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Investitionsrechner

Projizieren Sie Ihr Investitionswachstum mit Zinseszins und regelmäßigen Beiträgen.

Investitionswachstum-Formeln

Zukünftiger Wert (Einmalbetrag)
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Zukünftiger Wert (Regelmäßige Einzahlungen)
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Gesamtrendite
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Anlagezeitraum

Investitionswachstum verstehen

Investieren ist eine der wirksamsten Methoden, um über die Zeit Vermögen aufzubauen. Unser Investitionsrechner hilft Ihnen zu visualisieren, wie Ihr Geld durch die Kraft des Zinseszinses und regelmäßiger Beiträge wachsen kann.

Ob Sie für den Ruhestand planen, für eine größere Anschaffung sparen oder einfach Ihr Vermögen vermehren möchten – das Verständnis projizierter Renditen hilft Ihnen, fundierte Entscheidungen über Ihre Anlagestrategie zu treffen.

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Zinseszinswachstum

Sehen Sie, wie reinvestierte Erträge den Vermögensaufbau beschleunigen.

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Regelmäßige Beiträge

Berechnen Sie die Wirkung konsequenter monatlicher Investitionen.

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Zielplanung

Ermitteln Sie, was Sie benötigen, um Ihre Ziele zu erreichen.

📊

Reale Erträge

Berücksichtigen Sie die Inflation für die tatsächliche Kaufkraft.

Die Kraft des Zinseszinses

Albert Einstein soll den Zinseszins als das "achte Weltwunder" bezeichnet haben. Ob er das tatsächlich sagte oder nicht – die Mathematik dahinter ist unbestreitbar wirkungsvoll. Wenn Ihre Erträge selbst Erträge generieren, beschleunigt sich das Wachstum über die Zeit dramatisch.

Zeit ist Ihr größtes Kapital

10.000 €, investiert bei 8 % Rendite, werden in 10 Jahren zu 21.589 €, in 20 Jahren zu 46.610 € und in 30 Jahren zu 100.627 €. Das letzte Jahrzehnt bringt mehr als die ersten beiden zusammen.

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Alles reinvestieren

Zinseszins funktioniert nur, wenn Erträge reinvestiert werden. Das Herausnehmen von Dividenden oder Gewinnen unterbricht den Zinseszinskreislauf und mindert das langfristige Wachstum erheblich.

📅

Früh anfangen

Wer ab 25 monatlich 200 € investiert, hat mit 65 mehr als jemand, der ab 35 monatlich 400 € einzahlt. Früher schlägt höher.

📉

Regelmäßigkeit schlägt Timing

Regelmäßiges monatliches Investieren (Cost-Averaging) übertrifft in der Regel den Versuch, den Markt zu timen. Bleiben Sie bei Auf- und Abschwüngen konsequent dabei.

Historische Investitionsrenditen

Das Verständnis historischer Renditen hilft dabei, realistische Erwartungen für Ihre Investitionen zu setzen.

AnlageklasseHistorische RenditeVolatilitätGeeignet für
S&P 500 Index 10–11 % Hoch Langfristiges Wachstum, 10+ Jahre
Gesamtaktienmarkt 9–10 % Hoch Breite Diversifikation
Internationale Aktien 7–9 % Hoch Globale Diversifikation
Anleihen (aggregiert) 4–6 % Niedrig Stabilität, Einkommen
Immobilien (REITs) 8–10 % Mittel Einkommen + Wachstum
Geldmarkt 2–4 % Sehr niedrig Notfallfonds, kurzfristig

Anlagestrategien nach Zeithorizont

Ihr Anlageansatz sollte sich danach richten, wann Sie das Geld benötigen werden. So denken Sie über die Vermögensaufteilung anhand des Zeithorizonts nach.

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0–3 Jahre (Kurzfristig)

Bald benötigtes Geld sollte sicher angelegt sein: Tagesgeldkonto, Geldmarktfonds oder kurzfristige Anleihen. Geld, das Sie für eine nahe Anzahlung oder einen Notfallfonds benötigen, gehört nicht in Aktien.

⚖️

3–10 Jahre (Mittelfristig)

Balance zwischen Wachstum und Stabilität: 60 % Aktien, 40 % Anleihen ist eine klassische Mischung. Sie haben Zeit, sich von Kursrückgängen zu erholen, sollten aber nicht 100 % aggressiv sein. Gut für das Sparen fürs Eigenheim oder die Ausbildung.

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10–20 Jahre (Langfristig)

Zeit für mehr Risikobereitschaft: 80–90 % Aktien bieten maximales Wachstumspotenzial. Kursrückgänge sind in dieser Phase Kaufgelegenheiten. Für jemanden in den Vierzigern passende Altersvorsorge.

🌟

20+ Jahre (Sehr langfristig)

Voll auf Wachstum setzen: 90–100 % Aktien maximiert die langfristigen Erträge. Jeder große Börsencrash hat sich erholt und neue Höchststände erreicht, vorausgesetzt es bleibt genug Zeit. Junge Anleger sollten diesen Zeithorizont nutzen.

