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ROI-Rechner

Berechnen Sie die Kapitalrendite für geschäftliche und private Investitionen. Ermitteln Sie Ihren ROI-Prozentsatz, annualisierte Renditen und Gesamtgewinne.

ROI-Formeln

Einfacher ROI

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Nettogewinn

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Annualisierter ROI

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Was ist die Kapitalrendite (ROI)?

Die Kapitalrendite (ROI) ist eine wichtige Kennzahl zur Bewertung der Effizienz und Rentabilität einer Investition. Sie misst die erzielte Rendite im Verhältnis zu den Investitionskosten und wird als Prozentwert ausgedrückt.

Der ROI wird von Investoren, Unternehmern und Finanzanalysten genutzt, um die Rentabilität verschiedener Investitionen zu vergleichen und fundierte Entscheidungen über die Mittelverwendung zu treffen.

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So berechnen Sie den ROI

Grundlegende ROI-Berechnung

Schritt 1: Anfangsinvestition bestimmen

Erfassen Sie den Gesamtbetrag, den Sie anfangs investiert haben, einschließlich aller Gebühren und Kosten.

Schritt 2: Endwert bestimmen

Berechnen Sie den aktuellen oder abschließenden Wert Ihrer Investition, einschließlich erhaltener Dividenden oder Erträge.

Schritt 3: Formel anwenden

Ziehen Sie die Anfangsinvestition vom Endwert ab, dividieren Sie durch die Anfangsinvestition und multiplizieren Sie mit 100, um Ihren ROI-Prozentsatz zu erhalten.

Den annualisierten ROI verstehen

Der annualisierte ROI normiert Renditen auf eine jährliche Grundlage und erleichtert so den Vergleich von Investitionen mit unterschiedlichen Zeithorizonten. Eine Rendite von 50 % über 5 Jahre unterscheidet sich erheblich von einer Rendite von 50 % über 1 Jahr.

Die Formel für den annualisierten ROI verwendet das geometrische Mittel, um das Zinseszinswachstum zu berücksichtigen, und liefert damit ein genaueres Bild der jährlichen Entwicklung Ihrer Investition.

ROI-Beispiele

Gängige Investitionsszenarien

Immobilieninvestition

Kauf einer Immobilie für 200.000 €, Verkauf nach 3 Jahren für 250.000 €. ROI = 25 %, annualisierter ROI ≈ 7,7 %

Aktieninvestition

Investition von 10.000 € in Aktien, Wertsteigerung auf 15.000 € über 2 Jahre. ROI = 50 %, annualisierter ROI ≈ 22,5 %

Unternehmensinvestition

Investition von 50.000 € in ein Unternehmen, Rückfluss von 65.000 € nach 18 Monaten. ROI = 30 %, annualisierter ROI = 20 %

Grenzen des ROI

Obwohl der ROI eine nützliche Kennzahl ist, hat er Einschränkungen. Er berücksichtigt nicht den Zeitwert des Geldes (sofern nicht annualisiert), Risikofaktoren oder Opportunitätskosten. Zwei Investitionen mit demselben ROI können sehr unterschiedliche Risikoprofile aufweisen.

Für eine umfassendere Analyse sollten Sie weitere Kennzahlen wie den Kapitalwert (NPV), den internen Zinssatz (IRR) oder risikobereinigte Renditekennzahlen wie die Sharpe-Ratio hinzuziehen.

Tipps für eine bessere ROI-Analyse

Beziehen Sie stets alle Kosten in Ihre Anfangsinvestitionsberechnung ein, einschließlich Transaktionsgebühren, Wartungskosten und Steuern. Werden versteckte Kosten vergessen, kann dies zu einem überhöhten ROI-Wert führen.

Verwenden Sie beim Vergleich von Investitionen den annualisierten ROI für einen genauen Vergleich über verschiedene Zeiträume hinweg. Berücksichtigen Sie bei Ihren Entscheidungen auch Liquidität, Risiko und Ihre Anlageziele.

