUR Geschäfts- oder Firmenwert aus Akquisitionen aus, bei einer Bilanzsumme von 120 Mrd. EUR. Sonstige immaterielle Vermögenswerte (Marken, Technologie, Kundenbeziehungen) belaufen sich auf 18 Mrd. EUR.

ErgebnisDas Goodwill-zu-Aktiva-Verhältnis beträgt 26,67 %. Materielle Vermögenswerte liegen bei rund 70 Mrd. EUR. Die Gesamtquote immaterieller Vermögenswerte beträgt 41,67 %, und der Rechner stuft das Risiko als „Moderat“ ein.

Die Rechnung lautet 32 Mrd. EUR / 120 Mrd. EUR = 0,2667, also 26,67 %. Mehr als ein Viertel der Bilanzsumme ist Akquisitionsprämie statt Sachanlagen, Vorräten oder Forderungen. Das ist typisch für einen DAX-Konzern, der über Jahre große grenzüberschreitende M&A-Transaktionen abgewickelt hat. Nach IAS 36 muss der Konzern den Goodwill jährlich auf den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGUs) auf Wertminderung prüfen — eine Konjunkturabschwächung oder ein gescheitertes Geschäftssegment kann eine wesentliche nicht zahlungswirksame Abschreibung auslösen.

Mittelstand-Akquisition (HGB-Bilanzierung)

Ein mittelständischer Maschinenbauer aus Baden-Württemberg übernimmt einen kleineren Wettbewerber für 25 Mio. EUR. Nach Aufdeckung der stillen Reserven beträgt der Kaufpreis 8 Mio. EUR über dem Zeitwert des identifizierbaren Reinvermögens. Der GoF wird nach § 246 Abs. 1 Satz 4 HGB aktiviert. Die Bilanzsumme nach der Akquisition liegt bei 60 Mio. EUR, sonstige immaterielle Vermögenswerte bei 2 Mio. EUR.

ErgebnisDas Goodwill-zu-Aktiva-Verhältnis beträgt 13,33 %. Materielle Vermögenswerte liegen bei rund 50 Mio. EUR. Die Gesamtquote immaterieller Vermögenswerte beträgt 16,67 % und wird als „Geringes Risiko“ eingestuft.

Anders als nach IFRS muss der Geschäfts- oder Firmenwert nach § 253 Abs. 3 HGB planmäßig abgeschrieben werden — bei nicht verlässlich schätzbarer Nutzungsdauer typischerweise über zehn Jahre. Steuerlich gilt § 7 Abs. 1 Satz 3 EStG: AfA für den Geschäftswert über 15 Jahre linear. Im ersten Jahr nach Erwerb reduziert die Abschreibung von 0,8 Mio. EUR (HGB) bzw. ca. 0,53 Mio. EUR (Steuer) den Goodwill in der Folgebilanz — anders als nach IFRS, wo der Buchwert nur über Impairments sinkt.

Software-Acquisition (Serien-Akquirer)

Ein deutsches SaaS-Unternehmen — ein typischer Roll-up-Akteur — hat aggressiv Wettbewerber zugekauft. Der Goodwill beträgt 450 Mio. EUR, sonstige immaterielle Vermögenswerte (erworbene Kundenbeziehungen und entwickelte Technologie) 100 Mio. EUR, die Bilanzsumme 1 Mrd. EUR.

ErgebnisDas Goodwill-zu-Aktiva-Verhältnis beträgt 45,00 %. Materielle Vermögenswerte liegen bei nur 450 Mio. EUR. Die Gesamtquote immaterieller Vermögenswerte beträgt 55,00 % und die Bewertung lautet „Hohes Wertminderungsrisiko“.

Der Goodwill allein macht 45 % der Aktiva aus — deutlich über der 30-%-Schwelle, die der Rechner als erhöhtes Risiko kennzeichnet. Zusammen mit den sonstigen immateriellen Vermögenswerten sind 55 % der Bilanz nicht-physisch. Verfehlt eine wesentliche erworbene Einheit ihre Wachstumsziele, schreibt IAS 36 einen Werthaltigkeitstest auf CGU-Ebene vor. Eine Abschreibung würde das IFRS-Ergebnis und das Eigenkapital Euro für Euro belasten, ohne den Cashflow zu berühren. BaFin und Wirtschaftsprüfer (IDW S 5 für Bewertungen immaterieller Werte) prüfen die zugrundeliegenden DCF-Annahmen besonders kritisch.

