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Hundefutter-Rechner

Ermitteln Sie genau, wie viele Kalorien und Tassen Futter Ihr Hund täglich benötigt, basierend auf seinem Gewicht, Alter und Aktivitätsniveau.

Ernährungsformeln für Hunde

Ruhenergiebedarf

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Erhaltungsenergiebedarf

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Tassen pro Tag

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lb
kg
kcal

Wie Hundefutter-Rechner funktionieren

Tierärztliche Ernährungsberater nutzen ein zweistufiges Verfahren, um den täglichen Kalorienbedarf eines Hundes zu bestimmen. Zunächst berechnen sie den Ruhenergiebedarf (RER), also die Kalorien, die ein Hund allein durch Atmung und Organfunktionen verbraucht. Anschließend wird der RER mit einem Aktivitätsfaktor multipliziert, um den Erhaltungsenergiebedarf (MER) zu erhalten, der die tatsächliche Lebensweise des Hundes berücksichtigt.

Die Formel RER = 70 x (Körpergewicht in kg) hoch 0,75 berücksichtigt, dass die Stoffwechselrate nicht linear mit der Körpergröße skaliert. Ein 23-kg-Hund braucht nicht doppelt so viele Kalorien wie ein 11,5-kg-Hund.

🐕

Tierärztliche Formel

Verwendet dieselben RER/MER-Berechnungen wie Ihr Tierarzt

📏

Größenangepasst

Berücksichtigt die metabolischen Skalierungsunterschiede zwischen kleinen und großen Hunden

🍽️

Praktisches Ergebnis

Rechnet Kalorien in tatsächliche Tassen Futter um, damit Sie genau wissen, was Sie abmessen müssen

Aktivitätsmultiplikator-Referenz

Der Aktivitätsfaktor passt den Ruhenergiebedarf an den tatsächlichen Energiebedarf Ihres Hundes an. Die richtige Stufe zu wählen ist wichtiger als jede andere Eingabe in diesem Rechner.

AktivitätsniveauMultiplikatorBeschreibung
Niedrig / Sesshaft 1,2 – 1,4 Ältere Hunde, Hunde mit eingeschränkter Beweglichkeit oder Hunde, die überwiegend drinnen ruhen
Mittel 1,6 Durchschnittlicher Haushund mit täglichen Spaziergängen und etwas Spielzeit
Hoch / Aktiv 1,8 – 2,0 Hunde, die regelmäßig laufen, wandern oder schwimmen, oder aktive Sportarten
Sehr hoch / Arbeitend 2,5 – 3,0 Arbeitende Bauernhofhunde, Schlittenhunde, Hunde in ernsthaftem Agility- oder Feldtraining
Welpe (unter 4 Monate) 3,0 Schnell wachsende Welpen benötigen deutlich mehr Kalorien pro Pfund
Welpe (4–12 Monate) 2,0 Wachstum verlangsamt sich, aber immer noch höherer Bedarf als bei der Erwachsenenerhaltung

Empfehlungen für den Fütterungsplan

Wie oft Sie füttern, ist fast genauso wichtig wie die Menge. Das Aufteilen der Tagesmenge auf mehrere Mahlzeiten fördert eine bessere Verdauung und gleichmäßigere Energielevels.

🐶

Welpen (unter 6 Monate)

3–4 kleinere Mahlzeiten pro Tag füttern. Ihre kleinen Mägen können keine großen Portionen verarbeiten, und sie brauchen eine stetige Energiezufuhr für das Wachstum. Mahlzeiten etwa 4–6 Stunden auseinander planen.

🐕

Welpen (6–12 Monate)

Auf 2–3 Mahlzeiten pro Tag umstellen. Die meisten Welpen kommen gut mit morgens und abends aus. Portionsgrößen konsistent halten und alle paar Wochen anpassen, da sie wachsen.

