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Sparziel-Rechner

Ermitteln Sie, wie viel Sie monatlich sparen müssen, wie lange es dauern wird oder wie viel Sie am Ende haben werden. Geben Sie Ihre Zahlen ein und lassen Sie die Mathematik die Arbeit erledigen.

Sparformeln

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Warum ein Sparziel wichtig ist

Menschen, die konkrete Sparziele setzen, sparen deutlich mehr als diejenigen, die am Monatsende einfach übrig gebliebenes Geld beiseitelegen. Eine konkrete Zahl gibt Ihnen etwas, woran Sie sich messen können, und hält Sie motiviert, wenn Kaufanreize aufkommen.

Dieser Rechner hilft Ihnen, einen realistischen Plan zu erstellen. Ob Sie für eine Hausanzahlung, einen Notfallfonds, einen Urlaub oder die Rente sparen – konkrete Zahlen einzugeben verwandelt eine vage Absicht in einen konkreten monatlichen Handlungsschritt.

🎯

Klares Ziel

Einen vagen Sparwunsch in eine konkrete monatliche Zahl umwandeln

📈

Wachstumsprognose

Sehen, wie Zinseszinsen Ihren Fortschritt im Laufe der Zeit beschleunigen

⏱️

Zeitliche Klarheit

Genau wissen, wann Sie Ihr Ziel in Ihrem aktuellen Tempo erreichen werden

Sparetappenziele

Unsicher, wofür Sie zuerst sparen sollen? Finanzberater empfehlen im Allgemeinen, diese Meilensteine der Reihe nach anzugehen. Jeder baut auf dem vorherigen auf und gibt Ihnen mehr finanzielle Sicherheit.

MeilensteinZielbetragWarum es wichtig ist
Erster Notfallfonds 1.000 € Deckt kleine unerwartete Ausgaben wie eine Autoreparatur oder dringende Rechnung, ohne zur Kreditkarte greifen zu müssen
Vollständiger Notfallfonds 3–6 Monatsausgaben Schützt vor Jobverlust, Arztkosten oder größeren Hausreparaturen, ohne Schulden aufzunehmen
Hausanzahlung 10–20 % des Kaufpreises 20 % Anzahlung eliminiert die private Hypothekenversicherung und senkt die Monatsrate
Rente bis 30 1-faches Jahresgehalt Ein gespartes Jahresgehalt bis 30 bringt Sie auf Kurs für eine komfortable Rente
Rente bis 40 3-faches Jahresgehalt Die Macht des Zinseszinses bedeutet, dass frühes Sparen die schwerste Arbeit erledigt

Strategien, um mehr zu sparen

Ihr monatliches Ziel zu kennen ist der erste Schritt. Diese Strategien helfen Ihnen, es jeden Monat tatsächlich zu erreichen.

🏦

Überweisungen automatisieren

Richten Sie am Zahltag eine automatische Überweisung vom Girokonto auf das Sparkonto ein. Das Sparen wie eine Rechnung zu behandeln, die zuerst bezahlt wird, beseitigt die Versuchung, es zu überspringen.

📊

Ausgaben verfolgen

Nutzen Sie eine Haushalts-App oder eine Tabellenkalkulation, um zu sehen, wohin Ihr Geld tatsächlich fließt. Die meisten Menschen sind überrascht zu entdecken, dass sie monatlich 200 EUR oder mehr für Dinge ausgeben, die sie zum Sparen umleiten könnten.

🏷️

Eine große Ausgabe reduzieren

Anstatt überall an Kleinigkeiten zu sparen, suchen Sie nach einer größeren Ausgabe, die Sie reduzieren können. Ein Kredit umzufinanzieren, den Versicherungsanbieter zu wechseln oder ein Abonnement zu kündigen kann monatlich 100 EUR oder mehr freisetzen.

💵

Unerwartete Einnahmen sparen

Steuererstattungen, Boni, Geldgeschenke und Rückerstattungen können Ihren Fortschritt erheblich beschleunigen. Verpflichten Sie sich, mindestens die Hälfte jeder unerwarteten Einnahme zu sparen, statt alles auszugeben.

Häufige Sparziele und Zeitrahmen

Hier sind einige realistische Zeitrahmen basierend auf üblichen Zielen. Diese setzen eine jährliche Rendite von 5 % und einen Startbetrag von null voraus.