So nutzen Sie diesen ROI-Rechner

  1. Tragen Sie die Anfangsinvestition (€) ein – das gesamte Kapital, das Sie tatsächlich gebunden haben, einschließlich Ordergebühren, Ausgabeaufschlag, Notarkosten, Grunderwerbsteuer oder anderer einmaliger Anschaffungsnebenkosten.
  2. Geben Sie den Endwert (€) an – den Verkaufserlös oder aktuellen Marktwert zuzüglich aller bereits vereinnahmten Erträge wie Dividenden, Zinsen, Mieteinnahmen oder Ausschüttungen.
  3. Tragen Sie den Zeitraum (Jahre) ein – nutzen Sie 1 bei einer Haltedauer von einem Jahr oder kürzer; verwenden Sie Dezimalwerte (z. B. 0,5 für sechs Monate, 2,5 für 30 Monate) für gebrochene Jahre.
  4. Klicken Sie auf ROI berechnen, um Kapitalrendite, Nettogewinn/-verlust, annualisierten ROI und Gesamtrendite als Vielfaches Ihrer Anfangsinvestition zu sehen.
  5. Vergleichen Sie den annualisierten ROI – nicht die kumulative ROI – wenn Sie Investments mit unterschiedlicher Haltedauer gegeneinander stellen. BaFin und Verbraucherzentralen weisen darauf hin, dass historische Renditen keine Garantie für künftige Erträge sind.

Beispiele

ETF-Investment: 10.000 € MSCI-World-Anteile nach drei Jahren verkauft

Eine Privatanlegerin kauft Anteile eines weltweit streuenden Aktien-ETFs (MSCI World, TER ca. 0,20 %) bei einem deutschen Online-Broker für insgesamt 10.000 € einschließlich Ordergebühren. Drei Jahre später verkauft sie alle Anteile für 12.000 € nach Spesen. Während der Haltedauer wurden keine nennenswerten Ausschüttungen vereinnahmt (thesaurierender ETF). Sie betrachtet die Brutto-Rendite vor Abgeltungsteuer.

ErgebnisKapitalrendite: +20,00 %. Nettogewinn: +2.000 €. Annualisierter ROI: +6,27 %. Gesamtrendite: 1,20x.

Der Rechner bildet (12.000 − 10.000) ÷ 10.000 × 100 = 20 % für die kumulative ROI und 12.000 ÷ 10.000 = 1,20x für das Gesamtmultiple. Für den annualisierten Wert ergibt sich (12.000 ÷ 10.000)^(1/3) − 1 = 1,0627 − 1 ≈ 6,27 % pro Jahr – die konstante geometrische Verzinsung, die aus 10.000 € in drei Jahren 12.000 € macht. Steuerlich greift die Abgeltungsteuer von 25 % zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag (effektiv 26,375 %) sowie ggf. Kirchensteuer. Bei Aktien-ETFs mindert die Teilfreistellung von 30 % die Bemessungsgrundlage; der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € pro Person und Jahr (2.000 € bei Zusammenveranlagung) verringert die Last zusätzlich. Während der Haltedauer fiel bei dem thesaurierenden ETF jährlich die Vorabpauschale nach § 18 InvStG an, die beim Verkauf gegengerechnet wurde.

Immobilien-Kapitalanlage: Eigentumswohnung mit Mietertrag und Wertzuwachs

Ein Kapitalanleger erwirbt eine vermietete Eigentumswohnung in einer deutschen Großstadt für 300.000 € Eigenkapital (ohne Finanzierung). Nach Notarkosten, Grunderwerbsteuer und Maklercourtage sind tatsächlich 320.000 € gebunden. Über 5 Jahre vereinnahmt er einen Netto-Mietertrag (nach Verwalter, Instandhaltung und nicht umlagefähigen Nebenkosten) von 12.000 € pro Jahr und verkauft die Wohnung am Ende des fünften Jahres für 410.000 € nach Verkaufsnebenkosten. Der Endwert summiert Verkaufserlös und kumulierte Nettomieten.

ErgebnisKapitalrendite: +46,88 %. Nettogewinn: +150.000 €. Annualisierter ROI: +8,00 %. Gesamtrendite: 1,47x.