Ihr Investitionsportfolio aufbauen

Ein gut konstruiertes Portfolio balanciert Risiko und Ertrag bei niedrigen Kosten. Hier sind die wichtigsten Grundsätze.

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Breit diversifizieren

Setzen Sie nicht alles auf eine Karte. Ein breit gestreuter Aktienindexfonds verschafft Ihnen Zugang zu Tausenden von Unternehmen. Ergänzen Sie internationale Aktien und Anleihen für zusätzliche Diversifikation.

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Kosten minimieren

Anlagegebühren wirken wie Zinsen – aber gegen Sie. 1 % Gebühr statt 0,1 % kostet über eine Berufskarriere Zehntausende. Wählen Sie kostengünstige Indexfonds mit einer Kostenquote unter 0,2 %.

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Regelmäßig neu ausbalancieren

Da verschiedene Anlagen unterschiedlich wachsen, verändert sich Ihre Aufteilung. Balancieren Sie Ihr Portfolio jährlich neu, um Ihre Zielmischung zu halten. Das führt auf natürliche Weise dazu, dass Sie "hoch verkaufen und niedrig kaufen".

🧘

Kurs halten

Der größte Feind von Investitionserträgen ist das Anlegerverhalten. Panikverkäufe in Abschwüngen realisieren Verluste. Wer 2008/2009 und 2020 investiert blieb, hat sich erholt und ist gestärkt daraus hervorgegangen.

📊

Steuervorteile nutzen

Schöpfen Sie steuerlich begünstigte Konten (Riester, bAV, Rürup) aus, bevor Sie in steuerpflichtige Konten investieren. Steuerfreies oder steuerverschobenes Wachstum steigert die langfristigen Erträge erheblich.

🎯

Risiko an Ziele anpassen

Unterschiedliche Ziele erfordern unterschiedliche Anlagen. Der Ruhestand in 30 Jahren kann Volatilität verkraften; eine Hauskaufsanzahlung in 2 Jahren nicht. Trennen Sie Konten für verschiedene Ziele.

Häufige Anlagefehler

Das Vermeiden dieser Fehler ist oft wichtiger als die Auswahl der "besten" Investitionen.

Zu spät anfangen

Zeit im Markt schlägt das Markttiming. Auf den "richtigen Moment" zu warten kostet Ihnen Zinseszinswachstum. Fangen Sie jetzt mit dem an, was Sie haben.

😰

Emotionale Entscheidungen

Hoch kaufen (wenn euphorisch) und niedrig verkaufen (wenn verängstigt) ist der häufigste und kostspieligste Fehler. Halten Sie Ihren Plan unabhängig vom Marktlärm ein.

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Vergangene Renditen jagen

Der beste Fonds des letzten Jahres wiederholt das selten. Hochfliegende Investitionen zu verfolgen bedeutet meist, hoch zu kaufen, nachdem die Gewinne bereits erzielt wurden.

💸

Hohe Gebühren zahlen

Aktive Fonds mit 1 %+ Gebühren schlagen Indexfonds langfristig selten. 1 % Jahresgebühr auf 500.000 € sind 5.000 € pro Jahr – Geld, das für Sie arbeiten sollte.

🎲

Zu stark konzentrieren

Zu viel in eine Aktie, einen Sektor oder eine Anlageklasse zu stecken erhöht das Risiko ohne die erwarteten Renditen zu verbessern. Selbst großartige Unternehmen können scheitern.

📱

Zu häufig überprüfen

Tägliche Portfolioüberwachung führt zu emotionalen Entscheidungen und Stress. Langfristige Anleger sollten höchstens vierteljährlich schauen. Der tägliche Lärm ist keine Information.

Häufig gestellte Fragen

Welche Rendite ist realistischerweise zu erwarten?

Für ein diversifiziertes Aktienportfolio sind historisch gesehen 7–10 % jährlich vor Inflation (4–7 % nach Inflation) realistisch. Konservative anleihenorientierte Portfolios können 4–6 % erwarten. Seien Sie skeptisch gegenüber allem, was dauerhaft mehr als 12 % verspricht – das ist entweder sehr risikoreich oder ein Betrug.

Wie viel sollte ich monatlich investieren?

Eine gängige Empfehlung ist, 15–20 % des Einkommens für die Altersvorsorge zu sparen, einschließlich Arbeitgeberzuschüssen. Fangen Sie mit dem an, was Sie sich leisten können, und erhöhen Sie den Betrag jährlich um 1 %. Selbst 100 €/Monat werden über Jahrzehnte zu erheblichem Vermögen. Der beste Betrag ist mehr als das, was Sie derzeit investieren.

Sollte ich einen Einmalbetrag investieren oder schrittweise anlegen?

