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Promillerechner

Schätzen Sie Ihren Blutalkoholgehalt (BAK) auf Basis konsumierter Getränke, Körpergewicht, Geschlecht und vergangener Zeit.

⚠️

Dieser Rechner liefert nur Schätzwerte. Der tatsächliche Blutalkoholgehalt hängt von vielen Faktoren ab. Fahren Sie niemals unter Alkoholeinfluss.

Widmark-Formel

BAK-Berechnung

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Variablen

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lb
Beeinflusst den Körperwasseranteil in der Berechnung
1 Standardgetränk = 0,33 l Bier, 0,15 l Wein oder 0,04 l Spirituosen

Blutalkoholgehalt verstehen

Der Blutalkoholgehalt (BAK) ist der Prozentanteil von Alkohol im Blutkreislauf. Er ist das Standardmaß, das Strafverfolgungsbehörden und Mediziner zur Beurteilung des Betrunkenseins verwenden.

Der BAK wird von vielen Faktoren beeinflusst: Körpergewicht, biologisches Geschlecht, Nahrungsaufnahme, Trinkgeschwindigkeit und individueller Stoffwechsel. Dieser Rechner liefert Schätzwerte auf Basis der Widmark-Formel – derselben Methode, die in der forensischen Alkohologie verwendet wird.

⚖️

Gesetzliche Grenzwerte

0,08 % BAK ist der gesetzliche Grenzwert für das Führen von Kraftfahrzeugen in den meisten US-Bundesstaaten. In Deutschland gilt die 0,5-Promille-Grenze (0,05 %).

⏱️

Abbaurate

Der Körper baut Alkohol mit etwa 0,015 % BAK pro Stunde ab – ungefähr ein Standardgetränk.

🚗

Beeinträchtigung beginnt früh

Die Fahrtüchtigkeit ist bereits ab 0,02 % BAK beeinträchtigt – weit unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte.

⚠️

Individuelle Unterschiede

Zwei Personen können dieselbe Menge trinken und dennoch unterschiedliche BAK-Werte aufweisen.

BAK-Werte und ihre Wirkungen

Alkohol wirkt zunehmend stärker, je mehr der BAK ansteigt:

BAK %Typische WirkungenFahrtüchtigkeitRechtlicher Status
0,01–0,03 Leichte Entspannung, etwas gehobene Stimmung Minimale Beeinträchtigung Legal
0,04–0,06 Nachlassende Hemmungen, leichte Denkbeeinträchtigung Erste Beeinträchtigungen Legal (je nach Land)
0,07–0,09 Nachlassende Koordination, beeinträchtigtes Urteilsvermögen, verlangsamte Reaktion Deutliche Beeinträchtigung Illegal in den meisten Bundesstaaten
0,10–0,12 Schlechte Koordination, verwaschene Sprache, verlangsamtes Denken Stark beeinträchtigt Illegal
0,13–0,15 Erheblicher Gleichgewichtsverlust, verschwommenes Sehen, Angstgefühle Sehr gefährlich Illegal
0,16–0,19 Dysphorie, Übelkeit, Desorientierung Extrem gefährlich Illegal
0,20+ Verwirrtheit, Bewusstlosigkeit, Risiko einer Alkoholvergiftung Fahren unmöglich Medizinischer Notfall möglich

Was ist ein Standardgetränk?

Ein "Standardgetränk" enthält etwa 14 Gramm (0,6 oz) reinen Alkohol. Das entspricht:

🍺

Bier

0,33 l normales Bier (5 % Vol.). Hinweis: Craft-Biere, IPAs und starke Ales enthalten oft 6–12 % Vol. – zählen Sie diese als 1,5 bis 2 oder mehr Standardgetränke.

🍷

Wein

0,15 l Wein (12 % Vol.). Ein typisches Restaurantglas hat oft 0,18–0,25 l, viele Weine haben 13–15 % Vol. – ein "Glas" entspricht also möglicherweise 1,5 oder mehr Standardgetränken.

🥃

Spirituosen

0,04 l (80-proof, 40 % Vol.) Destillat. Stärkere Spirituosen enthalten pro Glas mehr Alkohol.

🍸

Cocktails

Gemischte Getränke variieren stark. Ein Long Island Iced Tea enthält 3–4 Standardgetränke. Eine Margarita kann 1,5–2 enthalten. Ein Martini entspricht etwa 2 Standardgetränken.

Faktoren, die den BAK beeinflussen

Viele Faktoren jenseits der Trinkmenge beeinflussen Ihren BAK:

⚖️

Körpergewicht

Schwerere Personen haben ein größeres Blutvolumen, das den Alkohol verdünnt. Eine 55-kg-Person wird nach denselben Getränken einen höheren BAK haben als eine 90-kg-Person.

♀️

Biologisches Geschlecht

Frauen haben bei gleichem Gewicht in der Regel einen höheren BAK als Männer, da ihre Körperzusammensetzung und ihr Wassergehalt abweichen. Der Widmark-Faktor beträgt bei Frauen ~0,55 gegenüber ~0,68 bei Männern.