🦮

Erwachsene Hunde

Zwei Mahlzeiten pro Tag ist der Goldstandard für die meisten erwachsenen Hunde. Morgens und abends zu füttern hält die Energie stabil und verringert im Vergleich zu einer einzigen großen Mahlzeit das Magendrehungsrisiko.

🐕‍🦺

Senioren-Hunde

Bei zwei Mahlzeiten pro Tag bleiben. Manche älteren Hunde mit Verdauungsproblemen vertragen 3 kleinere Mahlzeiten besser. Senioren-Futter hat angepasste Protein- und Fettgehalte für den alternden Stoffwechsel.

Tipps zur Portionskontrolle

Der Rechner gibt Ihnen einen soliden Ausgangspunkt, aber jeder Hund ist anders. Verwenden Sie diese Tipps, um die Menge im Laufe der Zeit zu verfeinern.

⚖️

Messbecher verwenden

Portionen nach Augenmaß abzuschätzen ist die häufigste Ursache für Überernährung. Verwenden Sie jedes Mal einen echten Messbecher. Noch besser: Wiegen Sie die Portionen auf einer Küchenwaage für mehr Präzision.

👀

Auf die Taille achten

Sie sollten die Rippen Ihres Hundes ertasten können, ohne fest zu drücken, und von oben eine sichtbare Taille erkennen. Wenn die Rippen vergraben sind oder die Taille verschwunden ist, etwas weniger füttern.

🦴

Leckerlis zählen

Leckerlis sollten nicht mehr als 10 % des täglichen Kalorienbedarfs ausmachen. Einige Trainingsleckerlis können 50–100 Kalorien hinzufügen, was bedeutet, dass die nächste Mahlzeit leicht reduziert werden sollte.

📝

Futtersack prüfen

Schauen Sie auf den Energiegehalt (kcal/Tasse) auf Ihrer Futterpackung. Er variiert stark von 250 kcal/Tasse bei Gewichtsmanagementfutter bis über 500 kcal/Tasse bei Hochleistungsfutter. Diese Zahl ist entscheidend für die Genauigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Warum verwendet der Rechner das Gewicht zur Potenz 0,75 statt eines einfachen Multiplikators?

Die Stoffwechselrate folgt einem Prinzip namens allometrische Skalierung. Kleinere Tiere haben einen schnelleren Stoffwechsel pro Kilogramm als größere Tiere. Der Exponent 0,75 (auch metabolisches Körpergewicht genannt) berücksichtigt dies, sodass ein 4,5-kg-Chihuahua und ein 45-kg-Rottweiler angemessene Kalorienziele erhalten.

Sollte ich meinen Hund nach seinem aktuellen oder Idealgewicht füttern?

Wenn Ihr Hund übergewichtig ist, verwenden Sie sein Idealgewicht (Zielgewicht), nicht das aktuelle Gewicht. Das Füttern nach dem aktuellen Gewicht erhält das Übergewicht. Ihr Tierarzt kann Ihnen dabei helfen, ein gesundes Zielgewicht zu bestimmen. Bei untergewichtigen Hunden ebenfalls das Zielgewicht verwenden und die Portionen schrittweise erhöhen.

Wie finde ich heraus, wie viele Kalorien im Futter meines Hundes stecken?

Schauen Sie im Abschnitt zur garantierten Analyse auf dem Futterbeutel oder der Dose nach. Suchen Sie nach kcal/Tasse oder kcal/kg. Wenn die Angabe pro Kilogramm ist, teilen Sie durch die Anzahl der Tassen pro Kilogramm (bei Trockenfutter üblicherweise etwa 4 Tassen pro kg). Sie können auch die Markenwebsite prüfen oder den Hersteller anrufen.

Mein Hund hat immer Hunger. Sollte ich mehr füttern?

Nicht unbedingt. Manche Hunde fressen so viel wie sie kriegen können, unabhängig vom Bedarf. Wenn Ihr Hund ein gesundes Gewicht hat und die berechnete Menge bekommt, ist Hunger-Betteln in der Regel verhaltensbedingt. Versuchen Sie, kalorienarme Füllstoffe wie grüne Bohnen oder Kürbispüree zu den Mahlzeiten hinzuzufügen, um das Sättigungsgefühl ohne zusätzliche Kalorien zu erhöhen.