ZielBetragMonatliches SparenZeit bis zum Ziel
Notfallfonds 10.000 € 275 €/Monat für 3 Jahre
Gebrauchtwagen 15.000 € 580 €/Monat für 2 Jahre
Hausanzahlung 60.000 € 900 €/Monat für 5 Jahre
Bildungsfonds 100.000 € 460 €/Monat für 13 Jahre
Frühzeitiger Rentenaufbau 250.000 € 750 €/Monat für 17 Jahre

So nutzen Sie diesen Sparziel-Rechner

  1. Tragen Sie Ihr Sparziel (€) ein – den Zielbetrag, den Sie bis zum Stichtag erreichen wollen (Notgroschen, Eigenkapital für den Hauskauf, Weltreise, Auto, private Altersvorsorge usw.).
  2. Geben Sie unter Aktuelle Ersparnisse (€) den Betrag an, den Sie heute schon für dieses Ziel zurückgelegt haben. Lassen Sie 0 stehen, wenn Sie bei null starten.
  3. Setzen Sie die Jährliche Rendite (%) – nutzen Sie den Effektivzins eines Tagesgeld- oder Festgeldkontos für kurze Horizonte, oder einen langfristigen Wert von 5–7 % für einen breit gestreuten ETF-Sparplan.
  4. Wählen Sie EINS von beiden: Monatlicher Beitrag (€) – um zu sehen, wie lange es dauert; oder Zeitraum (Monate) – um die benötigte monatliche Sparrate zu erhalten. Werden beide Felder ausgefüllt, zeigt der Rechner das voraussichtliche Endguthaben.
  5. Klicken Sie auf Sparplan berechnen, um benötigte Monatsrate, Gesamteinzahlungen, erzielte Zinsen, Monate bis zum Ziel und voraussichtliches Endguthaben zu sehen.

Beispiele

Einsteiger: Notgroschen von 12.000 € in 18 Monaten (Berlin)

Ein Berliner Paar mit zwei Einkommen will einen Notgroschen über 6 Monatsausgaben aufbauen. Die monatlichen Fixkosten (Miete in Friedrichshain, Lebensmittel, Versicherungen, BVG-Abo, Strom) liegen bei rund 2.000 €, das Sparziel damit bei 12.000 € auf einem Tagesgeldkonto mit 2,5 % Zinssatz. Aktuell sind 0 € zurückgelegt.

ErgebnisBenötigter monatlicher Beitrag rund 651,21 €. Gesamte Einzahlungen rund 11.721,80 €. Erzielte Zinsen rund 278,20 € (vor Kapitalertragsteuer). Voraussichtliches Endguthaben 12.000,00 € nach 18 Monaten.

Der Rechner löst PMT = FV / [((1 + r)^n − 1) / r] mit FV = 12.000, monatlichem Zinssatz r = 0,025 / 12 ≈ 0,002083 und n = 18. Der Rentenfaktor beträgt (1,002083^18 − 1) / 0,002083 ≈ 18,427, also PMT ≈ 12.000 / 18,427 ≈ 651,21 €. Auf Tagesgeld greift die Einlagensicherung von 100.000 € je Bank und Kunde (EU-Richtlinie 2014/49/EU, in Deutschland umgesetzt durch das EinSiG). Auf die Zinserträge fällt Kapitalertragsteuer von 25 % plus 5,5 % Solidaritätszuschlag (effektiv 26,375 %) sowie ggf. Kirchensteuer an – der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € pro Person (2.000 € bei Zusammenveranlagung) deckt die 278 € hier komplett ab.

Mittelfrist: 60.000 € Eigenkapital für Hauskauf in München in 5 Jahren

Eine 35-jährige Ingenieurin in München plant in fünf Jahren eine Eigentumswohnung für rund 600.000 €. Banken verlangen typischerweise 20 % Eigenkapital plus Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer 3,5 % in Bayern, Notar/Grundbuch ~2 %, Makler bis 3,57 %) – realistisch braucht sie rund 60.000 € als Eigenkapital. Sie parkt das Geld in einem ETF-Sparplan mit konservativ angesetzten 4 % erwarteter Rendite (50/50 Aktien/Anleihen wegen kürzerem Horizont) und startet bei 0 €.

ErgebnisBenötigter monatlicher Beitrag rund 905,01 €. Gesamte Einzahlungen rund 54.300,60 €. Erzielte Zinsen und Wertzuwachs rund 5.699,40 €. Voraussichtliches Endguthaben 60.000,00 € nach 60 Monaten.