🍽️

Mageninhalt

Essen vor oder während des Trinkens verlangsamt die Alkoholaufnahme erheblich. Fettige Speisen sind besonders wirksam dabei, die Resorption zu bremsen.

Trinkgeschwindigkeit

Schnelles Trinken lässt den BAK schneller ansteigen, als der Körper Alkohol abbauen kann. Trinken Sie über längere Zeit verteilt, bleibt der Spitzen-BAK niedriger.

💊

Medikamente

Viele Medikamente wechselwirken mit Alkohol und können die Wirkung verstärken oder den Abbau verlangsamen. Konsultieren Sie immer einen Arzt, bevor Sie Alkohol mit verschreibungspflichtigen Medikamenten kombinieren.

😴

Müdigkeit und Stress

Erschöpfung oder Stress können die Alkoholwirkung verstärken, auch bei gleichem BAK-Wert. Die subjektive Beeinträchtigung kann höher sein, als der BAK allein vermuten lässt.

Wie Alkohol abgebaut wird

Das Wissen um den Alkoholabbau im Körper hilft, fundierte Entscheidungen zu treffen:

Alkohol wird hauptsächlich in der Leber mit einer relativ konstanten Rate von etwa 0,015 % BAK pro Stunde abgebaut (ungefähr ein Standardgetränk). Diese Rate lässt sich durch Kaffee, kalte Duschen oder Sport nicht beschleunigen – nur Zeit reduziert den BAK.

🔬

Erster-Pass-Metabolismus

Ein Teil des Alkohols wird bereits im Magen abgebaut, bevor er in den Blutkreislauf gelangt. Dies ist bei Männern und bei vorhandenem Mageninhalt effizienter.

⏱️

BAK-Spitzenwert

Der BAK erreicht etwa 30–45 Minuten nach dem letzten Getränk auf nüchternen Magen seinen Höhepunkt, mit Nahrung nach 1–2 Stunden. Sie könnten noch im Anstieg sein, wenn Sie sich "gut fühlen".

🌙

Schlafen beschleunigt nichts

Schlafen erhöht die Abbaurate von Alkohol nicht. Wenn Sie mit einem BAK von 0,15 % ins Bett gehen, können Sie 5 Stunden später immer noch über 0,08 % haben.

Rechtliche Informationen zu Trunkenheit am Steuer

Das Wissen um gesetzliche Grenzwerte ist wichtig für verantwortungsvollen Alkoholkonsum:

🚗

Gesetzlicher Grenzwert (USA)

0,08 % BAK ist der gesetzliche Grenzwert in allen 50 US-Bundesstaaten für Fahrer ab 21 Jahren. Sie können jedoch auch unterhalb dieses Wertes wegen Trunkenheit am Steuer verfolgt werden.

👶

Null-Toleranz

Fahrer unter 21 Jahren unterliegen in den meisten US-Bundesstaaten der Null-Toleranz-Regelung – jeder messbare BAK (oft ab 0,01–0,02 %) kann zu Strafen führen.

🚛

Berufskraftfahrer

Fahrer von Nutzfahrzeugen (CDL-Inhaber) dürfen beim Führen von Nutzfahrzeugen maximal 0,04 % BAK haben.

⚠️

Verschärfte Strafen

Ein BAK von 0,15 % oder höher führt oft zu "erschwerter Trunkenheit am Steuer" mit höheren Strafen, einschließlich längerem Führerscheinentzug und Pflichtinhaftierung.

🌍

Internationale Grenzwerte

Viele Länder verwenden 0,05 % BAK als Grenzwert (Australien, Großteile Europas). Deutschland hat ebenfalls eine 0,05-%-Grenze (0,5 Promille). Einige Länder (Japan, Schweden) nutzen 0,02–0,03 %. Andere haben Null-Toleranz.

Mythen über das Ausnüchtern

Verbreitete Mythen darüber, wie man die Trunkenheit schneller abbaut – die allesamt nicht funktionieren:

Kaffee hilft nicht

Koffein kann Sie wacher fühlen lassen, senkt aber weder den BAK noch verbessert es die Koordination. Man ist dann schlicht ein "wacher Betrunkener".

🚿

Kalte Duschen wirken nicht

Kaltes Wasser beschleunigt den Alkoholabbau nicht. Es kann vorübergehend aufwecken, der BAK bleibt jedoch unverändert.

🏃

Sport verbrennt ihn nicht

Körperliche Aktivität erhöht den Alkoholabbau nicht nennenswert. Zudem kann sie durch beeinträchtigte Koordination und Austrocknung gefährlich sein.

🍞

Essen danach hilft kaum

Sobald Alkohol im Blutkreislauf ist, senkt Nahrung den BAK nicht mehr. Essen hilft nur, wenn es vor oder während des Trinkens eingenommen wird, um die Aufnahme zu verlangsamen.