So funktioniert es

Der Rechner teilt den ausgewiesenen Goodwill durch die Gesamtaktiva und drückt das Ergebnis als Prozentsatz aus: Goodwill zu Aktiva=GoodwillGesamtaktiva×100\text{Goodwill zu Aktiva} = \frac{\text{Goodwill}}{\text{Gesamtaktiva}} \times 100. Der Goodwill (Geschäfts- oder Firmenwert, GoF) ist die nicht zuordenbare Prämie, die ein Erwerber über den beizulegenden Zeitwert des identifizierbaren Reinvermögens des Zielunternehmens hinaus zahlt. Er wird nach IFRS 3 (international) bzw. § 246 Abs. 1 Satz 4 HGB (deutsches Handelsrecht) in der Bilanz aktiviert.

Die materiellen Vermögenswerte werden als Gesamtaktiva minus Goodwill minus sonstige immaterielle Vermögenswerte berechnet. Damit werden die Bilanzpositionen herausgerechnet, die rein bilanzielle Allokationen statt physischer oder finanzieller Ressourcen sind — übrig bleiben Kassenbestand, Forderungen, Vorräte, Sachanlagen und Finanzanlagen.

Die Risikobewertung folgt einer einfachen Regel: unter 15 % gilt als geringes Risiko, 15 %–30 % als moderates Risiko und über 30 % als hohes Wertminderungsrisiko. Diese Schwellen sind Heuristiken — eine regulatorische Grenze existiert nicht — sie entsprechen aber in etwa den Niveaus, ab denen Wirtschaftsprüfer und Kreditanalysten kritischer auf die M&A-Historie eines Unternehmens schauen.

Nach IFRS wird der Goodwill nicht planmäßig abgeschrieben — er bleibt in der Bilanz, bis ein Impairment-Test nach IAS 36 zu dem Schluss kommt, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Dann ist eine nicht zahlungswirksame Wertminderung zu erfassen. Im deutschen HGB-Einzelabschluss hingegen schreibt § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB eine planmäßige Abschreibung über die Nutzungsdauer vor (typischerweise 10 Jahre, wenn nicht verlässlich schätzbar). Steuerlich regelt § 7 Abs. 1 Satz 3 EStG die AfA des Geschäftswerts über 15 Jahre.

Wann diesen Rechner verwenden

  • Screening akquisitionsstarker Unternehmen. Nutzen Sie das Verhältnis als schnellen Filter, um Serien-Akquirer mit organisch wachsenden Wettbewerbern zu vergleichen. Ein dauerhaft steigender Goodwill-Anteil signalisiert, dass Ergebnisse gekauft statt erwirtschaftet werden.
  • Stresstest von Buchwert und Eigenkapital. Wie sähe der materielle Buchwert aus, wenn der gesamte Goodwill morgen abgeschrieben würde? Der Rechner liefert die Antwort in zwei Klicks — nützlich, bevor man sich auf ein Kurs-Buchwert-Multiple verlässt.
  • Bewertung von M&A-Transaktionspreisen. Nach Abschluss einer größeren Akquisition lassen sich Goodwill und Bilanzsumme der neuen Pro-forma-Bilanz einsetzen, um zu sehen, wie stark die Transaktion die Quote verschoben hat. Vorstände und Analysten verfolgen damit, ob Akquisitionsprämien aus dem Ruder laufen.
  • Kredit- und Covenant-Analyse. Viele Kreditvereinbarungen — etwa typische Darlehensverträge deutscher Geschäftsbanken oder LMA-Standardverträge — schließen Goodwill aus Eigenkapitaltests aus. Das Verhältnis zeigt, wie viel Puffer ein Kreditnehmer hat, wenn immaterielle Werte für Covenant-Berechnungen herausgerechnet werden.
  • Branchenvergleich. Software-, Pharma- und Konsumgüter-Markenunternehmen tragen strukturell höheren Goodwill als Versorger oder Rohstoffproduzenten. Das Verhältnis stellt Unternehmen auf eine vergleichbare Basis, sobald man die Branchennormen berücksichtigt — relevant etwa beim Vergleich von SAP mit RWE oder Bayer mit BASF.