Spielt die Rasse eine Rolle beim Kalorienbedarf?

Die Rasse beeinflusst Aktivitätsniveau und Stoffwechsel, was durch die Auswahl des Aktivitätsfaktors erfasst wird. Rassen wie Border Collies und Labrador Retriever tendieren eher zum oberen Ende, während Bulldoggen und Basset Hounds eher niedriger liegen. Große Rassen wie Deutsche Doggen haben tatsächlich einen langsameren Stoffwechsel pro Kilogramm als kleine Rassen.

So nutzen Sie diesen Hundefutter-Rechner

  1. Wählen Sie über den Schalter Imperial (lbs) oder Metrisch (kg) das gewünschte Einheitensystem aus, und tragen Sie das Gewicht des Hundes ein. In Deutschland ist kg die Norm; ist Ihr Hund übergewichtig, verwenden Sie ein gesundes Zielgewicht statt des aktuellen Gewichts.
  2. Wählen Sie das Aktivitätsniveau, das eine typische Woche am besten beschreibt: Niedrig für Couchpotatos, Mittel für tägliche Spaziergänge, Hoch für Lauf- und Wanderpartner, Sehr hoch für Arbeits- oder Sporthunde.
  3. Wählen Sie die Lebensphase – Welpe, Erwachsen oder Senior – denn wachsende Welpen benötigen das 2- bis 3-fache der Erhaltungskalorien eines erwachsenen Hundes pro Kilogramm Körpergewicht.
  4. Tragen Sie die Futterenergie (kcal pro Tasse) von der Verpackung ein. Trockenfutter liegt meist bei 350–500 kcal/Tasse, Nassfutter ist pro Volumen deutlich kalorienärmer, BARF-Rationen werden in g/Tag statt Tassen abgewogen.
  5. Klicken Sie auf Futtermenge berechnen, um Ruhenergiebedarf (RER), Tagesbedarf (MER), Tassen pro Tag und einen empfohlenen Fütterungsplan zu sehen. Lassen Sie den Plan grundsätzlich von Ihrem Tierarzt bestätigen, insbesondere bei Welpen, Senioren oder erkrankten Hunden – das entspricht auch den FEDIAF-Empfehlungen für die Heimtierfütterung in Europa.

Beispiele

Welpe Deutsche Dogge, 4 Monate, 25 kg

Eine 4 Monate alte Deutsche Dogge mit 25 kg, gefüttert mit speziellem Welpenfutter für große Rassen (380 kcal/Tasse, ca. 400 kcal pro 100 g). Die Halterin möchte einen Startwert vor dem nächsten Tierarztbesuch festlegen.

ErgebnisRER etwa 783 kcal, MER etwa 1.566 kcal/Tag bei Welpenfaktor 2,0, das entspricht rund 4,1 Tassen bzw. ca. 390 g Trockenfutter pro Tag, aufgeteilt auf 3 Mahlzeiten.

RER = 70 × 25^0,75 ≈ 70 × 11,18 ≈ 783 kcal. Bei einem Welpen über 5 kg wendet der Rechner den Faktor 2,0 an, also MER ≈ 1.566 kcal/Tag. Geteilt durch 380 kcal/Tasse ergibt das etwa 4,1 Tassen oder rund 390 g/Tag. Bei großen Rassen wie Deutsche Dogge ist gemäß FEDIAF und BTK kontrolliertes, eher langsames Wachstum entscheidend – nicht maximieren. Alle 2–4 Wochen wiegen und neu rechnen, Kalzium/Phosphor-Verhältnis vom Tierarzt prüfen lassen.