Endwert = 410.000 € Verkaufserlös + 5 × 12.000 € Nettomiete = 470.000 €. Kumulative ROI = (470.000 − 320.000) ÷ 320.000 ≈ 46,88 % über die gesamte Haltedauer. Annualisierter ROI = (470.000 ÷ 320.000)^(1/5) − 1 = 1,469^0,2 − 1 ≈ 8,00 % pro Jahr. Der Wert unterschätzt die reale Performance leicht, da der Rechner alle Mieten zum Periodenende behandelt; präziser wäre der interne Zinsfuß (IRR), der jeden Jahres-Cashflow individuell diskontiert. Wichtige steuerliche Punkte in Deutschland: Mieterträge sind als Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung mit dem persönlichen Einkommensteuersatz zu versteuern (nicht mit Abgeltungsteuer). Ein Veräußerungsgewinn ist nach § 23 EStG (privates Veräußerungsgeschäft) bei einer Haltedauer von über 10 Jahren steuerfrei – hier wurde nach 5 Jahren verkauft, daher fällt Spekulationssteuer zum persönlichen Satz an. Für die Renditeanalyse ergänzen Sie Mietrendite (Jahresnettomiete ÷ Kaufpreis) und Eigenkapitalrendite (ROE).

Marketingkampagne: bezahlte Anzeigen mit Werbeausgaben und Umsatz

Ein deutsches Kleinunternehmen investiert 5.000 € in eine einmonatige Google-Ads- und Meta-Kampagne, die 25.000 € Umsatz generiert. Das Produkt hat eine Bruttomarge von 60 %, der zurechenbare Bruttogewinn der Kampagne beträgt also 15.000 €. Zum Vergleich mit anderen Investments behandeln wir die Kampagne als einjähriges Investment.

ErgebnisKapitalrendite: +300,00 %. Nettogewinn: +15.000 €. Annualisierter ROI: +300,00 %. Gesamtrendite: 4,00x.

Der Endwert ist die Werbeausgabe plus der erzeugte Bruttogewinn: 5.000 € + 15.000 € = 20.000 €. ROI = (20.000 − 5.000) ÷ 5.000 × 100 = 300 %. Bei einer Periode von genau einem Jahr entspricht der annualisierte ROI dem kumulativen ROI. Das ist ausdrücklich nicht zu verwechseln mit ROAS (Return on Ad Spend) = Umsatz ÷ Werbeausgabe = 25.000 ÷ 5.000 = 5,0x, der die Herstellungs- und Lieferkosten ignoriert. Auf den Gewinn fällt in Deutschland Körperschaftsteuer (15 %) zuzüglich Solidaritätszuschlag (5,5 %) und Gewerbesteuer (Hebesatz je Gemeinde, meist 14–17 % effektiv) an, bzw. bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften der persönliche Einkommensteuersatz. Die Umsatzsteuer (19 %) ist durchlaufender Posten und wird in der ROI-Berechnung nicht berücksichtigt. Marketingverantwortliche tracken üblicherweise beide Kennzahlen: ROAS zur Bid-Optimierung, ROI zur Bestätigung, dass die Kampagne nach Vollkosten profitabel war.

So funktioniert es

Die Kapitalrendite ist der Nettogewinn dividiert durch die Anschaffungskosten der Investition, ausgedrückt in Prozent: ROI %=EndwertAnfangsinvestitionAnfangsinvestition×100\text{ROI \%} = \frac{\text{Endwert} - \text{Anfangsinvestition}}{\text{Anfangsinvestition}} \times 100. Sie beantwortet die Frage „Wie viel habe ich im Verhältnis zum eingesetzten Kapital zurückerhalten?" – ohne eine Aussage zu Risiko, Zeit oder zur Verteilung des Gewinns zu treffen.

Die Gesamtrendite wird als Vielfaches ausgewiesen – Endwert ÷ Anfangsinvestition. Ein Total-Return-Multiple von 1,50x bedeutet, dass Sie am Ende das 1,5-fache Ihres Startkapitals besitzen. Ein Wert unter 1,0x signalisiert einen Verlust; 1,0x bedeutet, dass Sie genau die Kapitalrückzahlung erhalten haben.

Der annualisierte ROI wandelt die kumulative Rendite in eine konstante geometrische Jahresrendite um: (Endwert/Anfangsinvestition)1/n1(\text{Endwert} / \text{Anfangsinvestition})^{1/n} - 1, wobei nn die Anzahl der Jahre ist. Dieses geometrische Mittel ist die einzig faire Methode, um einen 20-%-Gewinn aus einem Jahr mit einem 50-%-Gewinn aus fünf Jahren zu vergleichen – in diesem Fall ergeben sich rund 8,45 % pro Jahr, deutlich unter der reißerischen 50-%-Schlagzeile.