Häufige Fehler

  • FehlerGoodwill mit allen immateriellen Vermögenswerten verwechseln.
    LösungDer Goodwill ist die residuale Akquisitionsprämie, die keinen identifizierbaren immateriellen Werten zugeordnet werden konnte. Patente, Markenrechte, Kundenbeziehungen und aktivierte Software werden separat geführt. Nutzen Sie das Feld „Sonstige immaterielle Vermögenswerte“, um das Gesamtbild zu sehen.
  • FehlerEine hohe Quote automatisch als schlechtes Zeichen werten.
    LösungPharma-, Software- und Markenartikelunternehmen weisen oft 30 %–50 % Goodwill aus und schaffen reale Werte. Verknüpfen Sie die Kennzahl mit der Rendite auf materielles Kapital und einer Kohortenanalyse der Akquisitionen, bevor Sie ein Urteil fällen.
  • FehlerVergessen, dass die Bilanzierung sich zwischen IFRS und HGB unterscheidet.
    LösungIm IFRS-Konzernabschluss börsennotierter Konzerne wird der Goodwill nicht planmäßig abgeschrieben, sondern nach IAS 36 jährlich auf Werthaltigkeit getestet. Im deutschen HGB-Einzelabschluss schreibt § 253 Abs. 3 HGB hingegen eine planmäßige Abschreibung über die Nutzungsdauer vor — typischerweise 10 Jahre, wenn nicht verlässlich schätzbar. Steuerlich gilt § 7 Abs. 1 Satz 3 EStG mit einer AfA über 15 Jahre.
  • FehlerVerhältnisse ohne Anpassung über Rechnungslegungsrahmen hinweg vergleichen.
    LösungNach IFRS verlangt IAS 36 jährliche Werthaltigkeitstests auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGU); nach US-GAAP fordert ASC 350 ebenfalls jährliche Tests, lässt aber zunächst eine qualitative Vorprüfung zu. Die Regime können zu unterschiedlichen Wertminderungszeitpunkten führen — grenzüberschreitende Vergleiche erfordern Vorsicht.
  • FehlerGoodwill-Veränderungen von Quartal zu Quartal ignorieren.
    LösungEin plötzlicher Rückgang deutet meist auf eine Wertminderung hin — lesen Sie den Lagebericht und die Notes. Ein plötzlicher Anstieg verweist auf eine neue Akquisition; die Kaufpreisallokation im nächsten Zwischenbericht zeigt, wie die Prämie zwischen Goodwill und sonstigen immateriellen Vermögenswerten aufgeteilt wurde.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Goodwill in der Bilanz?

Der Goodwill — auf Deutsch Geschäfts- oder Firmenwert (GoF) — ist der Überschuss des Kaufpreises, den ein Erwerber über den beizulegenden Zeitwert des identifizierbaren Reinvermögens hinaus zahlt. Er repräsentiert immaterielle Werte, die sich nicht separat bewerten lassen — Markenreputation, Mitarbeiterstamm, erwartete Synergien, Kundenbindung — und wird auf der Aktivseite unter den langfristigen immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen.

Wie entsteht Goodwill?

Goodwill entsteht ausschließlich durch eine Akquisition, die als Unternehmenszusammenschluss nach IFRS 3 oder § 301 HGB (Vollkonsolidierung) bilanziert wird. Zahlt ein Unternehmen 1 Mrd. EUR für ein Ziel und beträgt der beizulegende Zeitwert des identifizierbaren Reinvermögens (nach Erfassung von Patenten, Kundenlisten usw.) 700 Mio. EUR, werden die verbleibenden 300 Mio. EUR als Goodwill aktiviert. Ein intern erwirtschafteter Geschäftswert darf nach IAS 38 und § 248 HGB nicht aktiviert werden.

Was ist ein gutes Goodwill-zu-Aktiva-Verhältnis?

Eine universelle Benchmark gibt es nicht. Als grobe Orientierung: Werte unter 15 % sind typisch für kapitalintensive Branchen wie Versorger oder Industrieproduktion, 15 %–30 % bei diversifizierten Konzernen mit M&A-Historie, und über 30 % deutet auf eine akquisitionsgetriebene Strategie hin. Software-, Pharma- und Markenartikelunternehmen bewegen sich häufig oberhalb von 40 %, ohne dass dies allein ein Warnsignal sein muss.

Was ist eine Goodwill-Wertminderung (Impairment)?

Eine Wertminderung ist eine nicht zahlungswirksame Abschreibung, die erfasst wird, wenn der Buchwert des Goodwills den erzielbaren Betrag übersteigt. Nach IAS 36 wird der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU) — der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert (DCF) — mit dem Buchwert verglichen. Eine außerplanmäßige Abschreibung mindert das IFRS-Ergebnis und das Eigenkapital, berührt aber den Cashflow nicht.

Kann der Goodwill negativ sein?

Der Goodwill selbst ist in der Bilanz nicht negativ, aber bei einem Bargain Purchase (günstiger Erwerb) kann der beizulegende Zeitwert des identifizierbaren Reinvermögens den Kaufpreis übersteigen. In diesem Fall verlangen IFRS 3 und § 301 Abs. 3 HGB (für Erstkonsolidierungen vor Inkrafttreten des BilMoG anders behandelt), den Differenzbetrag nach erneuter Überprüfung der Zeitwerte am Erwerbsstichtag erfolgswirksam zu erfassen.

Wie oft wird der Goodwill auf Wertminderung getestet?