Ausgewachsener Schäferhund, 30 kg, moderat aktiv

Ein 4 Jahre alter, kastrierter Deutscher Schäferhund mit 30 kg, der zwei Spaziergänge à 45 Minuten pro Tag bekommt und sonst entspannt im Haushalt lebt. Halter füttern Standard-Trockenfutter mit 360 kcal/Tasse (ca. 360 kcal pro 100 g).

ErgebnisRER etwa 897 kcal, MER etwa 1.435 kcal/Tag bei Faktor 1,6, das ergibt rund 4,0 Tassen bzw. ca. 400 g Trockenfutter pro Tag, aufgeteilt auf 2 Mahlzeiten.

RER = 70 × 30^0,75 ≈ 70 × 12,82 ≈ 897 kcal. Mit dem moderaten Erwachsenenfaktor 1,6 ergibt sich MER ≈ 1.435 kcal/Tag. Geteilt durch 360 kcal/Tasse sind das rund 4,0 Tassen oder etwa 400 g/Tag. Da der Hund kastriert ist, lohnt es sich gemäß BTK-Empfehlungen, nach 4 Wochen die Körperkondition (Body Condition Score) zu prüfen und die Menge gegebenenfalls um 10 % zu reduzieren, wenn Speckpolster über den Rippen entstehen. Leckerlis sind in den 1.435 kcal nicht enthalten – maximal 10 % davon einplanen.

Senior Dackel, 12 kg, übergewichtig

Ein 11 Jahre alter Dackel, aktuell 12 kg schwer, mit klarem Übergewicht (Zielgewicht laut Tierarzt: 9 kg). Er geht nur noch kurze, gemütliche Runden und schläft ansonsten. Halter füttern ein Senior-Trockenfutter mit 320 kcal/Tasse.

ErgebnisRER etwa 364 kcal (basierend auf Zielgewicht 9 kg), MER etwa 437 kcal/Tag bei Senior-niedrig-Faktor 1,2, das sind rund 1,4 Tassen bzw. ca. 135 g Trockenfutter pro Tag, aufgeteilt auf 2 Mahlzeiten.

Wichtig: Bei Übergewicht wird mit dem Zielgewicht gerechnet, nicht mit den aktuellen 12 kg. RER = 70 × 9^0,75 ≈ 70 × 5,20 ≈ 364 kcal. Senior-niedrig-Faktor 1,2 ergibt MER ≈ 437 kcal/Tag. Geteilt durch 320 kcal/Tasse sind das ca. 1,4 Tassen oder rund 135 g/Tag. Diese Reduktion entspricht 10–20 % unter Erhaltungsbedarf, was Tierärzte und die Bundestierärztekammer (BTK) für eine sichere Gewichtsabnahme empfehlen (etwa 1–2 % des Körpergewichts pro Woche). Alle 2 Wochen wiegen, bei Bedarf Dosis nachjustieren, und Begleiterkrankungen wie Bandscheibenprobleme tierärztlich abklären lassen.

Wie der Rechner arbeitet

Tierärztliche Ernährungsexperten dimensionieren die Tagesration in zwei Schritten. Zuerst schätzen sie den Ruhenergiebedarf (Resting Energy Requirement, RER) – also die Kalorien, die ein Hund in Ruhe allein für Organfunktionen und Grundstoffwechsel verbrennt. Die Formel RER = 70 × Körpergewicht (kg)^0,75 stammt aus jahrzehntelanger Stoffwechselforschung und gilt über die allometrische Skalierung für alle Säugetiere; deshalb braucht ein 10-kg-Hund eben nicht exakt doppelt so viele Kalorien wie ein 5-kg-Hund.