Sämtliche Berechnungen laufen clientseitig im Browser aus den drei Eingaben ab. Der Rechner adjustiert nicht für deutsche Steuern (Abgeltungsteuer 26,375 %, Einkommensteuer, Gewerbesteuer), Gebühren, Währungsumrechnung, Inflation oder den Zeitpunkt zwischengeschalteter Cashflows; diese Faktoren müssen Sie selbst in Anfangsinvestition und Endwert einrechnen oder für Projekte mit mehreren Zahlungsterminen pro Jahr den internen Zinsfuß (IRR) nutzen.

Wann Sie diesen Rechner nutzen

  • Abgeschlossenes Investment auswerten. Nach dem Verkauf von Aktien oder ETF-Anteilen, dem Exit aus einer Beteiligung oder dem Abschluss einer Marketingkampagne tragen Sie ein, was Sie eingesetzt und was Sie zurückerhalten haben. Sie sehen sofort die realisierte Brutto-ROI und die implizite annualisierte Rendite vor Abgeltungsteuer.
  • Investments mit unterschiedlicher Haltedauer vergleichen. Eine 30-%-Rendite über 18 Monate ist nicht direkt vergleichbar mit einer 30-%-Rendite über 4 Jahre. Der annualisierte ROI bringt beide auf dieselbe Pro-Jahr-Skala und macht den Vergleich ehrlich – wichtig, wenn Sie einen ETF-Sparplan, ein P2P-Investment und eine Immobilien-Kapitalanlage gegeneinander stellen.
  • Marketing- und Werbekampagne bewerten. Behandeln Sie die Kampagnenkosten als Anfangsinvestition und den inkrementellen Bruttogewinn (nicht den Umsatz) als Beitrag zum Endwert. Nutzen Sie ROAS separat, wenn Sie die Effizienz der Ad-Plattform isoliert von Marge und Vollkosten beurteilen wollen.
  • Beteiligung oder Immobiliendeal prüfen. Summieren Sie alle erwarteten Cashflows – Veräußerungserlös plus zwischenzeitliche Ausschüttungen, Nettomieten oder Dividenden – im Endwert und tragen Sie jeden Euro Eigenkapital in die Anfangsinvestition ein. Vergleichen Sie den annualisierten Wert gegen die langfristige Aktienmarktrendite (DAX und MSCI World historisch rund 6–7 % nominal nach Bundesbank-Statistik) als Benchmark.
  • Depot-Meilenstein im Langfristportfolio tracken. Notieren Sie einmal jährlich, wie viel Sie in ein Depot oder einen Rürup-/Riester-Vertrag eingezahlt haben und wie hoch der aktuelle Marktwert ist. Der annualisierte ROI zeigt, ob Sie auf Kurs in Richtung Ihrer Zielrendite liegen – Stiftung Warentest empfiehlt rund 6 % als Planungswert für globale Aktien-ETFs.