Statistisch gesehen schlägt die Einmalinvestition das Cost-Averaging in etwa zwei Dritteln der Fälle, da die Märkte öfter steigen als fallen. Das schrittweise Investieren über 6–12 Monate kann jedoch Bedauern reduzieren, falls die Märkte direkt nach der Investition fallen. Wählen Sie, was Sie ruhig schlafen lässt.

Wie berücksichtige ich die Inflation?

Ziehen Sie die erwartete Inflation (historisch 3 %) von Ihrer nominalen Rendite ab, um Ihre "reale" Rendite zu erhalten. 1 Million € in 30 Jahren werden nicht das kaufen, was 1 Million € heute kauft. Unser Rechner zeigt inflationsbereinigte Werte, damit Sie realistisch planen können.

Ist es zu spät, mit dem Investieren anzufangen?

Es ist nie zu spät, aber früher ist immer besser. Mit 50 Jahren haben Sie möglicherweise noch 15–20 Arbeitsjahre und danach Jahrzehnte im Ruhestand. Konzentrieren Sie sich auf maximale Beiträge, nutzen Sie ggf. Nachholbeitragsregelungen und wählen Sie eine angemessene (nicht zu konservative) Vermögensaufteilung.

Wie wichtig ist Diversifikation?

Sehr wichtig. Diversifikation ist das einzige "kostenlose Mittagessen" beim Investieren – sie kann das Risiko senken, ohne die erwarteten Erträge zu verringern. Ein global diversifiziertes Portfolio schützt vor dem Versagen einzelner Unternehmen, Sektoren oder Länder.

So nutzen Sie diesen Investitionsrechner

  1. Tragen Sie Ihre Anfangsinvestition (€) ein – die Einmalanlage, die heute bereits investiert ist. Lassen Sie das Feld bei 0, wenn Sie bei null anfangen und das Vermögen über laufende Sparraten aufbauen wollen.
  2. Geben Sie eine monatliche Einzahlung (€) an – den Betrag, den Sie per Dauerauftrag oder ETF-Sparplan jeden Monat hinzufügen. Der Rechner behandelt diese Einzahlung als nachschüssig zum Monatsende.
  3. Setzen Sie eine erwartete Jahresrendite (%) passend zu Ihrem Portfolio. Etwa 7 % nominal für einen ETF-Sparplan auf den MSCI World, 4–5 % für ein 60/40-Mischportfolio, 2–3 % für Tagesgeld bzw. Festgeld (entsprechend der Bundesbank-Zinsstatistik). BaFin und Verbraucherzentralen weisen ausdrücklich darauf hin, dass keine Rendite garantiert ist.
  4. Geben Sie den Anlagezeitraum (Jahre) über die Preset-Tasten 5/10/20/30/40 oder einen eigenen Wert ein – das ist der Zeitraum, in dem das Geld unangetastet bleibt.
  5. Wählen Sie ein Verzinsungsintervall (Täglich, Monatlich, Vierteljährlich, Jährlich) – Monatlich ist die Standardeinstellung und passt zu den meisten ETF-Sparplänen. Tragen Sie eine erwartete Inflation (%) ein (Standard: 3 %, EZB-Ziel: 2 %), damit der Rechner auch den inflationsbereinigten Endwert anzeigt. Klicken Sie auf Berechnen, um Endwert, Gesamteinzahlungen, Wachstum, Gesamtrendite, Verdoppelungszeit sowie die Wachstumsgrafik zu sehen.

Beispiele

ETF-Sparplan: 10.000 € Startkapital plus 200 €/Monat in den MSCI World über 25 Jahre bei 7 %

Eine 35-jährige Berufstätige hat bereits 10.000 € in einem MSCI-World-ETF (TER ca. 0,20 %) bei einem deutschen Online-Broker liegen und richtet zusätzlich einen ETF-Sparplan über 200 € pro Monat für die nächsten 25 Jahre ein. Sie kalkuliert mit einer nominalen Rendite von 7 % – der langfristigen Aktienprämie für globale Industrieländer –, monatlicher Verzinsung und der Standard-Inflationsannahme von 3 %.

ErgebnisEndwert rund 229.200 €. Gesamteinzahlungen 70.000 € (10.000 € Anfangsanlage + 60.000 € Sparraten). Investitionswachstum rund 159.200 €. Gesamtrendite rund 227 %. Verdoppelungszeit etwa 10,3 Jahre (Faustregel: 72 ÷ 7). Inflationsbereinigter Wert rund 109.500 € in heutiger Kaufkraft.