Anschließend wird RER mit einem Lebensphasen- und Aktivitätsfaktor multipliziert, um den Erhaltungsenergiebedarf (Maintenance Energy Requirement, MER) zu erhalten. Die hier verwendeten Faktoren orientieren sich an den FEDIAF-Empfehlungen für die Hundefütterung in Europa sowie an den NRC-Nährstoffbedarfsangaben: rund 2,0–3,0 für Welpen, 1,6 für einen typischen kastrierten erwachsenen Hund, 1,8 für einen unkastrierten erwachsenen Hund, 1,2–1,4 für Senioren und bis zu 2,5–3,0 für aktive Sport- oder Arbeitshunde. Die Wahl der korrekten Lebensphase wirkt sich stärker auf das Ergebnis aus als jede andere Eingabe.

Sobald MER feststeht, teilt der Rechner durch die Energiedichte des Futters (kcal pro Tasse, direkt von der Verpackung übernommen) und rechnet damit Kalorien in Tassen um. Trockenfutter liegt etwa bei 350–500 kcal/Tasse, Nassfutter bei nur 100–150 kcal/Tasse, da es überwiegend aus Wasser besteht. Bei BARF-Rationen rechnen Sie die MER direkt in Gramm/Tag um (typisch 2–3 % des Körpergewichts) und stimmen die Zusammensetzung mit einem ernährungskundigen Tierarzt ab. Wenn Sie Trocken- und Nassfutter mischen, verteilen Sie die Tageskalorien zwischen beiden, statt von jedem eine volle Portion zu geben.

Das Ergebnis ist ein Ausgangspunkt, keine Verordnung. Body Condition Score, Rasse, Kastrationsstatus, jüngste Gewichtsveränderungen und Erkrankungen können den realen Bedarf um 20 % oder mehr in beide Richtungen verschieben. Wiegen Sie monatlich nach, beobachten Sie die Taille und passen Sie in kleinen Schritten an. Für Welpen, Senioren, tragende oder säugende Hündinnen und jeden Hund mit Erkrankung erstellen Sie den tatsächlichen Futterplan gemeinsam mit Ihrem Tierarzt – das ist auch die Linie der Bundestierärztekammer (BTK).

Wann Sie diesen Rechner einsetzen sollten

  • Futter- oder Markenwechsel. Wenn die neue Verpackung andere kcal/Tasse angibt als die alte, neu berechnen, damit Sie nicht versehentlich mit derselben Messlöffelmenge über- oder unterfüttern.
  • Übergang zwischen Lebensphasen. Beim Wechsel vom Welpen- auf Erwachsenenfutter oder vom Adult- auf Senior-Futter ändern sich sowohl Kalorienziel als auch Faktor – nutzen Sie den Rechner, um die Tagesmenge neu zu setzen.
  • Abnehmprogramme. Soll der Hund abnehmen, geben Sie das Zielgewicht (nicht das aktuelle) ein und wählen Sie Niedrig, damit der MER das Ziel und nicht den Ist-Zustand abbildet. Tierarzt einbeziehen, sobald mehr als 15 % Übergewicht vorliegen.
  • Nach Kastration. Kastrierte erwachsene Hunde benötigen meist 10–20 % weniger Kalorien als unkastrierte Hunde gleicher Größe und Aktivität – ein Aktivitätsband nach unten gehen oder Portion gezielt um 15 % kürzen.
  • Wechsel zwischen Trocken-, Nass- und BARF. Trockenfutter, Nassfutter und BARF unterscheiden sich stark in Energiedichte und Feuchtigkeit. Rechnen Sie nach jedem Konzeptwechsel neu und passen Sie die Wasserzufuhr entsprechend an – Hinweise dazu finden sich auch beim Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe (ZZF).
  • Aufnahme eines neuen Hundes. Setzen Sie mit dem Rechner die Tagesmenge des ersten Monats anhand eines realistischen Zielgewichts an und verfeinern Sie sie beim ersten Tierarzttermin per Body Condition Score und tierärztlicher Einschätzung.