Häufige Fehler

  • FehlerOrdergebühren, Ausgabeaufschlag, Notarkosten, Grunderwerbsteuer und Slippage bei der Anfangsinvestition ignorieren.
    LösungErfassen Sie jeden Euro, der Ihr Konto verlassen hat – Brokerage-Gebühren, Beratungshonorare, Notarkosten, Grunderwerbsteuer, Maklercourtage. Sonst sieht die ROI besser aus, als sie tatsächlich war. Verbraucherzentralen weisen ausdrücklich auf die Bedeutung der Vollkostensicht hin.
  • FehlerZwischenzeitliche Cashflows (Dividenden, Mieten, Ausschüttungen) im Endwert vergessen.
    LösungAddieren Sie kumulierte Dividenden, Zinsen oder Nettomieten zum Veräußerungserlös. Wer sie weglässt, unterschätzt die tatsächliche Gesamtrendite systematisch – gerade bei langjährigen Immobilien-Kapitalanlagen oder Dividenden-ETFs ist der laufende Ertrag ein wesentlicher Renditebeitrag.
  • FehlerKumulative ROI nutzen, um Investments mit unterschiedlicher Haltedauer zu vergleichen.
    LösungVergleichen Sie immer auf annualisiertem ROI. Eine kumulative Rendite von 50 % über fünf Jahre entspricht nur rund 8,45 % pro Jahr – unter der langfristigen DAX- und MSCI-World-Performance und damit kein guter Deal, falls der Vergleich gegen ein breit gestreutes Aktiendepot läuft.
  • FehlerROI mit ROAS (Return on Ad Spend) verwechseln.
    LösungROAS = Umsatz ÷ Werbeausgabe und ignoriert Wareneinsatz, Versand und Retouren. ROI nutzt den Nettogewinn. Eine ROAS von 5x kann immer noch eine verlustreiche Kampagne sein, sobald Bruttomarge, Logistik- und Overhead-Kosten berücksichtigt werden.
  • FehlerROI als risikobereinigte Kennzahl behandeln.
    LösungZwei Investments mit identischem ROI können völlig unterschiedliche Volatilität, maximale Drawdowns und Ausfallwahrscheinlichkeiten haben. Kombinieren Sie ROI mit Risikokennzahlen (Standardabweichung, Sharpe-Ratio, maximaler Drawdown), bevor Sie eine Allokationsentscheidung treffen. BaFin und Verbraucherzentralen betonen Risikoaufklärung als gleichrangig zur Renditeaussage.
  • FehlerVorsteuerliche ROI mit nachsteuerlicher ROI in einem geförderten Vertrag vergleichen.
    LösungEntscheiden Sie sich, ob Sie vor oder nach Steuern messen, und wenden Sie diese Wahl konsistent an. Abgeltungsteuer (26,375 % inklusive Soli), Teilfreistellung bei Investmentfonds (30 % Aktien, 15 % Mischfonds, 60 % Immobilienfonds), persönlicher Einkommensteuersatz bei Mieteinkünften und Spekulationsfrist nach § 23 EStG verändern das Bild erheblich.

Häufig gestellte Fragen

Wie unterscheidet sich ROI vom internen Zinsfuß (IRR)?

Die ROI ist ein einzelnes Verhältnis zwischen einem Endwert und einer Anfangsinvestition, optional annualisiert über das geometrische Mittel. Der IRR (Internal Rate of Return, interner Zinsfuß) verarbeitet eine Folge von Cashflows zu unterschiedlichen Zeitpunkten und ermittelt den Diskontierungszinssatz, bei dem der Kapitalwert null ist. Bei einem sauberen Kauf-Verkauf-Investment ohne zwischenzeitliche Cashflows liefern annualisierter ROI und IRR identische Werte. Bei Projekten mit mehreren Zu- und Abflüssen über die Zeit ist der IRR exakter – das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) sieht den IRR in Standards wie IDW S 1 als ergänzende Kennzahl zur DCF-Bewertung vor.

Soll ich die kumulative oder die annualisierte ROI verwenden?

Nutzen Sie den annualisierten ROI, wenn Sie Investments mit unterschiedlicher Haltedauer vergleichen oder gegen eine Jahres-Benchmark (langfristige MSCI-World- oder DAX-Rendite von 6–7 % nominal) abgleichen. Verwenden Sie die kumulative ROI, wenn Sie sich nur für das Gesamtergebnis über ein fest definiertes Fenster interessieren (z. B. eine einmalige Kampagne, die Sie nie wiederholen werden).

Wie berücksichtige ich die Zeit in diesem Rechner?

Tragen Sie die Haltedauer in Jahren im Feld Zeitraum ein. Nutzen Sie Dezimalwerte für gebrochene Jahre – 0,25 für drei Monate, 0,5 für sechs Monate, 1,5 für 18 Monate. Der Rechner verwendet diese Eingabe direkt in der geometrischen Annualisierungsformel. Er gewichtet zwischenzeitliche Cashflows allerdings nicht nach ihrem Zeitpunkt; dafür benötigen Sie den internen Zinsfuß (IRR) oder ein Discounted-Cashflow-Modell, wie es im IDW-Standard S 1 für Unternehmensbewertungen genutzt wird.

Was ist eine gute ROI?

Das hängt vollständig von Risiko und Zeithorizont ab. Historisch haben breit gestreute Aktien (MSCI World, DAX) langfristig rund 6–7 % pro Jahr nominal geliefert (etwa 4–5 % real nach Inflation), Investment-Grade-Anleihen rund 3–4 %, Tagesgeld und Festgeld laut Bundesbank-Zinsstatistik 1,5–3 % nominal in Zinsphasen. Eine privatwirtschaftliche Beteiligung oder Immobilien-Kapitalanlage sollte üblicherweise einen höheren annualisierten ROI als ein breit gestreutes Aktiendepot liefern, um Illiquidität und Klumpenrisiko zu kompensieren. Vergleichen Sie Ihren annualisierten ROI gegen eine relevante Benchmark und Ihre persönliche Mindestrendite – nicht gegen eine universelle Schwelle.

