Rechner für den Wareneinsatz (COGS)
Wareneinsatz und Bruttogewinnmarge berechnen
COGS-Formeln
Wareneinsatz verstehen
Der Wareneinsatz (COGS – Cost of Goods Sold) umfasst die direkten Kosten der verkauften Waren eines Unternehmens. Dazu gehören Rohstoffe, direkte Arbeitskosten und fertigungsbezogene Gemeinkosten. Der COGS wird vom Umsatz abgezogen, um den Bruttogewinn zu ermitteln.
Die grundlegende COGS-Formel basiert auf der Lagerbuchhaltung: Anfangsbestand + Einkäufe − Endbestand = COGS. Wenn Sie mit einem Anfangsbestand von 50.000 €, Einkäufen von 200.000 € und einem Endbestand von 40.000 € beginnen, beträgt Ihr COGS 210.000 €.
Der COGS ist entscheidend für die Bewertung von Rentabilität und Preisgestaltung. Ein hoher COGS im Verhältnis zum Umsatz weist auf enge Margen hin. Verschiedene Branchen haben sehr unterschiedliche COGS-Profile – Software hat nahezu keinen COGS, während das produzierende Gewerbe erhebliche Material- und Arbeitskosten aufweist.
Was im COGS enthalten ist
Rohstoffe
Materialien und Teile, die direkt in verkauften Produkten verwendet werden.
Direkte Arbeitskosten
Löhne für Mitarbeiter, die direkt an der Produktion beteiligt sind.
Fertigungsgemeinkosten
Betriebskosten der Fabrik, Abschreibungen auf Maschinen, Produktionsmaterial.
Eingehende Frachtkosten
Transportkosten für die Lieferung von Waren an Ihren Standort.
Bruttomarge nach Branchen
| Branche | Typischer COGS % | Bruttomarge | Hinweise |
|---|---|---|---|
| Software/SaaS | 10–25 % | 75–90 % | Geringe Grenzkosten |
| Einzelhandel | 60–75 % | 25–40 % | Produktweiterverkauf |
| Fertigung | 50–70 % | 30–50 % | Material + Arbeit |
| Gastronomie | 28–35 % | 65–72 % | Zielwert für Lebensmittelkosten |
| Lebensmittelhandel | 75–80 % | 20–25 % | Niedrige Marge, hohes Volumen |
COGS optimieren
Lieferantenverhandlungen führen
Mengenrabatte, Zahlungskonditionen und Wettbewerbsangebote senken die Materialkosten.
Effizienz steigern
Verschwendung reduzieren, Prozesse optimieren und Nacharbeit minimieren, um Produktionskosten zu senken.
Produktbezogen verfolgen
COGS pro Produkt/Artikel berechnen. Artikel mit geringer Marge identifizieren und gezielt angehen.
Bewertungsmethode beachten
FIFO, LIFO und gewichteter Durchschnitt führen zu unterschiedlichen COGS-Werten. Die passende Methode wählen und einheitlich anwenden.
Häufig gestellte Fragen
Was gehört NICHT zum COGS?
Nicht enthalten sind: Vertriebskosten, Marketing, Verwaltungsgehälter, Miete für Nicht-Produktionsflächen, Forschung und Entwicklung sowie Distributionskosten (ausgehende Fracht). Diese zählen zu den Betriebsausgaben, nicht zum COGS.
FIFO oder LIFO – welche Methode sollte ich verwenden?
FIFO (First In First Out) geht davon aus, dass ältere Bestände zuerst verkauft werden – dies entspricht dem tatsächlichen Warenfluss besser. LIFO (Last In First Out) kann bei Inflation die Steuerlast senken. FIFO ist weiter verbreitet und nach IFRS vorgeschrieben.
Wie wirkt sich der COGS auf die Steuern aus?
Der COGS ist steuerlich absetzbar. Ein höherer COGS bedeutet ein niedrigeres zu versteuerndes Einkommen. Das künstliche Aufblähen des COGS ist jedoch Betrug. Ordnungsgemäße Buchführungsmethoden anwenden und von Jahr zu Jahr einheitlich vorgehen.
Was ist der Unterschied zwischen COGS und Umsatzkosten?
Für Produktunternehmen sind die Begriffe austauschbar. Dienstleistungsunternehmen verwenden den Begriff Umsatzkosten (oder Cost of Revenue), da kein Lagerbestand vorhanden ist – dieser umfasst direkte Arbeitskosten und Serviceerbringungskosten.
Profi-Tipps
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