Häufige Fehler

  • FehlerFütterung nach aktuellem Gewicht, obwohl der Hund übergewichtig ist.
    LösungGeben Sie stattdessen das Idealgewicht ein. Eine Fütterung nach aktuellem Gewicht hält das Übergewicht stabil. Ihr Tierarzt kann mit dem Body Condition Score ein realistisches Zielgewicht festlegen.
  • FehlerVerlassen auf die Fütterungstabelle auf der Verpackung ohne kcal-Angabe zu prüfen.
    LösungDie Energiedichte schwankt von etwa 250 kcal/Tasse bei Diätfutter bis 500+ kcal/Tasse bei Hochleistungsfutter. Schauen Sie stets die kcal/100 g auf Ihrer Packung an – in Deutschland steht sie in der Kennzeichnung gemäß BVL-/EU-Vorgaben.
  • FehlerVergessen, dass Leckerlis und Kauartikel zur Tagesbilanz zählen.
    LösungLeckerlis sollten nicht mehr als 10 % der Tageskalorien ausmachen. Ziehen Sie Snack-Kalorien von der Mahlzeit ab oder nutzen Sie kalorienarme Optionen wie Karottenstücke in trainingsintensiven Phasen.
  • FehlerPortionen mit Kaffeebecher oder beliebiger Schaufel nach Augenmaß.
    LösungVerwenden Sie einen echten Messbecher (240 ml) oder, noch besser, eine Küchenwaage in Gramm – das ist die genaueste Methode und auch bei BARF-Rationen Standard. Augenmaß ist die häufigste Ursache für langfristiges Übergewicht.
  • FehlerHöchste Aktivitätsstufe gewählt, weil der Hund zu Hause lebhaft ist.
    LösungHoch bedeutet in diesem Rechner eine Stunde oder mehr nachhaltige Bewegung an den meisten Tagen – Laufen, Wandern, Hütearbeit. Ein quirliger Hund mit zwei 20-Minuten-Runden ist trotzdem Mittel.
  • FehlerDie berechnete Menge ignorieren, sobald der Hund hungrig wirkt.
    LösungViele Hunde fressen weit über ihren Bedarf hinaus. Ist Ihr Hund schlank, bleiben Sie 2–4 Wochen bei der berechneten Menge und ergänzen Sie kalorienarmes Volumen wie grüne Bohnen oder Kürbispüree, wenn er bettelt.
  • FehlerBARF-Rationen ohne Mineralstoff- und Vitaminausgleich füttern.
    LösungEine reine Muskelfleisch-Mischung ist nicht vollwertig. Orientieren Sie sich an FEDIAF-Nährstoffprofilen und lassen Sie BARF-Rationen idealerweise von einem ernährungskundigen Tierarzt oder einer zertifizierten Ernährungsberatung prüfen, insbesondere bei Welpen.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel sollte ich meinen Hund füttern?

Starten Sie mit dem MER-Wert (Tageskalorien) aus diesem Rechner und teilen Sie ihn durch die kcal/Tasse oder kcal/100 g auf Ihrer Verpackung, um die tägliche Menge in Tassen oder Gramm zu erhalten. Verteilen Sie sie auf 2 Mahlzeiten bei erwachsenen Hunden bzw. 3–4 Mahlzeiten bei Welpen. Wiegen Sie monatlich nach und passen Sie 10–15 % nach oben oder unten an, je nach Körperkondition. Bei Erkrankungen oder Lebensphasenwechsel den Plan immer mit Ihrem Tierarzt bestätigen.

Macht es einen Unterschied, ob ich Trockenfutter, Nassfutter oder BARF füttere?

Ja, vor allem wegen der Energiedichte. Trockenfutter liegt meist bei 350–500 kcal/Tasse bzw. ca. 350–400 kcal/100 g, Nassfutter bei nur 100–150 kcal/Tasse bzw. 70–120 kcal/100 g, weil es überwiegend aus Wasser besteht. BARF-Rationen werden direkt in g/Tag dosiert (typisch 2–3 % des Körpergewichts). Das MER-Ziel bleibt gleich, aber bei Nassfutter und BARF füttern Sie ein deutlich größeres Volumen. Beim Mischen verteilen Sie die Tageskalorien zwischen den Komponenten, statt von jeder eine volle Portion zu geben.