Berücksichtigt der Rechner Steuern und Gebühren?

Nur, wenn Sie sie in die Eingaben einrechnen. Der Rechner hat keine separaten Felder für Steuern oder Gebühren. Für eine nachsteuerliche, nachgebührliche Sicht addieren Sie Gebühren (Ordergebühren, Ausgabeaufschlag, Notarkosten) zur Anfangsinvestition und ziehen gezahlte Steuern vom Endwert ab. In Deutschland sind das vor allem die Abgeltungsteuer von 25 % zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag (effektiv 26,375 %) und ggf. Kirchensteuer auf Kapitalerträge, der persönliche Einkommensteuersatz bei Vermietungseinkünften und Spekulationsgewinnen innerhalb der 10-Jahres-Frist nach § 23 EStG, sowie Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer bei betrieblichen Investments.

Was ist der Unterschied zwischen ROI und ROAS?

ROAS (Return on Ad Spend) = Umsatz ÷ Werbeausgabe und wird als Multiple ausgewiesen (z. B. 5x). Es ist eine Top-of-Funnel-Marketing-Effizienzkennzahl und ignoriert Wareneinsatz, Logistik, Retouren und Overhead. Die ROI nutzt den Nettogewinn (Umsatz minus alle Kosten) und kann negativ sein, selbst wenn die ROAS deutlich über 1x liegt. Marketingverantwortliche tracken beides: ROAS zur Bid-Optimierung in den Ad-Plattformen, ROI zur Bestätigung, dass die Kampagne nach Vollkosten tatsächlich Geld eingebracht hat.

Kann der ROI negativ sein?

Ja. Liegt der Endwert unter der Anfangsinvestition, sind sowohl Nettogewinn als auch ROI negativ. Die Gesamtrendite (Multiple) fällt unter 1,0x. Der annualisierte ROI ist ebenfalls negativ und stellt die konstante geometrische Jahresrate dar, mit der die Investition an Wert verloren hat – nützlich, um die Schwere von Verlusten zwischen verschiedenen Haltedauern zu vergleichen.

Warum ist der annualisierte ROI niedriger als die kumulative ROI?

Weil der annualisierte ROI eine Pro-Jahr-Rate ist, die über mehrere Jahre kapitalisiert wird. Ein kumulativer Gewinn von 50 % über fünf Jahre entspricht rund 8,45 % annualisiert, denn 1,0845^5 ≈ 1,50. Nur Investments mit exakt einjähriger Haltedauer haben einen annualisierten ROI gleich der kumulativen ROI. Bei Haltedauern über einem Jahr ist der annualisierte Wert niedriger; bei Perioden unter einem Jahr kann er deutlich höher wirken, weil die Rate auf ein volles Jahr hochgerechnet wird.

Wie behandle ich eine Immobilien-Kapitalanlage mit Miete und Wertzuwachs?

Erfassen Sie alle eingesetzten Euros (Kaufpreis, Notarkosten, Grunderwerbsteuer, Maklercourtage, große Modernisierungen, sonstige Transaktionskosten) in der Anfangsinvestition. Addieren Sie den Verkaufserlös (nach Verkaufsnebenkosten) und die kumulierte Nettomiete (nach Verwalter, Instandhaltung und nicht umlagefähigen Nebenkosten) im Endwert. Das Ergebnis ist eine rückwärtsgerichtete kumulative und annualisierte ROI auf das gebundene Eigenkapital. Sie trennt jedoch nicht Mietrendite von Wertsteigerung und berücksichtigt nicht den Zeitpunkt einzelner Mieten. Für eine rigorosere Sicht ergänzen Sie Mietrendite (Bruttomiete ÷ Kaufpreis) und Eigenkapitalrendite (ROE) bei finanzierten Objekten.

Wie unterscheidet sich ROI von Eigenkapitalrendite (ROE) und Gesamtkapitalrendite (ROA)?