Häufig gestellte Fragen

Q Wie genau ist dieser Promillerechner?

Dieser Rechner verwendet die Widmark-Formel – dasselbe Verfahren wie in der forensischen Alkohologie. Individuelle Unterschiede sind jedoch erheblich. Faktoren wie Genetik, Lebergesundheit, Medikamente und der genaue Alkoholgehalt der Getränke können dazu führen, dass der tatsächliche BAK um ±20 % oder mehr vom Schätzwert abweicht.

Q Wie lange dauert das Ausnüchtern?

Der Körper baut Alkohol mit etwa 0,015 % BAK pro Stunde ab. Bei einem BAK von 0,15 % dauert es etwa 10 Stunden, bis 0,00 % erreicht werden. Wer um 2 Uhr nachts mit 0,12 % aufhört zu trinken, kann um 8 Uhr morgens noch fahruntüchtig sein.

Q Darf ich fahren, wenn ich unter 0,08 % bin?

Nein. Beeinträchtigungen beginnen bereits ab 0,02 % BAK. Studien zeigen ein erhöhtes Unfallrisiko ab 0,05 % BAK. Der gesetzliche Grenzwert ist keine "sichere" Grenze – er bezeichnet nur, ab wann Strafverfolgung einsetzt. Wer getrunken hat, sollte nicht fahren.

Q Warum fühle ich mich betrunkener, als mein BAK vermuten lässt?

Viele Faktoren beeinflussen das subjektive Betrunkensein: Müdigkeit, Medikamente, Alkoholtoleranz, Stimmung und Trinkgeschwindigkeit. Außerdem fühlt man sich beeinträchtigter, wenn der BAK noch steigt, als wenn er bei gleichem Wert bereits sinkt (Mellanby-Effekt).

Q Was ist der Unterschied zwischen BAK und Atemalkohol?

BAK (Blutalkoholkonzentration) wird aus Blutproben gemessen. Der Atemalkohol wird mit Atemtestgeräten ermittelt. Beide Werte korrelieren stark, wobei für die Umrechnung ein Atem-zu-Blut-Verhältnis von etwa 2100:1 verwendet wird.

Q Kann ich ein Atemtestgerät überlisten?

Nein. Gängige Mythen – Hyperventilieren, Luftanhalten, Atemminzen – funktionieren nicht. Moderne Atemtestgeräte sind auf solche Versuche ausgelegt. Manche Taktiken können die Werte sogar erhöhen.

Q Wie viele Getränke kann ich nehmen und trotzdem fahren?

Es gibt keine allgemein sichere Anzahl. Eine 55-kg-Frau kann nach 2 Getränken über 0,08 % liegen, während ein 90-kg-Mann nach 3 Getränken eventuell noch darunter ist. Beeinträchtigungen beginnen jedoch bereits mit dem ersten Getränk. Die einzig sichere Antwort: Wer fahren will, trinkt keinen Alkohol.

Q Beeinflusst die Alkoholtoleranz den BAK?

Nein. Toleranz beeinflusst, wie betrunken man sich fühlt, nicht den tatsächlichen BAK. Ein Vieltrinkender kann sich bei 0,15 % BAK funktionsfähig fühlen, während ein seltener Trinker dabei schwer beeinträchtigt wäre – der rechtliche BAK und die Reaktionszeit sind jedoch bei beiden ähnlich eingeschränkt.

So nutzen Sie diesen Promillerechner

  1. Wählen Sie über den Einheitenumschalter oberhalb des Formulars zwischen Imperial (lb) und Metrisch (kg). Der Platzhalter im Feld Körpergewicht ändert sich, sodass Sie wissen, welche Einheit erwartet wird – in Deutschland geben Sie Ihr Gewicht in Kilogramm an.
  2. Geben Sie Ihr Körpergewicht ein. Verwenden Sie Ihr aktuelles, tatsächliches Gewicht, denn der Widmark-Faktor wird auf Ihre gesamte Körpermasse angewendet. Die deutsche Forensik rechnet typischerweise in kg.
  3. Wählen Sie Ihr biologisches Geschlecht. Männer haben einen Körperwasseranteil von r = 0,68, Frauen von r = 0,55 (nach Widmark) – denn Alkohol verteilt sich ausschließlich im Körperwasser, nicht im Fettgewebe.
  4. Geben Sie die Anzahl der konsumierten Standardgetränke ein. Ein Standardgetränk entspricht in Deutschland etwa 0,33 l Bier (5 % Vol.), 0,15 l Wein (12 % Vol.) oder 0,04 l Spirituosen (40 % Vol.). Zählen Sie Halbe Bier, große Weingläser und doppelte Schnäpse entsprechend höher.
  5. Geben Sie die Stunden seit dem ersten Getränk ein. Der Rechner zieht pro Stunde rund 0,015 % BAK (≈ 0,1–0,2 Promille) für den Abbau ab. Klicken Sie auf Promille berechnen – Sie erhalten BAK, Promille, Beeinträchtigungsgrad, Zeit bis 0,5 ‰ (Fahrgrenze in Deutschland nach § 24a StVG) und eine Zeitachse. Das Ergebnis ist eine Schätzung, niemals ein Freibrief zum Fahren.