Warum verwendet der Rechner Gewicht hoch 0,75 statt eines einfachen Faktors?

Die Stoffwechselrate folgt der allometrischen Skalierung: Kleinere Tiere haben pro Kilogramm einen schnelleren Stoffwechsel als größere. Der Exponent 0,75 (metabolisches Körpergewicht) ist der Standard in den Nährstoffbedarfsrichtlinien für Hunde, unter anderem bei FEDIAF, NRC und WSAVA. Mit einer einzigen Gleichung liefert er passende Zielwerte für einen 4 kg schweren Chihuahua wie für einen 45 kg schweren Rottweiler.

Soll ich nach aktuellem oder Idealgewicht füttern?

Verwenden Sie das Ideal- bzw. Zielgewicht, wenn Ihr Hund über- oder untergewichtig ist. Eine Fütterung nach aktuellem Gewicht erhält den Ist-Zustand. Ihr Tierarzt legt das Zielgewicht über den 9-stufigen Body Condition Score fest. Bei untergewichtigen Hunden langsam steigern – plötzliches Refeeding kann Magen-Darm-Probleme auslösen.

Mein Hund wirkt hungrig bei der berechneten Menge – ist das normal?

Hungerverhalten ist kein zuverlässiger Bedarfsindikator. Viele Hunde fressen weit über ihren Bedarf hinaus. Ist Ihr Hund schlank, bleiben Sie 2–4 Wochen bei der berechneten Menge. Sie können die Mahlzeitenzahl auf 3 erhöhen oder kalorienarmes Volumen wie grüne Bohnen oder Kürbispüree hinzufügen, um das Sättigungsgefühl zu erhöhen.

Wie unterscheiden sich Welpen-, Adult- und Senior-Werte?

Welpen nutzen einen Faktor von 2,0–3,0, da Wachstum, Organentwicklung und Spiel deutlich mehr Kalorien pro Kilogramm verbrauchen als die Erhaltung. Erwachsene Hunde liegen meist bei 1,6 (kastriert) oder 1,8 (unkastriert). Senioren bei 1,2–1,4, weil Muskelmasse und Aktivität typischerweise nachlassen. Die Wahl der korrekten Lebensphase hat den größten Einfluss auf das Ergebnis.

Zählen Leckerlis und Tischreste zur Tagesbilanz?

Ja. Die 10-%-Regel ist ein guter Leitwert: Leckerlis und Kauartikel zusammen sollten nicht mehr als 10 % des MER ausmachen. Bei 1.200 kcal/Tag wären das rund 120 kcal Snacks. Die übrigen 90 % sollten aus einem vollwertigen Alleinfuttermittel kommen, das den FEDIAF-Nährstoffprofilen für Hunde entspricht.

Wo finde ich die Kalorienangaben auf deutschen Futterverpackungen?

In Deutschland und der EU müssen Hersteller die Zusammensetzung gemäß Futtermittelverordnung kennzeichnen – das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) überwacht dies. Die Energiedichte wird üblicherweise als kcal/100 g oder MJ/kg angegeben, oft in der Nähe der analytischen Bestandteile. Manche Hersteller geben auch kcal/Tasse oder kcal/Portion an. Bei Unsicherheit auf der Herstellerwebsite nachsehen oder direkt anfragen.

Free-Feeding oder feste Mahlzeiten – was ist besser?

Feste Mahlzeiten sind für erwachsene Hunde meist besser. Sie machen es einfach, eine ausgelassene Mahlzeit zu bemerken (oft erstes Krankheitsanzeichen), erleichtern die Stubenreinheit und verhindern Überfressen bei futtermotivierten Hunden. Free-Feeding klappt in manchen Einzelhalter-Haushalten mit selbstregulierenden Hunden, macht eine Kalorienkontrolle jedoch nahezu unmöglich.

Mein Hund ist übergewichtig – wie viel sollte ich kürzen?