Die Kapitalrendite (ROI) bezieht sich auf eine einzelne Investition und vergleicht Endwert und Anfangsinvestition. Die Eigenkapitalrendite (Return on Equity, ROE) = Jahresüberschuss ÷ Eigenkapital ist eine bilanzielle Kennzahl auf Unternehmensebene und zeigt, wie produktiv das Eigenkapital im laufenden Geschäftsjahr eingesetzt wurde – ein Klassiker der DuPont-Analyse, der bis auf Eugen Schmalenbach zurückgeht. Die Gesamtkapitalrendite (Return on Assets, ROA) = Jahresüberschuss ÷ Bilanzsumme misst, wie produktiv das gesamte eingesetzte Kapital arbeitet, unabhängig davon, ob es aus Eigen- oder Fremdkapital stammt. Wirtschaftsprüfer und Analysten lesen ROE und ROA meist parallel zur ROI, um Kapitalstruktur und Verschuldungsgrad eines Unternehmens einzuordnen.

Ist ROI dasselbe wie die Umsatzrendite (Profit Margin)?

Nein. Die Umsatzrendite = Gewinn ÷ Umsatz misst, wie viel von jedem Euro Umsatz als Gewinn übrig bleibt. Die ROI = Gewinn ÷ Investition misst, wie produktiv ein Kapitalbetrag eingesetzt wurde. Ein Unternehmen kann eine dünne Umsatzrendite und trotzdem eine hervorragende ROI haben, wenn es sein Kapital pro Jahr mehrfach umschlägt – und umgekehrt. Eugen Schmalenbachs Grundlagenwerke zur dynamischen Bilanz haben diese Trennung früh herausgearbeitet.

Passt der Rechner an die Inflation an?

Nein. Das Ergebnis ist eine nominale ROI auf Basis der von Ihnen eingegebenen Eurobeträge. Für eine reale (inflationsbereinigte) ROI deflationieren Sie den Endwert mit der kumulativen Verbraucherpreisindex-Änderung (VPI des Statistischen Bundesamtes) über die Haltedauer, bevor Sie ihn eintragen. Über mehrjährige Horizonte ist das relevant: Eine nominale Rendite von 7 % in einem Umfeld mit 3 % Inflation entspricht nur rund 4 % realer Rendite – ein Punkt, den Stiftung Warentest und Verbraucherzentralen in ihren Anlegeranleitungen regelmäßig betonen. Die EZB strebt langfristig 2 % Inflation an.

Quellen

Methodik

Dieser Rechner ermittelt die Kapitalrendite als (Endwert − Anfangsinvestition) ÷ Anfangsinvestition × 100, den Nettogewinn als Endwert − Anfangsinvestition, die Gesamtrendite als Endwert ÷ Anfangsinvestition (Multiple) sowie den annualisierten ROI als (Endwert ÷ Anfangsinvestition)^(1/Jahre) − 1. Die Annualisierung nutzt das geometrische Mittel, damit die ausgewiesene Jahresrate – über die Haltedauer kapitalisiert – exakt die tatsächliche Gesamtrendite reproduziert. Die Eingaben werden zum Nennwert übernommen: Steuern, Gebühren, Inflation und der Zeitpunkt zwischengeschalteter Cashflows werden nicht separat modelliert und müssen in den beiden eingegebenen Eurobeträgen enthalten sein. Steuerlich gilt in Deutschland für Kapitalerträge die Abgeltungsteuer von 25 % zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag (effektiv 26,375 %) und ggf. Kirchensteuer; auf Mieterträge und Spekulationsgewinne innerhalb der 10-Jahres-Frist nach § 23 EStG der persönliche Einkommensteuersatz. Sparer-Pauschbetrag (1.000 € pro Person und Jahr), Teilfreistellung (30 % Aktienfonds, 15 % Mischfonds, 60 % Immobilienfonds) und Vorabpauschale nach § 18 InvStG sind ggf. separat zu berücksichtigen. Methodische Grundlagen zur Renditemessung folgen den Konventionen, wie sie u. a. von der Schmalenbach-Gesellschaft, dem IDW (IDW S 1) und Verbraucherportalen wie Stiftung Warentest etabliert sind. Hinweis: Renditen sind keine Garantien (BaFin- und Verbraucherzentralen-Anlegerhinweise).

Profi-Tipps

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