Beispiele

Basis: 85-kg-Mann, 3 Halbe Bier in 2 Stunden – Grenze 0,5 ‰

Ein 85 kg schwerer Mann trinkt auf einem Grillabend in München drei 0,5-l-Bier (5 % Vol.) verteilt über 2 Stunden. Er möchte wissen, ob er nach § 24a StVG mit dem Auto nach Hause fahren darf.

ErgebnisGeschätzter BAK von etwa 0,066 % bzw. rund 0,66 Promille – damit über der 0,5-Promille-Grenze nach § 24a StVG. Bußgeld von mindestens 500 €, ein Monat Fahrverbot und 2 Punkte in Flensburg drohen.

Drei 0,5-l-Bier mit 5 % Vol. entsprechen etwa 4,5 Standardgetränken (je 0,33 l = 1 Standardgetränk). In oz: 4,5 × 0,6 = 2,7 oz reiner Alkohol. 85 kg = 187 lb. Widmark-Zähler: 2,7 × 5,14 = 13,878. Nenner: 187 × 0,68 = 127,16. Spitzen-BAK: 13,878 / 127,16 ≈ 0,1091 % bzw. 1,09 ‰. Nach 2 Stunden Abbau (2 × 0,015 = 0,030) verbleiben etwa 0,066 % bzw. 0,66 ‰. Klar über der 0,5-Promille-Grenze des § 24a StVG. Fahren ist hier eine Ordnungswidrigkeit. Ab 1,1 ‰ wäre es eine Straftat nach § 316 StGB (absolute Fahruntüchtigkeit).

Fahranfänger: 60-kg-Frau in der Probezeit, 1 Glas Wein – 0,0-Promille-Grenze

Eine 60 kg schwere Frau in der Führerscheinprobezeit trinkt zum Essen ein Glas Wein (0,2 l, 13 % Vol., entspricht etwa 1,4 Standardgetränken) in einer Stunde. Für Fahranfänger und Fahrer unter 21 Jahren gilt nach § 24c StVG die 0,0-Promille-Grenze – jeder messbare Alkohol ist verboten.

ErgebnisGeschätzter BAK von etwa 0,036 % bzw. rund 0,36 Promille – unter der 0,5-Promille-Grenze, aber für Fahranfänger nach § 24c StVG bereits ein Verstoß: Bußgeld 250 €, 1 Punkt in Flensburg, Verlängerung der Probezeit auf 4 Jahre und Aufbauseminar verpflichtend.

Ein 0,2-l-Glas Wein mit 13 % Vol. enthält rund 20 g reinen Alkohol, also etwa 1,4 Standardgetränke (1 Standardgetränk ≈ 14 g Ethanol). In oz: 1,4 × 0,6 = 0,84 oz. 60 kg = 132 lb. Widmark-Zähler: 0,84 × 5,14 = 4,318. Nenner mit Frauenfaktor: 132 × 0,55 = 72,6. Spitzen-BAK: 4,318 / 72,6 ≈ 0,0595 % bzw. 0,59 ‰. Nach 1 Stunde Abbau (0,015 abgezogen) verbleiben etwa 0,044 % bzw. 0,44 ‰. Auch wenn dies unter der 0,5-‰-Grenze für erfahrene Fahrer liegt, gilt für Fahranfänger und unter 21-Jährige strikt 0,0 ‰. Hinweis: Frauen erreichen wegen des niedrigeren Körperwasseranteils bei gleicher Trinkmenge höhere Promillewerte als Männer.

Berufskraftfahrer: 90-kg-LKW-Fahrer, 1 Bier am Vorabend – Restalkohol am Morgen

Ein 90 kg schwerer Berufskraftfahrer trinkt am Vorabend um 22 Uhr zwei 0,5-l-Bier (5 % Vol.) und steigt um 6 Uhr morgens in seinen LKW. Für Berufskraftfahrer gilt nach § 24a Abs. 1a StVG während der Arbeitszeit ebenfalls die 0,0-Promille-Grenze (innerbetrieblich häufig per Dienstanweisung, im Personenbeförderungsgesetz ausdrücklich).

ErgebnisGeschätzter BAK von etwa 0,000 % – rechnerisch nüchtern. Trotzdem rät die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS), bei Sicherheitsberufen zwischen Trinkende und Dienstantritt mindestens 12 Stunden Pause einzuhalten, da individuelle Abbauraten schwanken und Restalkohol oft unterschätzt wird.