Die Einmalanlage wächst zu 10.000 × (1 + 0,07/12)^300 ≈ 10.000 × 5,717 = 57.170 €. Die Sparraten verzinsen sich nach der Rentenformel zu 200 × ((1,005833)^300 − 1) ÷ 0,005833 ≈ 200 × 810,07 = 162.000 €. In Summe rund 219.000 €, abweichend zum Rechnerergebnis nur durch interne Rundungen. Die inflationsbereinigte Spalte dividiert den nominalen Endwert durch (1,03)^25 ≈ 2,094, um die reale Kaufkraft anzuzeigen. Steuerlich greift in Deutschland die Abgeltungsteuer von 25 % plus 5,5 % Solidaritätszuschlag (effektiv 26,375 %) und ggf. Kirchensteuer; der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € pro Person und Jahr sowie die Teilfreistellung von 30 % bei Aktien-ETFs mindern die Last. Bei thesaurierenden ETFs ist jährlich die Vorabpauschale nach § 18 InvStG zu versteuern.

Einmalanlage Tagesgeld: 50.000 € bei 3 % über 10 Jahre ohne Sparraten

Ein Anleger erhält 50.000 € aus einer Erbschaft und parkt sie sicherheitshalber auf einem Tagesgeldkonto bei einer deutschen Filialbank mit gesetzlicher Einlagensicherung. Er kalkuliert mit einer durchschnittlichen nominalen Verzinsung von 3 % über 10 Jahre, was den Wertbereichen der Bundesbank-Zinsstatistik für Spareinlagen privater Haushalte in Zinsphasen entspricht, monatlicher Verzinsung und der Standard-Inflationsannahme von 3 %.

ErgebnisEndwert rund 67.490 €. Gesamteinzahlungen 50.000 € (nur die Einmalanlage, da keine Sparraten geleistet werden). Investitionswachstum rund 17.490 €. Gesamtrendite rund 35 %. Verdoppelungszeit etwa 24 Jahre. Inflationsbereinigter Wert rund 50.230 € in heutiger Kaufkraft.

Ohne Sparraten reduziert sich der Rechner auf A = P(1 + r/n)^(nt) mit P = 50.000, r = 0,03, n = 12, t = 10. (1 + 0,03/12)^120 ≈ 1,3494, also Endwert 50.000 × 1,3494 ≈ 67.490 €. Da die nominale Verzinsung exakt der angenommenen Inflationsrate entspricht, bleibt die reale Kaufkraft praktisch konstant – ein guter Stresstest, der zeigt, dass Tagesgeld vor allem Kapitalerhalt leistet und kaum realen Vermögensaufbau. Steuerlich fällt auf die rund 17.490 € Zinsertrag die Abgeltungsteuer von 26,375 % an, soweit der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € pro Jahr (Freistellungsauftrag bei der Bank einreichen) überschritten wird. Verbraucherzentralen weisen regelmäßig darauf hin, dass Tagesgeld nach Inflation in vielen Jahren negative Realrenditen liefert.

Gemischtes Portfolio: 0 € Startkapital plus 500 €/Monat über 30 Jahre bei 6 %

Ein 30-jähriger Angestellter startet mit null Vermögen einen automatischen Dauerauftrag über 500 € pro Monat in ein gemischtes ETF-Portfolio (60 % Aktien Welt, 40 % europäische Staatsanleihen) bei einem deutschen Neo-Broker. Er rechnet konservativ mit 6 % nominaler Rendite – der Bandbreite, die Stiftung Warentest und Finanztip für langfristige Mischportfolios als realistisch einstufen –, monatlicher Verzinsung und 3 % Inflation für die inflationsbereinigte Sicht.

ErgebnisEndwert rund 502.300 €. Gesamteinzahlungen 180.000 € (500 € × 12 × 30). Investitionswachstum rund 322.300 € – etwa das 1,8-fache der tatsächlich eingezahlten Beträge. Gesamtrendite rund 179 %. Verdoppelungszeit etwa 12 Jahre. Inflationsbereinigter Wert rund 206.900 € in heutiger Kaufkraft.

Ohne Einmalanlage greift nur die Rentenformel: FV = PMT × ((1 + i)^N − 1) ÷ i mit i = 0,06 ÷ 12 = 0,005 und N = 360. (1,005)^360 ≈ 6,023, also Endwert 500 × (6,023 − 1) ÷ 0,005 ≈ 502.300 €. Der inflationsbereinigte Wert ergibt sich aus 502.300 ÷ (1,03)^30 ≈ 502.300 ÷ 2,427 = 206.900 € heutiger Kaufkraft. Steuerlich gilt bei einem gemischten ETF in der Regel die Teilfreistellung von 15 % (Mischfonds mit weniger als 51 % Aktien) bzw. 30 % (Aktienfonds-Klassifizierung); zusätzlich fällt jährlich die Vorabpauschale nach § 18 InvStG an. Auf den steuerpflichtigen Anteil wird die Abgeltungsteuer von 26,375 % erhoben, gemindert um den Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € pro Jahr.