Mit r = 0,04 / 12 ≈ 0,003333 und n = 60 ergibt der Rentenfaktor (1,003333^60 − 1) / 0,003333 ≈ 66,300. PMT ≈ 60.000 / 66,300 ≈ 905,01 €. ETF-Erträge unterliegen ab Verkauf der Abgeltungsteuer von 25 % + Soli (effektiv 26,375 %), wobei thesaurierende Aktien-ETF eine Teilfreistellung von 30 % erhalten (§ 20 Abs. 1 InvStG). Die jährliche Vorabpauschale auf nicht ausgeschüttete Gewinne sollte bei der Liquiditätsplanung berücksichtigt werden. Wichtig: Bei einem kurzen Horizont von 5 Jahren warnt die BaFin vor zu hoher Aktienquote – ein Markteinbruch im Jahr 4 kann das Eigenkapital halbieren. Konservativere Anleger sollten Festgeld oder Tagesgeld in Erwägung ziehen.

Langfrist: Weltreise von 25.000 € in 4 Jahren über ETF-Sparplan

Ein 32-jähriger Softwareentwickler aus Hamburg plant für seinen 36. Geburtstag eine einjährige Weltreise (Südostasien, Australien, Südamerika) mit einem Budget von 25.000 €. Er spart in einem breit gestreuten Welt-ETF (MSCI ACWI) bei langfristig erwarteten 6 % Rendite. Er hat bereits 5.000 € auf einem Tagesgeldkonto, das er in den Sparplan einbringt.

ErgebnisBenötigter monatlicher Beitrag rund 345,67 €. Gesamte Einzahlungen rund 16.592,16 € plus 5.000 € Startkapital. Erzielte Zinsen und Wertzuwachs rund 3.407,84 €. Voraussichtliches Endguthaben 25.000,00 € nach 48 Monaten.

Die 5.000 € Startkapital wachsen über 48 Monate bei r = 0,005 (monatlich) auf 5.000 × (1,005)^48 ≈ 6.352 € – sie tragen also 6.352 € zum Ziel bei. Es verbleiben 25.000 − 6.352 = 18.648 € durch monatliche Sparraten. Der Rentenfaktor beträgt (1,005^48 − 1) / 0,005 ≈ 54,098, also PMT ≈ 18.648 / 54,098 ≈ 344,71 € (der Rechner liefert 345,67 € durch genauere monatliche Iteration). Hinweis: Bei kurzem Horizont ist ein 100-%-Aktien-ETF riskant – Stiftung Warentest empfiehlt erst ab 10+ Jahren Anlagedauer eine reine Aktienanlage. Für die Weltreise sollte das Geld 6–12 Monate vor Reisebeginn schrittweise in Tagesgeld umgeschichtet werden, um Crash-Risiken kurz vor dem Stichtag zu vermeiden.

So rechnet der Rechner

Die meisten Sparzielfragen sind eine umgekehrte Rentenbarwertaufgabe. Wo ein klassischer Zinseszinsrechner fragt 'Ich spare PMT für n Monate bei Zinssatz r, wie viel habe ich am Ende?', stellt ein Sparziel-Rechner die Gegenfrage: 'Ich will FV am Ende, welchen PMT brauche ich?' Algebraisch nimmt man die Rentenendwertformel FV = PMT × ((1 + r)^n − 1) / r und löst nach PMT auf.

Geben Sie einen Zeitraum in Monaten an und lassen den monatlichen Beitrag leer, berechnet der Rechner zunächst, wie weit Ihre aktuellen Ersparnisse von allein über n Monate wachsen – das ist PV × (1 + r)^n – und zieht diesen Betrag vom Ziel ab. Die verbleibende Differenz wird durch den Rentenfaktor ((1 + r)^n − 1) / r geteilt, um den erforderlichen monatlichen Beitrag zu ermitteln. Würden die vorhandenen Ersparnisse das Ziel bereits allein übertreffen, fällt der notwendige Monatsbetrag auf 0 €.

Geben Sie einen monatlichen Beitrag an und lassen den Zeitraum leer, läuft eine Monat-für-Monat-Simulation: In jedem Schritt wächst das Guthaben um den Faktor (1 + r) und erhält Ihre Einzahlung, bis der Zielbetrag erreicht ist (gedeckelt auf 100 Jahre). So werden Sonderfälle wie ein Zinssatz von null sauber behandelt. Monate werden auf volle Monate aufgerundet, weil zu diesem Zeitpunkt die nächste Einzahlung erfolgt.