Zwei 0,5-l-Bier mit 5 % Vol. entsprechen 3 Standardgetränken. In oz: 3 × 0,6 = 1,8 oz. 90 kg = 198 lb. Widmark-Zähler: 1,8 × 5,14 = 9,252. Nenner: 198 × 0,68 = 134,64. Spitzen-BAK: 9,252 / 134,64 ≈ 0,0687 % bzw. 0,69 ‰. Nach 8 Stunden Abbau (8 × 0,015 = 0,120) ergibt sich rechnerisch −0,051 % – also bereits seit ca. 4,5 Stunden nüchtern. Achtung: Bei langsamerem individuellem Abbau (z. B. 0,1 ‰ statt 0,15 ‰ pro Stunde, weiblicher Faktor, Lebererkrankungen) könnten am Morgen noch 0,2–0,3 ‰ messbar sein. Für Bus- und LKW-Fahrer im Personenverkehr ist das ein Verstoß; für die Polizei reicht ein Atemtest mit Restalkohol als Anlass zur Blutprobe. Im Zweifel: Fahrtantritt verschieben oder Kollegen ans Steuer.

So funktioniert die Berechnung

Dieser Rechner setzt die Widmark-Gleichung um, die der schwedische Forensiker Erik Widmark 1932 veröffentlicht hat und die bis heute Grundlage der gerichtsmedizinischen Alkoholberechnung in Deutschland ist – auch die Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST) und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) verweisen darauf. Die Kernformel lautet BAK=A/(rG)BAK = A/(r \cdot G), wobei AA die aufgenommene Alkoholmenge in Gramm, GG das Körpergewicht in Kilogramm und rr der geschlechtsabhängige Verteilungsfaktor (Reduktionsfaktor) ist. In Deutschland wird das Ergebnis traditionell in Promille (g Alkohol pro kg Körperflüssigkeit, ‰) angegeben.

Der Reduktionsfaktor rr bildet ab, dass sich Alkohol nur im Körperwasser, nicht im Fett verteilt. Klassische Widmark-Werte sind r = 0,7 für Männer und r = 0,6 für Frauen (in Deutschland gebräuchliche Konvention); die im Rechner verwendeten Werte 0,68 und 0,55 stammen aus der NHTSA-Tradition und liegen im selben Bereich. Schlanke Erwachsene haben einen höheren r-Wert, adipöse einen niedrigeren – deshalb sind individuelle Abweichungen von ±20 % normal, was auch die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) sowie die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Gutachten regelmäßig betonen.

Die Standardgetränk-Berechnung folgt der internationalen 14-g-Ethanol-Konvention (NIAAA), die der WHO-Empfehlung sehr nahekommt. In Deutschland gelten als typische Bezugsmengen 0,33 l Bier (5 % Vol., ≈ 13 g Alkohol), 0,15 l Wein (12 % Vol., ≈ 14 g) oder 0,04 l Spirituosen (40 % Vol., ≈ 13 g). Bei einer Halben Bier (0,5 l), einem Restaurantweinglas (0,2–0,25 l) oder einem doppelten Schnaps (0,08 l) müssen Sie entsprechend 1,5 bis 2 Standardgetränke ansetzen – sonst unterschätzen Sie Ihren BAK systematisch.

Der Abbau wird mit konstanten 0,015 % BAK pro Stunde modelliert, was rund 0,1 bis 0,2 Promille pro Stunde entspricht (deutsche Rechtsprechung rechnet forensisch häufig mit 0,1 ‰/h zugunsten des Beschuldigten, maximal 0,2 ‰/h zulasten). Der Abbau ist eine Kinetik nullter Ordnung – Kaffee, Sport oder kalte Duschen ändern nichts daran. Die Resorption aus dem Magen dauert je nach Mageninhalt 30 bis 90 Minuten, weshalb der Spitzen-BAK erst danach erreicht ist. Bei kurzfristigem schnellem Trinken liegt der tatsächliche BAK kurz nach dem letzten Glas oft höher als das, was die Formel als Momentanwert anzeigt.