So funktioniert es

Der Rechner kombiniert zwei Endwert-Formeln. Die Anfangsinvestition wächst mit periodischem Zinseszins gemäß $A = P(1 + r/n)^{nt}$, wobei P die Einmalanlage ist, r die nominale Jahresrendite als Dezimalzahl, n das gewählte Verzinsungsintervall (Täglich, Monatlich, Vierteljährlich oder Jährlich) und t die Anzahl der Jahre. Die monatliche Einzahlung wird als nachschüssige Rente (gewöhnliche Annuität) behandelt und wächst separat nach $FV = PMT \cdot ((1 + i)^N - 1) / i$ mit $i = r/12$ und $N = 12 \cdot t$. Die beiden Endwerte werden addiert, um die Hauptzahl zu bilden.

Die Gesamteinzahlungen summieren alles, was Ihr Konto verlassen hat: Anfangsinvestition + (monatliche Einzahlung × 12 × Jahre). Das Investitionswachstum ist der Endwert minus die Gesamteinzahlungen und isoliert damit den reinen Zinseszinseffekt. Die Gesamtrendite ist der kumulative Prozentwert Wachstum ÷ Einzahlungen × 100. Keine dieser Kennzahlen ist annualisiert – sie sind Lebenszeit-Summen, weshalb eine 30-Jahres-Projektion bei 7 % eine Gesamtrendite von über 200 % ausweisen kann, während der zugrunde liegende Jahressatz weiterhin 7 % beträgt.

Der inflationsbereinigte Wert wandelt den nominalen Endwert in heutige Kaufkraft um, indem er durch $(1 + \text{Inflation})^t$ dividiert. Dazu nutzen wir Ihre Eingabe für die erwartete Inflation (Standard 3 %; die EZB strebt langfristig 2 % an, das Statistische Bundesamt veröffentlicht den Verbraucherpreisindex VPI als Referenz). Ohne diese Anpassung können nominal ausgewiesene Projektionen die tatsächliche Kaufkraft Jahrzehnte in der Zukunft drastisch überschätzen. Die Verdoppelungszeit wird über die Faustregel 72 (72 ÷ Zinssatz%) geschätzt – eine Näherung aus dem natürlichen Logarithmus, die zwischen 6 % und 10 % am genauesten ist.

Anlagerenditen unterscheiden sich in zwei Punkten von vertraglich zugesicherten Sparzinsen. Erstens ist die eingegebene Rendite ein langfristiger Durchschnitt, keine Garantie – BaFin-Hinweise für Privatanlegerinnen und Privatanleger sowie Verbraucherzentralen betonen, dass einzelne Jahre stark abweichen können und keine Projektion eine Zusage darstellt. Zweitens werden die monatlichen Einzahlungen in der Praxis über steigende und fallende Märkte gestreckt (Cost-Average-Effekt), was Einstiegsrisiken glättet, an der langfristigen Mathematik aber nichts ändert. Für einen festen, vertraglich vereinbarten Zinssatz (Tagesgeld, Festgeld, Sparbrief, Anleihekupon) nutzen Sie stattdessen den Zinseszinsrechner.

Wann Sie diesen Rechner nutzen

  • Private Altersvorsorge projizieren. Rechnen Sie mit Ihrer tatsächlichen Sparrate (ETF-Sparplan, betriebliche Altersvorsorge, Rürup- oder Riester-Beiträge), ob Sie die gängige Faustregel 25× geplante Jahresausgaben erreichen. Verwenden Sie 6–7 % nominal bzw. rund 4–5 % real für breit gestreute Aktien-ETFs – und vergleichen Sie den nominalen Endwert mit dem inflationsbereinigten Wert, damit das Ziel realistisch bleibt.
  • Für eine Immobilienanzahlung ansparen. Wenn die Anzahlung in 5–10 Jahren ansteht, modellieren Sie ein moderates Mischportfolio (5–6 % nominal, überwiegend Anleihen mit etwas Aktienanteil). Der Rechner zeigt, was 200 €, 500 € oder 1.000 € monatlich werden – und wie viel schneller ein Startkapital den Zeitplan macht.
  • Ausbildungs- oder Studienfonds für ein Kind aufbauen. Für ein heute geborenes Kind liegt der Studienbeginn rund 18 Jahre entfernt. Geben Sie Ihre geplante monatliche Sparrate bei einer erwarteten Rendite von 6 % ein – typisch für ETF-Sparpläne mit gleitender Risikoabsenkung. Sparpläne auf den Namen des Kindes nutzen den eigenen Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € pro Jahr.
  • Notgroschen oder kurzfristige Reserve dimensionieren. Für Zeithorizonte von 1–3 Jahren rechnen Sie mit einer konservativen Rendite von 1,5–3 %, um Tagesgeld bzw. kurzlaufende Bundesanleihen abzubilden. Geld, das Sie bald brauchen, gehört nicht in Aktien – setzen Sie die monatliche Einzahlung auf Ihre wöchentliche Sparrate und prüfen Sie den Endwert nach 12 Monaten.
  • Anlagestrategien direkt vergleichen. Rechnen Sie dieselbe Anfangsinvestition, monatliche Einzahlung und Jahresanzahl dreimal durch – bei 2 %, 6 % und 8 %. Die Bandbreite zeigt den langfristigen Preis übertriebener Vorsicht oder übertriebener Aggressivität. Über 30 Jahre liegt zwischen einem zinslastigen und einem aktienlastigen Portfolio oft das 2- bis 3-fache des Endwerts.