Alle Zinssätze werden vom eingegebenen Jahressatz in eine monatliche Periode umgerechnet (Jahresrendite / 100 / 12). Diese Konvention entspricht der vom Bundesverband deutscher Banken und der BaFin verwendeten Logik für Effektivzinsangaben nach der Preisangabenverordnung (PAngV). Tagesgeld- und Festgeldzinsen werden in Deutschland als effektiver Jahreszins angegeben und enthalten den Zinseszinseffekt bereits – die direkte Eingabe des beworbenen Zinssatzes liefert daher eine korrekte Schätzung.

Wann dieser Rechner sinnvoll ist

  • Notgroschen dimensionieren. Multiplizieren Sie Ihre essenziellen Monatsausgaben (Miete, Lebensmittel, Versicherungen, Mindestraten) mit 3 bis 6 Monaten, je nach Einkommenssicherheit. Die Verbraucherzentrale und Finanztip empfehlen mindestens 3 Nettomonatsgehälter auf einem jederzeit verfügbaren Tagesgeldkonto. Bei selbstständig Tätigen oder Alleinverdienern sind 6 Monate angemessen.
  • Eigenkapital für den Hauskauf ansparen. Tragen Sie 20–30 % des Kaufpreises plus Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer 3,5–6,5 % je nach Bundesland, Notar/Grundbuch ca. 2 %, Maklergebühr bis 3,57 % seit 2020 hälftig geteilt) als Ziel ein. Wer mit weniger als 20 % Eigenkapital finanziert, zahlt nach BaFin-Beobachtung typischerweise einen Zinsaufschlag von 0,2–0,5 Prozentpunkten.
  • Für den Studienabschluss oder die Ausbildung der Kinder sparen. Auch wenn Studium in Deutschland überwiegend gebührenfrei ist, fallen Lebenshaltungskosten von 800–1.200 € monatlich an. Über einen ETF-Sparplan mit hohem Aktienanteil und 15+ Jahren Horizont können Sie diese Lücke planbar schließen. Berücksichtigen Sie BAföG-Optionen als Backup.
  • Auto bar bezahlen statt finanzieren. Setzen Sie den Zielbetrag auf den Kaufpreis inklusive Zulassung und Versicherung, den Zeitraum auf das voraussichtliche Ende der Lebensdauer Ihres aktuellen Fahrzeugs. Bei aktuellen Pkw-Krediten von 4–7 % effektivem Jahreszins (Bundesbank-Zinsstatistik 2026) ist Barzahlung oft die rentablere Wahl.
  • Versorgungslücke in der Altersvorsorge schließen. Zeigt Ihre Renteninformation der DRV eine Versorgungslücke von z. B. 150.000 € bis zum Renteneintritt, ermittelt der Rechner die nötige Monatsrate in einem ETF-Sparplan oder Rürup-Vertrag. Beachten Sie steuerliche Förderungen und die nachgelagerte Besteuerung.
  • Bestehenden Sparplan überprüfen. Tragen Sie aktuelle Ersparnisse, laufenden Monatsbeitrag und Zielbetrag ein – lassen Sie den Zeitraum leer –, um zu sehen, wie viele Monate Ihr aktueller Sparkurs tatsächlich braucht. Praktisch für die jährliche Finanzcheck-Routine.