Nach IAS 36 mindestens jährlich, und häufiger, wenn ein auslösendes Ereignis eintritt — ein wesentlicher Rückgang der Marktkapitalisierung, Verlust von Schlüsselkunden, nachteilige regulatorische Änderungen oder ein anhaltender Rückgang der operativen Ergebnisse der Einheit. Viele Unternehmen legen den jährlichen Test ins vierte Quartal, damit das Ergebnis im geprüften Jahresabschluss erfasst ist.

Wird Goodwill abgeschrieben?

Im IFRS-Konzernabschluss börsennotierter Unternehmen wird der Goodwill nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich nach IAS 36 auf Werthaltigkeit getestet. Im deutschen HGB-Einzelabschluss hingegen schreibt § 253 Abs. 3 HGB eine planmäßige Abschreibung über die Nutzungsdauer vor — bei nicht verlässlich schätzbarer Nutzungsdauer typischerweise über 10 Jahre. Steuerlich regelt § 7 Abs. 1 Satz 3 EStG die AfA des Geschäftswerts linear über 15 Jahre.

Wie unterscheidet sich Goodwill von anderen immateriellen Vermögenswerten?

Identifizierbare immaterielle Werte — Patente, Markenrechte, entwickelte Technologie, Kundenlisten — lassen sich vom Geschäftsbetrieb trennen oder beruhen auf vertraglichen Rechten und werden über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben, sofern sie nicht als unbestimmt nutzbar gelten. Der Goodwill ist nicht trennbar und hat keine schätzbare Nutzungsdauer, weshalb er nach IFRS unbefristet in der Bilanz bleibt und nur über Impairments reduziert wird (nach HGB hingegen planmäßig abgeschrieben).

Bedeutet ein hohes Goodwill-Verhältnis immer eine bevorstehende Wertminderung?

Nein. Ein hohes Verhältnis erhöht den Euro-Betrag, der im Risiko steht, falls die Performance enttäuscht. Aber disziplinierte Akquirer mit fairen Kaufpreisen und starker Integration können große Goodwill-Bestände jahrzehntelang ohne Impairment tragen. Warnsignale: Marktkapitalisierung unter Buchwert, sinkende Segmentmargen und Hinweise des Managements auf strategische Überprüfungen.

Wo finde ich den Goodwill im Geschäftsbericht?

Er erscheint als separate Position in der Konzernbilanz, typischerweise gruppiert mit den immateriellen Vermögenswerten, und wird im Anhang detailliert. Der Anhang gliedert ihn nach berichtspflichtigem Segment oder zahlungsmittelgenerierender Einheit (CGU) und stellt die Veränderung zwischen Anfangs- und Endbestand dar — mit Zugängen aus Akquisitionen, Währungsumrechnungseffekten und etwaigen Wertminderungen.

Was ist der Unterschied zwischen Goodwill und der Goodwill-zu-Aktiva-Quote?

Der Goodwill ist der Euro-Betrag in der Bilanz. Die Goodwill-zu-Aktiva-Quote drückt diesen Betrag als Anteil der Gesamtaktiva aus, sodass sich Unternehmen unterschiedlicher Größe vergleichbar machen lassen. Ein Goodwill-Bestand von 5 Mrd. EUR hat bei einem 20-Mrd.-EUR-Unternehmen eine völlig andere Bedeutung als bei einem 200-Mrd.-EUR-Konzern.

Wie wirkt sich Goodwill auf die Gesamtkapitalrendite (ROA) aus?

Der Goodwill bläht den Nenner der Gesamtkapitalrendite auf, ohne direkten Cashflow beizutragen — stark akquisitionsgetriebene Unternehmen zeigen daher tendenziell niedrigere ROA-Werte als organisch wachsende Wettbewerber. Analysten berechnen ergänzend die Rendite auf materielles Kapital, bei der Goodwill und sonstige immaterielle Vermögenswerte herausgerechnet werden, um die operative Leistung zu beurteilen.

Quellen

Methodik

Dieser Rechner teilt den ausgewiesenen Goodwill durch die Gesamtaktiva und multipliziert mit 100, um das Ergebnis als Prozentsatz auszudrücken — die in Equity Research und Kreditanalyse übliche Bilanzkennzahl. Materielle Vermögenswerte werden als Gesamtaktiva minus Goodwill minus sonstige immaterielle Vermögenswerte berechnet. Eine regelbasierte Bewertung stuft Werte unter 15 % als geringes Risiko, 15 %–30 % als moderates Risiko und über 30 % als hohes Wertminderungsrisiko ein; diese Schwellen sind Heuristiken, die der gängigen Analyse der Goodwill-Konzentration nach IAS 36 (IFRS) und § 253 HGB (deutsches Handelsrecht) entsprechen. Die Eingaben werden validiert, sodass positive Gesamtaktiva und nicht-negativer Goodwill verlangt werden.

Profi-Tipps

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