Häufige Fehler

  • FehlerDie Projektion als Garantie statt als langfristigen Durchschnitt verstehen.
    LösungReale Märkte liefern volatile, schwankende Renditen. Die 6 % oder 7 %, die Sie eingeben, sind ein mehrjähriger Durchschnitt, der tiefe Kursrückgänge einschließt. BaFin und Verbraucherzentralen warnen ausdrücklich, dass keine veröffentlichte Renditeannahme eine Zusage ist. Rechnen Sie Ihren Plan mit einem konservativen (3–4 %) und einem optimistischen Szenario (8–10 %) gegen, bevor Sie ein Ziel an eine einzelne Zahl knüpfen.
  • FehlerDen nominalen Endwert als heutige Kaufkraft interpretieren.
    LösungEine Projektion von 500.000 € in 30 Jahren hat bei 3 % Inflation die Kaufkraft von rund 206.000 € heute. Lesen Sie den inflationsbereinigten Wert immer parallel zum nominalen Endwert – oder geben Sie eine reale Rendite ein (nominale Rendite minus erwartete Inflation), wenn Sie das Ergebnis direkt in heutigen Euros sehen wollen. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht den VPI als Referenz.
  • FehlerFondskosten, Abgeltungsteuer und Vorabpauschale ignorieren.
    LösungEine TER (Total Expense Ratio) von 1 % senkt Ihre effektive Rendite um einen ganzen Prozentpunkt – über 30+ Jahre kann diese Kostenlast den Endwert um 20–25 % schrumpfen lassen. Auf Kapitalerträge fällt in Deutschland die Abgeltungsteuer von 25 % zuzüglich 5,5 % Soli (effektiv 26,375 %) und ggf. Kirchensteuer an. Der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € pro Person und Jahr (2.000 € bei Zusammenveranlagung) sowie die Teilfreistellung (30 % bei Aktien-ETFs, 15 % bei Mischfonds, 60 % bei Immobilienfonds) mindern die Last. Bei thesaurierenden Fonds wird zudem jährlich die Vorabpauschale nach § 18 InvStG fällig. Ziehen Sie für realistische Nettowerte rund 0,5–1,5 Prozentpunkte von der Bruttorendite ab.
  • FehlerSparplan-Einzahlungen während eines Kursrückgangs pausieren.
    LösungWer den Dauerauftrag im März 2020 oder 2008/2009 aussetzte, hat den Endwert dauerhaft gemindert. Genau in Bärenmärkten kaufen Sparraten besonders viele Anteile zu günstigen Kursen. Automatisieren Sie die Einzahlung als Dauerauftrag direkt nach Gehaltseingang, damit die Entscheidung nicht diskretionär getroffen wird, wenn die Schlagzeilen düster sind. Finanztip und Stiftung Warentest empfehlen ausdrücklich, ETF-Sparpläne durchlaufen zu lassen.
  • FehlerEine einheitliche hohe Rendite für jede Anlageklasse annehmen.
    LösungGlobale Aktien (MSCI World) haben historisch rund 7 % nominal geliefert, europäische Staatsanleihen etwa 3 %, Tagesgeld 1,5–3 % laut Bundesbank-Zinsstatistik. Wer 7 % für ein 60/40-Portfolio aus Aktien und Anleihen einsetzt, überschätzt die erwartete Rendite. Nutzen Sie stattdessen einen gewichteten Durchschnitt (z. B. 60 % × 7 % + 40 % × 3 % = 5,4 %) für gemischte Portfolios.

Häufig gestellte Fragen

Welche Jahresrendite sollte ich annehmen?

Wählen Sie die Annahme passend zu Ihrer Anlagemischung. Langfristige Erfahrungswerte legen rund 6–7 % nominal für einen weltweit gestreuten Aktien-ETF (MSCI World, FTSE All-World) nahe, 3–4 % für ein 60/40-Mischportfolio aus Aktien und Anleihen sowie 1,5–3 % nominal für Tagesgeld und Festgeld laut Bundesbank-Zinsstatistik. Finanztip und Stiftung Warentest empfehlen für langfristige ETF-Sparpläne in der Regel 6 % als Planungswert. Vorausschauende 10-Jahres-Schätzungen großer Vermögensverwalter wie Vanguard liegen wegen erhöhter Bewertungen 1–2 Punkte unter dem historischen Mittel; eine konservative Annahme von 5 % bietet einen Sicherheitsabschlag.

Ist die Projektion garantiert?