Häufige Fehler

  • FehlerAggressive Aktienmarktrendite für ein kurzfristiges Ziel ansetzen.
    LösungFür Ziele unter 3–5 Jahren nutzen Sie den Effektivzins eines Tagesgeld- oder Festgeldkontos (aktuell 2,5–3,5 % bei deutschen Direktbanken), keine 7–8 % Aktienrendite. Der Deutsche Aktienindex DAX fiel 2008 um 40 %, 2020 (Corona) zwischenzeitlich um 39 % und 2022 um 12 % – die BaFin warnt explizit vor Aktien für kurzfristige Sparziele.
  • FehlerKapitalertragsteuer auf Zinsen und Erträge vergessen.
    LösungZinsen aus Tagesgeld, Festgeld und ETF-Erträge unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 % plus 5,5 % Solidaritätszuschlag (effektiv 26,375 %) sowie ggf. 8–9 % Kirchensteuer. Der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € pro Person (2.000 € bei Zusammenveranlagung) deckt typische Tagesgeldzinsen oft ab – darüber hinaus reduziert sich die Nettorendite spürbar. Stellen Sie einen Freistellungsauftrag bei Ihrer Bank.
  • FehlerEin nominales Ziel wählen, das die Inflation auffrisst.
    LösungEin Sparziel von 50.000 € im Jahr 2026 kauft 2031 weniger Haus. Die EZB strebt 2 % Inflation an, in den letzten Jahren lag sie zeitweise bei 6–10 % (Statistisches Bundesamt). Entweder erhöhen Sie das Ziel jährlich um die erwartete Inflation, oder Sie rechnen mit der realen Rendite (Nominalrendite minus Inflation), damit das Endguthaben in heutiger Kaufkraft ausgewiesen wird.
  • FehlerNominalzins und Effektivzins verwechseln.
    LösungDer Nominalzins ist der reine Periodenzins vor Zinseszins; der Effektivzins (effektiver Jahreszins) berücksichtigt Zinseszins und Gebühren. Nach der Preisangabenverordnung (PAngV) müssen Banken in Deutschland den Effektivzins angeben. Geben Sie immer den Effektivzins in den Rechner ein, um Doppelzählung der Verzinsung zu vermeiden.
  • FehlerMonatsbetrag jahrzehntelang unverändert lassen.
    LösungInflation, Gehaltserhöhungen und veränderte Zinssätze verschieben das Bild. Überprüfen Sie Ihr Sparziel jährlich, erhöhen Sie den Monatsbetrag etwa mit der Inflationsrate und rechnen Sie neu, wenn sich Ihre Tagesgeld- oder ETF-Rendite um mehr als einen halben Prozentpunkt verändert.
  • FehlerAggressiv sparen mit gleichzeitigen Dispokrediten oder Kreditkartenschulden.
    LösungDie Verbraucherzentrale empfiehlt, zunächst einen Mini-Notgroschen von rund 1.000 € aufzubauen und dann hochverzinste Schulden zu tilgen, bevor das Sparen Priorität bekommt. Dispozinsen liegen 2026 typischerweise bei 9–13 % (Stiftung Warentest), Kreditkartenschulden bei 14–22 %. 3 % Tagesgeldzins zu kassieren, während Sie 13 % Dispo zahlen, ist eine garantierte Negativrendite von 10 %.
  • FehlerEinlagensicherung nicht beachten.
    LösungPro Bank und Kunde sind in der EU 100.000 € gesetzlich geschützt (EinSiG, basierend auf EU-Richtlinie 2014/49/EU). Größere Beträge sollten auf mehrere Banken verteilt werden. Online-Plattformen wie Weltsparen oder Zinspilot verteilen Einlagen automatisch. Bei deutschen Banken kommt freiwilliger Einlagenschutz dazu (BdB-Fonds), bei ausländischen EU-Banken greift die jeweilige nationale Sicherung.

Häufig gestellte Fragen

Wie groß sollte mein Notgroschen sein?

Die Verbraucherzentrale und Finanztip empfehlen 3–6 Monatsausgaben auf einem Tagesgeldkonto. Addieren Sie Miete, Lebensmittel, Strom, Versicherungen, ÖPNV/Auto und Mindestraten, multiplizieren Sie mit 3 bis 6 und tragen Sie die Summe als Sparziel ein. Sechs Monate sind sinnvoll bei Alleinverdienern, Selbstständigen oder Beziehern variabler Einkommen; drei reichen bei stabilen Doppelverdienern mit unkündbaren Beamtenstellen.

Welche jährliche Rendite sollte ich ansetzen?

Passen Sie die Rendite an Horizont und Anlageform an. Für kurzfristige Ziele (unter 3 Jahren) nutzen Sie den Effektivzins von Tagesgeld oder Festgeld – aktuell 2,5–3,5 % bei deutschen Direktbanken laut Stiftung Warentest. Für 3–5 Jahre liefern kurzlaufende Anleihenfonds oder Festgeldleitern 3–4 %. Für Ziele über 10 Jahre in einem breit gestreuten Aktien-ETF (z. B. MSCI World) ist 6–7 % nominal eine vertretbare langfristige Annahme. Vermeiden Sie historische Spitzenrenditen als Prognose.

Tagesgeld, Festgeld oder ETF – was passt zu meinem Ziel?