Wann Sie diesen Rechner verwenden sollten

  • Vor einer Feier planen. Schätzen Sie grob, wie hoch Ihr Promillewert nach einer geplanten Trinkmenge sein wird, damit Sie vorher entscheiden können: Fahrer ohne Alkohol, Taxi, ÖPNV, Übernachtungsmöglichkeit. Wer in der Probezeit oder unter 21 ist, fährt nach § 24c StVG immer mit 0,0 ‰.
  • Verstehen, warum zwei Personen unterschiedlich reagieren. Sehen Sie, wie dieselbe Menge bei einer 60-kg-Frau und einem 90-kg-Mann zu sehr unterschiedlichen Promillewerten führt. Daraus können Sie verantwortungsvolle Pro-Person-Trinkraten ableiten – wichtig auch für Gastgeberinnen und Gastgeber.
  • Abbauzeit nach dem Trinken einschätzen. Nach dem letzten Glas zeigt Ihnen der Rechner, wie viele Stunden bis 0,5 ‰ (Fahrgrenze § 24a StVG), bis 0,3 ‰ (relative Fahruntüchtigkeit ab Auffälligkeiten) und bis 0,0 ‰ (Fahranfänger, Berufsfahrer, Radfahrer-Grauzone) noch nötig sind. Beim Verdacht auf MPU-relevanten Konsum (ab 1,6 ‰ oder bei wiederholten Auffälligkeiten) hilft das, das eigene Trinkverhalten realistisch einzuschätzen.
  • Heimische Pegel kalibrieren. Vergleichen Sie eine großzügig eingeschenkte heimische Portion Wein oder Schnaps mit den deutschen Standardmengen (0,15 l Wein, 0,04 l Spirituosen) und zählen Sie Ihre Getränke ehrlich, bevor Sie sie eingeben. Eine "Halbe" Bier ist 1,5 Standardgetränke.
  • Aufklärung und Suchtprävention. Nutzen Sie die BAK-Tabelle als Lehrmaterial für Freunde, Schüler oder Familie – besonders um zu zeigen, dass Fahruntüchtigkeit weit unter 0,5 ‰ beginnt und dass schnelles Trinken in nur einer Stunde in den Blackout-Bereich führen kann. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) bietet ergänzendes Material.

Häufige Fehler und Sicherheitshinweise

  • FehlerDie Schätzung als genau genug betrachten, um über das Fahren zu entscheiden.
    LösungDies ist eine Schätzung, kein Alkoholtestgerät. Der tatsächliche BAK kann durch Genetik, Nahrung, Flüssigkeitshaushalt, Medikamente und Resorptionsphase um 20 % oder mehr abweichen. Wer überhaupt getrunken hat, fährt nicht: nutzen Sie Taxi, ÖPNV, Beifahrer oder bleiben Sie, wo Sie sind.
  • FehlerCraft-Biere, große Weingläser oder Cocktails als nur ein Getränk zählen.
    LösungEin 0,5-l-Bier (Halbe) sind 1,5 Standardgetränke. Ein 8-%-IPA in 0,5 l entspricht etwa 2,4 Standardgetränken. Ein 0,25-l-Weinglas mit 14 % Vol. sind rund 2 Standardgetränke. Ein Long Island Iced Tea kann 3–4 Standardgetränke enthalten. Zählen Sie nach Alkoholgramm, nicht nach Gläsern.
  • FehlerSich für nüchtern halten, wenn der Rechner 0,00 % anzeigt oder Sie sich "fit" fühlen.
    LösungBeeinträchtigungen beginnen bereits ab 0,02 % BAK (0,2 ‰). Die subjektive Einschätzung hinkt der tatsächlichen Wiederherstellung hinterher. Selbst nach Rückkehr zu 0,0 ‰ beeinträchtigen Schlafmangel und Restmüdigkeit nach dem Trinken noch stundenlang die Reaktionsfähigkeit.
  • FehlerGlauben, Kaffee, kalte Dusche, Essen oder Sport beschleunigen den Abbau.
    LösungNur Zeit baut Alkohol ab. Koffein überdeckt Müdigkeit, ohne Koordination wiederherzustellen – ein "wacher Betrunkener" ist rechtlich und körperlich genauso eingeschränkt. Essen hilft nur vor oder während des Trinkens, um die Resorption zu verlangsamen.
  • FehlerDie deutschen Promillegrenzen verwechseln.
    Lösung0,5 ‰ = Ordnungswidrigkeit nach § 24a StVG für erfahrene Fahrer (ab 500 €, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot). 0,3 ‰ = relative Fahruntüchtigkeit nach § 316 StGB, sobald Auffälligkeiten dazukommen (Straftat). 1,1 ‰ = absolute Fahruntüchtigkeit ohne weitere Indizien (Straftat, Führerschein weg, oft MPU). 0,0 ‰ = Fahranfänger in der Probezeit, unter 21, Berufsfahrer im Dienst. Ab 1,6 ‰ ist nach Fahreignungs-Bewertungssystem die MPU regelmäßig verpflichtend.
  • FehlerDen Rechner nutzen, um "bis zur Grenze" zu trinken.
    Lösung0,5 ‰ ist keine Sicherheitsschwelle, sondern der Punkt, ab dem die Ordnungswidrigkeit beginnt. Bereits ab 0,3 ‰ kann die Polizei bei Auffälligkeiten eine Straftat annehmen. Die einzige risikofreie Option vor dem Fahren ist 0,0 Promille.
  • FehlerWechselwirkungen mit Medikamenten ignorieren.
    LösungOpioide, Benzodiazepine, Antihistaminika, Schlafmittel und viele Antidepressiva verstärken die Alkoholwirkung weit über das hinaus, was der BAK allein anzeigt. Lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Apotheke oder Hausarzt, bevor Sie Alkohol mit Verschreibungen kombinieren.

Häufig gestellte Fragen

Wie genau ist dieser Promillerechner?