Nein. BaFin-Hinweise für Privatanlegerinnen und Privatanleger sowie Verbraucherzentralen stellen klar, dass keine Anlagerendite garantiert ist. Der Rechner unterstellt eine glatte, konstante Jahresrendite, reale Märkte sind aber volatil – die ungünstigsten rollierenden 10-Jahres-Zeiträume für globale Aktien (z. B. 2000–2010) waren real negativ. Behandeln Sie das Ergebnis als Planungswert, nicht als Versprechen, und lesen Sie den Endwert immer zusammen mit dem inflationsbereinigten Wert.

Wie wirken sich Steuern, Soli und Kirchensteuer in Deutschland aus?

Der Rechner liefert Brutto-Endwerte vor Steuern. In Deutschland fällt auf Kapitalerträge die Abgeltungsteuer von 25 % zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag (effektiv 26,375 %) und ggf. Kirchensteuer (8–9 % der Steuer) an. Der Sparer-Pauschbetrag beträgt 1.000 € pro Person und Jahr (2.000 € bei Zusammenveranlagung) und wird per Freistellungsauftrag bei der Bank aktiviert. Bei Aktien-ETFs greift die Teilfreistellung von 30 %, bei Mischfonds 15 %, bei Immobilienfonds 60 % – diese Anteile bleiben steuerfrei. Für Nettoprojektionen reduzieren Sie die Rendite um etwa 0,5–1 Prozentpunkt.

Was ist die Vorabpauschale und wie wirkt sie sich aus?

Seit der Investmentsteuerreform 2018 wird bei thesaurierenden Fonds und ETFs jährlich die Vorabpauschale nach § 18 InvStG erhoben. Sie ist eine Mindestbesteuerung des unterstellten Wertzuwachses und berechnet sich aus dem Basisertrag (Basiszins der Deutschen Bundesbank × 70 % × Fondswert zum Jahresbeginn), gemindert um die Teilfreistellung und durch tatsächliche Ausschüttungen begrenzt. Die gezahlte Vorabpauschale wird beim späteren Verkauf gegen die finale Abgeltungsteuer angerechnet. In Niedrigzinsphasen ist die Pauschale 0 €. BaFin und Verbraucherzentralen empfehlen, den Sparer-Pauschbetrag dafür offen zu halten.

Wie unterscheidet sich dieser Rechner vom Zinseszinsrechner?

Der Zinseszinsrechner geht von einem festen, vertraglich vereinbarten Zinssatz aus – die Verzinsung eines Tagesgelds, Festgelds, Sparbriefs oder Anleihekupons – und liefert präzise Eurobeträge. Dieser Investitionsrechner modelliert ein Portfolio mit variabler Rendite (Aktien, ETFs, Mischfonds), bei dem der eingegebene Zinssatz ein langfristiger Durchschnitt ist, keine Garantie. Die zugrunde liegende Mathematik ist identisch – nur die Interpretation unterscheidet sich. Nutzen Sie diesen Rechner für ETF-Sparpläne und Depot-Projektionen, den Zinseszinsrechner für Tagesgeld, Festgeld und Sparbriefe.

Soll ich die Inflation einbeziehen?

Ja, wenn die Projektion die reale Kaufkraft abbilden soll. Der Rechner hat ein eingebautes Feld erwartete Inflation (Standard 3 %; die EZB strebt langfristig 2 % an, das Statistische Bundesamt veröffentlicht den Verbraucherpreisindex VPI als Referenz) und zeigt den inflationsbereinigten Wert neben dem nominalen Endwert. Alternativ tragen Sie eine reale Rendite (nominale Rendite minus erwartete Inflation) ein und lesen den nominalen Endwert direkt als inflationsbereinigt. Für die private Altersvorsorge ist die inflationsbereinigte Sicht das ehrlichere Ziel.

Was ist der Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosten)?

Der Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosten-Effekt) ist die Praxis, regelmäßig den gleichen Eurobetrag unabhängig von der Marktlage zu investieren – das Feld monatliche Einzahlung in diesem Rechner bildet genau das ab. Der psychologische Vorteil: Sie umgehen die Versuchung des Market Timing. Der strukturelle Vorteil: fixe Eurobeträge kaufen mehr Anteile, wenn die Kurse fallen. Statistisch schlägt das sofortige Investieren einer Einmalanlage das schrittweise Investieren in etwa zwei Dritteln der Fälle (Märkte steigen häufiger als sie fallen), aber für laufende Einkommens-Sparraten ist Cost-Averaging der richtige Rahmen.

Wie behandelt der Rechner den Zeitpunkt der monatlichen Einzahlung?

Der Rechner verwendet nachschüssige Einzahlungen am Monatsende (gewöhnliche Rente), die übliche Konvention bei Altersvorsorge-Formeln. Wenn Ihr ETF-Sparplan tatsächlich am Monatsersten ausgeführt wird (vorschüssige Rente), liegt der Endwert leicht höher – multiplizieren Sie den Sparplan-Anteil mit $(1 + i)$, wobei $i = r/12$. Der Unterschied beträgt typischerweise weniger als 1 % des Endwerts und ist für Planungszwecke vernachlässigbar.

Warum sieht die Gesamtrendite so hoch aus?