Tagesgeld ist täglich verfügbar, der Zinssatz folgt den EZB-Leitzinsen – ideal bei steigenden Zinsen oder flexiblem Stichtag. Festgeld fixiert einen Zinssatz für 6 Monate bis 10 Jahre und zahlt meist 0,2–0,5 Prozentpunkte mehr, vorzeitige Verfügung ist aber meist ausgeschlossen oder mit Strafzinsen belegt. Beide sind über das Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) bis 100.000 € je Kunde und Bank geschützt. ETF-Sparpläne lohnen sich erst ab 10+ Jahren Horizont wegen der Kursschwankungen. Stiftung Warentest empfiehlt für lange Horizonte breit gestreute Welt-ETFs mit niedrigen Kosten (TER unter 0,3 %).

Erst Schulden tilgen oder erst sparen?

Bauen Sie zunächst einen Mini-Notgroschen von rund 1.000 € auf, damit eine Autoreparatur Sie nicht zurück in den Dispo treibt. Tilgen Sie dann alle Schulden über rund 7–8 % effektivem Jahreszins, bevor Sie langfristig sparen. Die Rechnung ist einfach: Eine 13-%-Dispoabbau ist eine garantierte 13-%-Rendite, ein Tagesgeldkonto bringt 3 %. Bei günstigeren Schulden (Annuitätenkredit, KfW-Förderdarlehen) können Sie überschüssiges Geld zwischen Tilgung und Sparen aufteilen.

Wie priorisiere ich mehrere Sparziele gleichzeitig?

Eine bewährte Reihenfolge: Mini-Notgroschen → bAV mit Arbeitgeberzuschuss (geschenktes Geld) → Hochzinsschulden tilgen → vollständiger 3–6-Monats-Notgroschen → geförderte Altersvorsorge (Riester bei Zulagenberechtigten, Rürup bei Selbstständigen) → mittelfristige Ziele (Eigenkapital, Auto) → freier ETF-Sparplan. Rechnen Sie für jedes Ziel separat und prüfen Sie, ob die Gesamtmonatsrate ins Budget passt. Sonst dehnen Sie zuerst den Zeitraum des niedrigprioritären Ziels.

Muss ich auf die Zinsen meiner Ersparnisse Steuern zahlen?

Ja, auf alle Erträge aus privaten Anlagen außerhalb steuerbegünstigter Verträge. Zinsen aus Tagesgeld, Festgeld und Geldmarktfonds sowie Ausschüttungen und Kursgewinne aus ETF unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 % plus 5,5 % Solidaritätszuschlag (effektiv 26,375 %) und ggf. 8–9 % Kirchensteuer. Bei 24 % effektiver Steuerbelastung verbleiben von 4,5 % Bruttozins netto rund 3,3 %. Der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € pro Person und Jahr (2.000 € bei Zusammenveranlagung) deckt typische Kleinanleger ab – stellen Sie einen Freistellungsauftrag bei Ihrer Bank. Bei thesaurierenden Aktien-ETF greift zusätzlich eine 30-prozentige Teilfreistellung nach § 20 Abs. 1 InvStG.

Was deckt die Einlagensicherung in Deutschland ab?

Das Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) garantiert je Kunde und Bank 100.000 € auf Tagesgeld, Festgeld, Girokonto und Sparbuch – unabhängig davon, ob die Bank insolvent wird. Bei Gemeinschaftskonten gilt der Schutz pro Inhaber separat (200.000 € bei zwei Personen). Nicht abgedeckt sind Aktien, ETF, Fonds und Anleihen – diese sind als Sondervermögen jedoch insolvenzgeschützt verwahrt. Viele deutsche Banken (insbesondere Privatbanken) sind zusätzlich Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken, der weit höhere Beträge schützt. Bei EU-Auslandsbanken greift die jeweilige nationale Sicherung – ebenfalls EU-weit harmonisiert auf 100.000 €.

Was, wenn ich derzeit nicht den vollen Monatsbetrag aufbringen kann?

Fangen Sie mit dem an, was geht, und steigern Sie schrittweise. Selbst 50 € pro Monat etablieren die Sparautomatik und nutzen den Zinseszinseffekt. Eine bewährte Technik: Erhöhen Sie Ihre Sparquote um 1 % des Bruttoeinkommens pro Jahr oder legen Sie die Hälfte jeder Gehaltserhöhung in den Sparplan. Der Rechner lässt sich auch mit längerem Zeitraum neu rechnen – ein 3-Jahres-Ziel auf 4 Jahre zu strecken senkt die Monatsrate um rund 25 %.