Zum Abnehmen geben Sie das Zielgewicht in den Rechner ein und wählen Niedrig, sodass der Faktor auf etwa 1,0–1,2 fällt. Das ergibt typischerweise 10–20 % unter Erhaltungsbedarf, was Tierärzte und die Bundestierärztekammer (BTK) als sichere Abnahmerate empfehlen (etwa 1–2 % des Körpergewichts pro Woche). Alle 2–4 Wochen neu bewerten. Crash-Diäten gefährden die Muskelmasse – langsam vorgehen.

Spielt die Rasse beim Kalorienbedarf eine Rolle?

Die Rasse wirkt sich vor allem über Aktivitätsniveau und Stoffwechsel aus, weniger über die Formel selbst. Border Collies und Labradore liegen eher am oberen Rand; Bulldoggen und Basset Hounds tendenziell niedriger. Riesenrassen wie Deutsche Doggen oder Bernhardiner haben durch die 0,75-Skalierung pro Kilogramm sogar einen langsameren Stoffwechsel als kleine Rassen. Aktivitätsfaktor und Lebensphase decken die meisten Rasseunterschiede ab.

Wie genau ist diese Schätzung?

Die RER-Formel ist gut etabliert und für gesunde erwachsene Hunde auf etwa 10 % genau. Der Aktivitätsfaktor ist die größere Variabilitätsquelle – der wahre Bedarf kann je nach Rasse, Kastrationsstatus, Umgebung und individuellem Stoffwechsel 20 % oder mehr abweichen. Behandeln Sie den Rechner als Ausgangspunkt und überprüfen Sie das Ergebnis per Body Condition Score und tierärztlicher Einschätzung.

Wann sollte ich zum Tierarzt gehen, statt mich nur auf den Rechner zu verlassen?

Ziehen Sie immer den Tierarzt hinzu bei Welpen, Senioren, tragenden oder säugenden Hündinnen, Hunden mit Nieren-, Leber- oder Herzerkrankungen, Diabetes, Futtermittelallergien oder unerklärlicher Gewichtsveränderung. Eine zertifizierte tierärztliche Ernährungsberatung kann komplexe Diätpläne erstellen – auch über die Bundestierärztekammer (BTK) finden Sie qualifizierte Ansprechpartner. Dieser Rechner ist eine Planungshilfe, keine medizinische Verordnung.

Quellen

Methodik

Dieser Rechner ermittelt die tägliche Futtermenge in zwei Schritten und orientiert sich an den FEDIAF-Empfehlungen für die Hundefütterung in Europa sowie an den NRC-Nährstoffbedarfsangaben. Zuerst wird das Hundegewicht in Kilogramm umgerechnet und der Ruhenergiebedarf bestimmt: RER = 70 × W(kg)^0,75. Anschließend wird ein Lebensphasen- und Aktivitätsfaktor angewendet, um den Erhaltungsenergiebedarf zu berechnen: MER = RER × Faktor. Die Faktoren betragen 3,0 für Welpen unter 5 kg und 2,0 für ältere Welpen, 1,3 (niedrig) / 1,6 (mittel) / 1,9 (hoch) / 2,5 (sehr hoch) für erwachsene Hunde und 1,2–1,4 für Senioren. Der MER wird durch die vom Nutzer eingegebene Energiedichte (kcal pro Tasse, alternativ umrechenbar in kcal/100 g) geteilt, um Kalorien in Tassen oder Gramm umzurechnen, und ein Fütterungsplan wird je nach Lebensphase vorgeschlagen. Die Ergebnisse sind Startwerte – monatlich wiegen, Körperkondition (Body Condition Score) beobachten und jeden Futterplan vom Tierarzt bestätigen lassen, insbesondere bei Welpen, Senioren oder Hunden mit Erkrankungen. Diese Empfehlung steht im Einklang mit den Hinweisen der Bundestierärztekammer (BTK) und des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe (ZZF).

Profi-Tipps

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