Die Gesamtrendite wird als kumulativer Prozentwert auf die eingezahlten Euros ausgewiesen – (Endwert − Gesamteinzahlungen) ÷ Gesamteinzahlungen × 100 – nicht als annualisierter Wert. Über 30+ Jahre erzeugt eine annualisierte Rendite von 6–7 % naturgemäß eine kumulative Rendite von 200–400 %, weil derselbe Eingabezinssatz wiederholt verzinst wird. Der annualisierte Wert bleibt der von Ihnen eingegebene Zinssatz; die Prozentanzeige macht nur die Hebelwirkung des Zinseszinses auf einen Blick sichtbar.

Was passiert, wenn ich nach einigen Jahren aufhöre einzuzahlen?

Rechnen Sie zweimal. Erste Rechnung: Endwert bis zum Jahr, in dem Sie die Einzahlungen stoppen. Zweite Rechnung: dieses Endkapital als neue Anfangsinvestition, monatliche Einzahlung auf 0 € setzen und die verbleibenden Jahre eintragen. Beispiel: 500 €/Monat über 10 Jahre bei 7 % ergibt rund 86.500 €. Dieses Kapital verzinst sich anschließend 20 weitere Jahre bei 7 % zu rund 335.000 € – die Zinseszinskraft des frühen Sparjahrzehnts wirkt damit oft stärker als später ausgesetzte Einzahlungen.

Macht es einen Unterschied, ob die Verzinsung monatlich oder täglich erfolgt?

Bei realistischen Zinssätzen ist der Eurobetrag-Unterschied klein. Auf 50.000 € bei 6 % über 20 Jahre liefert monatliche Verzinsung rund 165.000 € und tägliche Verzinsung rund 166.000 € – eine Differenz von rund 1.000 € über zwei Jahrzehnte, deutlich unter 1 %. Die Wahl der Verzinsungsfrequenz beeinflusst vor allem den effektiven Jahreszins (rund 6,17 % bei monatlicher vs. 6,18 % bei täglicher Verzinsung). Wählen Sie das Intervall passend zum tatsächlichen Konto; verlieren Sie keinen Schlaf an der Entscheidung.

Wie verlässlich ist die Faustregel 72 für die Verdoppelungszeit?

Eine gute Überschlagsrechnung. Die Faustregel 72 sagt: Jahre bis zur Verdoppelung ≈ 72 ÷ Zinssatz%, abgeleitet aus dem natürlichen Logarithmus. Sie ist zwischen 6 % und 10 % am genauesten: bei 7 % liefert die Regel 10,3 Jahre, die exakte Formel ln(2) ÷ ln(1,07) ergibt 10,24 Jahre. Unter 4 % oder über 15 % weicht sie spürbar ab – für solche Fälle nutzen Sie ln(2) ÷ ln(1 + r). Das Feld Verdoppelungszeit im Rechner nutzt die Faustregel 72, um dem üblichen Schnellschätzwert zu entsprechen.

Quellen

Methodik

Dieser Rechner projiziert das Anlagewachstum, indem er den Endwert einer Einmalanlage mit dem Endwert einer monatlichen, nachschüssigen Rente kombiniert. Die Einmalanlage nutzt $A = P(1 + r/n)^{nt}$ mit dem gewählten Verzinsungsintervall n (Täglich = 365, Monatlich = 12, Vierteljährlich = 4, Jährlich = 1). Die Sparraten verwenden $FV = PMT \cdot ((1 + i)^N - 1) / i$ mit $i = r/12$ und $N = 12t$ – monatliche Einzahlungen werden unabhängig vom Intervall der Einmalanlage stets monatlich verzinst. Gesamteinzahlungen = Anfangsanlage + (monatliche Einzahlung × 12 × Jahre); Investitionswachstum = Endwert − Gesamteinzahlungen; Gesamtrendite = (Wachstum ÷ Einzahlungen) × 100 als kumulativer Multiplikator. Der inflationsbereinigte Wert dividiert den nominalen Endwert durch $(1 + \text{Inflation})^t$ mit der Eingabe erwartete Inflation (Standard 3 %, EZB-Ziel 2 %, Referenz VPI des Statistischen Bundesamts). Die Verdoppelungszeit folgt der Faustregel 72 (72 ÷ Zinssatz%). Die Ausgabe ist nominal und vor Steuern – Abgeltungsteuer 25 % + 5,5 % Soli (effektiv 26,375 %), ggf. Kirchensteuer, Sparer-Pauschbetrag 1.000 € pro Person und Jahr, Teilfreistellung (30 % Aktienfonds, 15 % Mischfonds, 60 % Immobilienfonds) sowie Vorabpauschale nach § 18 InvStG bei thesaurierenden Fonds sind separat zu berücksichtigen. Renditen sind langfristige nominale Durchschnittswerte und keine Garantien (Hinweise von BaFin und Verbraucherzentralen).

Profi-Tipps

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