Der Rechner verwendet die Widmark-Formel BAK=A/(rG)BAK = A/(r \cdot G) – dieselbe, die deutsche Gerichtsmediziner und Gutachter nach BAST-Leitlinien nutzen. Individuelle Faktoren wie Genetik, Lebergesundheit, Flüssigkeitshaushalt, Medikamente und Mageninhalt können den tatsächlichen Wert um ±20 % oder mehr verschieben. Behandeln Sie das Ergebnis als grobe Schätzung, niemals als Ersatz für einen Atemtest oder als Freibrief zum Autofahren.

Welche Promillegrenze gilt in Deutschland am Steuer?

Für erfahrene Pkw-Fahrer gilt nach § 24a Abs. 1 StVG die 0,5-Promille-Grenze als Ordnungswidrigkeit (Bußgeld ab 500 €, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot). Ab 1,1 ‰ greift § 316 StGB (absolute Fahruntüchtigkeit, Straftat). Zwischen 0,3 und 1,09 ‰ ist nach Rechtsprechung bei zusätzlichen Ausfallerscheinungen ebenfalls eine Straftat (relative Fahruntüchtigkeit) gegeben. Für Fahrer in der Probezeit und unter 21 Jahren gilt nach § 24c StVG strikt 0,0 ‰. Berufskraftfahrer (Bus, LKW, Taxi) unterliegen während des Dienstes 0,0 ‰ nach § 24a Abs. 1a StVG bzw. § 8 Personenbeförderungsgesetz.

Was bedeuten 0,5 Promille konkret?

0,5 ‰ entspricht 0,5 g Alkohol pro kg Körperflüssigkeit. Für einen 80 kg schweren Mann ist das nach Widmark erreicht etwa nach 1,5 Halben Bier (je 0,5 l, 5 % Vol.) ohne nennenswerten Abbau. Für eine 60 kg schwere Frau reicht meist schon eine Halbe Bier oder zwei 0,2-l-Gläser Wein. Diese Werte sind grobe Mittel; BAST-Studien zeigen, dass Fahrtüchtigkeit messbar schon ab 0,2 ‰ leidet.

Was ist die MPU und ab wann droht sie?

Die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU, umgangssprachlich "Idiotentest") wird von der Fahrerlaubnisbehörde angeordnet, um die Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen zu prüfen. Bei Alkohol gilt: ab 1,6 ‰ (Auto) bzw. 1,6 ‰ Radfahren ist die MPU regelmäßig verpflichtend, ebenso nach wiederholten Trunkenheitsfahrten oder Anhaltspunkten für Alkoholabhängigkeit. Die Erfolgsquote liegt nach DHS-Statistik im ersten Anlauf bei rund 60 %; eine professionelle Vorbereitung ist Pflicht.

Wie wirken Nahrung und Magenfüllung auf den BAK?

Essen vor oder während des Trinkens verlangsamt den Übertritt von Alkohol vom Magen ins Blut, senkt damit den Spitzen-BAK und streckt die Resorptionskurve. Besonders wirksam sind fett- und eiweißreiche Speisen. Sobald der Alkohol jedoch im Blut ist, hilft Essen nicht mehr – ein Döner um 3 Uhr morgens senkt den Promillewert nicht. Essen Sie während des Trinkens, nicht erst danach.

Warum bauen Frauen Alkohol anders ab als Männer?

Frauen haben bei gleichem Gewicht einen niedrigeren Körperwasseranteil und einen höheren Fettanteil – dieselbe Alkoholmenge verteilt sich in einem kleineren Volumen und führt zu höheren Spitzenwerten. Zudem produzieren Frauen im Mittel weniger Alkoholdehydrogenase im Magen, der First-Pass-Metabolismus ist also geringer. Der Widmark-Faktor von r = 0,55 (Frauen) gegenüber r = 0,68 (Männer) im Rechner bildet den Wassergehalt ab. Die DGPPN beschreibt, dass Frauen auch bei gleicher Trinkmenge ein höheres Risiko für alkoholbedingte Leberschäden tragen.

Wie lange dauert das Ausnüchtern?

Der Körper baut etwa 0,1 bis 0,15 ‰ pro Stunde ab. Bei 1,0 ‰ dauert es rechnerisch rund 7 bis 10 Stunden bis zu 0,0 ‰ und etwa 3 bis 5 Stunden bis unter 0,5 ‰. Beispiel: Wer um 2 Uhr nachts mit 1,2 ‰ aufhört zu trinken, kann um 8 Uhr morgens noch über 0,5 ‰ liegen. Die einzig sichere Regel: Wer abends getrunken hat, plant den nächsten Vormittag ohne Auto und ohne sicherheitsrelevante Tätigkeit.

Worin unterscheiden sich BAK und Atemalkohol (AAK)?

