DAX-Konzern: Ausschüttungsquote eines reifen Industriewerts
Ein DAX-notierter Industriekonzern weist im Konzernabschluss nach IFRS einen Jahresüberschuss von 4,0 Mrd. € aus. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung gemäß § 174 AktG eine Dividendenausschüttung von 2,0 Mrd. € vor. Die Ausschüttungspolitik liegt seit Jahren stabil bei rund 50 %.
ErgebnisAusschüttungsquote 50,0 %. Einbehaltungsquote 50,0 %. Dividendendeckung 2,0x. Bewertung: Nachhaltig.
Der Rechner teilt 2,0 Mrd. € durch 4,0 Mrd. € und multipliziert mit 100, was 50 % ergibt. Die Einbehaltung als Komplement von 50 % bedeutet, dass die Hälfte des Konzerngewinns für Investitionen, Akquisitionen oder Aktienrückkäufe im Unternehmen verbleibt. Die Dividendendeckung von 2,0x signalisiert, dass die Erträge sich halbieren müssten, bevor die Dividende gefährdet wäre – ein typischer Sicherheitspuffer für etablierte DAX-Werte. Zu beachten ist der Unterschied zwischen Bilanzgewinn (HGB-Einzelabschluss der AG, maßgeblich für die Ausschüttung) und Konzerngewinn (IFRS, häufige Grundlage für Investor-Relations-Kennzahlen).