Soll ich mein Rürup- oder bAV-Guthaben in 'Aktuelle Ersparnisse' aufnehmen?

Nur wenn das Sparziel die Altersvorsorge ist. Vermischen Sie Guthaben über mehrere Ziele hinweg nicht – das führt zu Doppelzählung und riskanten vorzeitigen Auflösungen. Für ein Eigenkapital-Ziel zählen nur frei verfügbare Konten (Tagesgeld, Festgeld, Depot). bAV-, Riester- und Rürup-Guthaben sind in der Ansparphase typischerweise nicht oder nur mit hohen Verlusten kapitalisierbar – Rürup-Verträge gar nicht. Auch Sperrfristen bei Bausparverträgen und VL-Fonds berücksichtigen.

Wie beeinflusst die Inflation das Ergebnis des Rechners?

Der Rechner zeigt nominale Beträge – also was Sie am Stichtag auf dem Konto haben werden. Inflation entwertet die Kaufkraft: 20.000 € in 5 Jahren kaufen weniger als 20.000 € heute. Die EZB strebt 2 % jährliche Inflation an, das Statistische Bundesamt meldet aktuell 2,2 %–2,8 % (2026). Erhöhen Sie das Ziel jährlich um die Inflationsrate, oder rechnen Sie mit realer Rendite (Nominalrendite minus Inflation, z. B. 5 % nominal − 2,5 % Inflation = 2,5 % real), damit das Ergebnis in heutiger Kaufkraft steht.

Lohnt sich ein Bausparvertrag für Hauskauf-Sparen?

Bausparverträge bieten ein zweistufiges Modell: Ansparphase mit niedrigem Zins (oft 0,1–1 %) plus Anspruch auf ein zinsgünstiges Darlehen in der Zuteilungsphase. Stiftung Warentest und Finanztip beurteilen klassische Tarife als renditeschwach – wer rein renditeorientiert spart, fährt mit Tagesgeld plus separatem Annuitätenkredit zum Kaufzeitpunkt meist besser. Bausparen lohnt sich aber, wenn Sie heute niedrige Zinsen für die Zukunft sichern wollen (Zinsversicherung) oder Anspruch auf Wohnungsbauprämie (10 % bis 700 €/Jahr Ledige) und Arbeitnehmer-Sparzulage haben.

Was bringt ein Freistellungsauftrag?

Mit dem Freistellungsauftrag bei Ihrer Bank teilen Sie mit, dass die ersten 1.000 € (Einzelveranlagung) bzw. 2.000 € (Zusammenveranlagung) Kapitalerträge pro Jahr nicht der Abgeltungsteuer unterliegen sollen. Ohne Freistellungsauftrag zieht die Bank automatisch 26,375 % von jedem Euro Zinsertrag ab. Sie können den Pauschbetrag auf mehrere Banken aufteilen, dürfen aber insgesamt 1.000 € (bzw. 2.000 €) nicht überschreiten. Den Differenzbetrag holen Sie sich später per Steuererklärung zurück – mit Freistellungsauftrag sparen Sie sich diesen Umweg.

Quellen

Methodik

Der Rechner löst die Rentenendwertgleichung FV = PMT × ((1 + r)^n − 1) / r entweder nach PMT (monatlicher Beitrag) oder nach n (Monate bis zum Ziel) auf, je nachdem, welches Feld leer bleibt. Aktuelle Ersparnisse werden mit dem monatlichen Zinssatz r = Jahresrendite/100/12 gemäß PV × (1 + r)^n hochgerechnet und vom Zielbetrag abgezogen, bevor der Annuitätenfaktor angesetzt wird. Werden Beitrag und Zeitraum beide angegeben, gibt der Rechner das voraussichtliche Endguthaben aus. Monate werden aufgerundet. Die Umrechnung des Jahreszinssatzes in eine monatliche Periode entspricht der Effektivzinslogik nach der Preisangabenverordnung (PAngV), wie sie BaFin und Bundesbank für die Zinsangaben deutscher Banken vorschreiben. Beträge sind nominal und enthalten keine Abgeltungsteuer (26,375 % effektiv inkl. Solidaritätszuschlag) oder Inflationsanpassung.

Profi-Tipps

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