Die Blutalkoholkonzentration (BAK) wird über eine Blutprobe in einer Klinik oder beim Arzt bestimmt und in Promille (‰) angegeben. Der Atemalkohol (AAK) wird mit beweissicheren Geräten (z. B. Dräger Evidential) gemessen und in mg/l Atemluft ausgedrückt; der Umrechnungsfaktor beträgt etwa 1 ‰ BAK ≈ 0,5 mg/l Atemalkohol. § 24a StVG nennt sowohl 0,5 ‰ BAK als auch 0,25 mg/l AAK als Grenzwert. Für Strafverfahren nach § 316 StGB wird in der Regel eine Blutprobe genommen.

Beeinflussen Medikamente den Promillewert?

Ja – und auf eine Weise, die Widmark nicht abbildet. Opioide, Benzodiazepine (z. B. Diazepam, Lorazepam), sedierende Antihistaminika, viele Schlafmittel, manche Antidepressiva und einige Antibiotika verstärken die Wirkung oder verlangsamen den Abbau. Stimulanzien (z. B. ADHS-Medikamente) verdecken die subjektive Trunkenheit, ohne den BAK zu senken. Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und die Bundesärztekammer warnen, dass schon kleine Alkoholmengen in Kombination mit Psychopharmaka die Fahrtüchtigkeit drastisch senken können. Beipackzettel lesen und Apotheker fragen.

Darf ich mit unter 0,5 ‰ fahren?

Rechtlich ja – für erfahrene Pkw-Fahrer. Aber: BAST-Studien zeigen, dass die Reaktionszeit bereits ab 0,2 ‰ messbar leidet und das Unfallrisiko zwischen 0,3 und 0,5 ‰ deutlich steigt. Kommt eine Auffälligkeit hinzu (Schlangenlinien, Unfall, ungewöhnliche Reaktion bei Kontrolle), kann auch unter 0,5 ‰ § 316 StGB greifen (relative Fahruntüchtigkeit, Straftat). Für Fahranfänger, Probezeitfahrer, unter 21-Jährige und Berufskraftfahrer im Dienst gilt 0,0 ‰. Die sichere Antwort ist immer 0,0.

Welche Regelung gilt fürs Radfahren?

Beim Radfahren gibt es keine 0,5-‰-Ordnungswidrigkeitsgrenze. Ab 0,3 ‰ und Auffälligkeiten droht ein Strafverfahren nach § 316 StGB (relative Fahruntüchtigkeit). Ab 1,6 ‰ liegt absolute Fahruntüchtigkeit beim Fahrrad vor – Straftat, in der Folge oft MPU-Anordnung durch die Führerscheinstelle, obwohl Sie auf dem Rad waren. Auch E-Scooter zählen rechtlich wie Kraftfahrzeuge: 0,5 ‰ Ordnungswidrigkeit, 1,1 ‰ Straftat.

Senkt Trinkfestigkeit den tatsächlichen BAK?

Nein. Toleranz verändert nur das subjektive Empfinden, nicht die Alkoholkonzentration im Blut. Ein erfahrener Trinker mag bei 1,5 ‰ noch koordiniert wirken – sein Atemtest zeigt aber dieselben 1,5 ‰ wie bei einem Gelegenheitstrinker, und Reaktionszeit und Unfallrisiko sind faktisch identisch beeinträchtigt. Polizei, Gerichte und Unfallstatistiken urteilen nach Promille, nicht nach Trinkfestigkeit.

Quellen

Methodik

Dieser Rechner wendet die Widmark-Gleichung an: BAK=A/(rG)BAK = A/(r \cdot G), wobei AA die aufgenommene reine Alkoholmenge in Gramm, GG das Körpergewicht in Kilogramm und rr der Reduktionsfaktor ist (0,68 für Männer, 0,55 für Frauen – nahe an den klassischen deutschen Widmark-Werten 0,7/0,6). Pro Stunde Stoffwechsel werden 0,015 % BAK (ca. 0,1–0,2 ‰) abgezogen. Ein Standardgetränk entspricht 14 g Ethanol, was 0,33 l Bier (5 % Vol.), 0,15 l Wein (12 % Vol.) oder 0,04 l Spirituosen (40 % Vol.) entspricht. Zeitangaben bis 0,5 ‰ (Fahrgrenze § 24a StVG), bis 0,3 ‰ und bis 0,0 ‰ ergeben sich durch Division der nötigen BAK-Differenz durch die Abbaurate 0,015 %/Stunde. Das Widmark-Modell setzt vollständige Resorption voraus und ignoriert Mageninhalt, Medikamente, individuelle Abbauraten und die Resorptionsphase – der tatsächliche BAK kann nach BAST- und DGN-Daten um 20 % oder mehr in beide Richtungen abweichen. Die Ergebnisse dienen ausschließlich der Aufklärung und dürfen niemals als Grundlage für die Entscheidung dienen, ein Fahrzeug zu führen. Wer getrunken hat, fährt nicht – in der Probezeit, unter 21 und im Berufsverkehr gilt 0,0 ‰.

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