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Tempo-Rechner

Berechnen Sie Ihr Lauf- oder Radfahrtempo, Ihre Zielzeit oder Distanz anhand der Ihnen bekannten Werte.

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Tempoberechnung

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Zeitberechnung

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Lauftempo verstehen

Das Tempo gibt an, wie lange man benötigt, um eine Längeneinheit zurückzulegen – üblicherweise ausgedrückt in Minuten pro Meile oder Minuten pro Kilometer. Es ist der Kehrwert der Geschwindigkeit und die wichtigste Kennzahl, an der Läufer ihre Leistung messen.

Im Gegensatz zur Geschwindigkeit (Distanz pro Zeit) sagt das Tempo, wie lange Sie laufen werden. Das erleichtert die Planung von Trainingseinheiten und Rennstrategien.

🏃

Trainingszonen

Verschiedene Tempi sprechen unterschiedliche Trainingszonen an – lockere Läufe, Tempoläufe, Intervalle und Wettkampftempo.

📊

Fortschrittsverfolgung

Die Tempoentwicklung über die Zeit zeigt Konditionsverbesserungen deutlicher als die Gesamtzeit allein.

🎯

Wettkampfplanung

Die Kenntnis des Zieltempos hilft bei der Planung der Rennstrategie für jede Distanz.

Geschwindigkeitsäquivalent

Ein Tempo von 6:00 min/Meile entspricht 16,1 km/h. Tempo und Geschwindigkeit stehen in einem umgekehrten Verhältnis.

Umrechnung von Tempo und Geschwindigkeit

Das Verhältnis zwischen Tempo und Geschwindigkeit zu verstehen, hilft beim Crosstraining und beim Vergleich verschiedener Aktivitäten:

Tempo (min/mi)Geschwindigkeit (mph)Tempo (min/km)Geschwindigkeit (km/h)
12:00 5,0 7:27 8,0
10:00 6,0 6:13 9,7
9:00 6,7 5:35 10,7
8:00 7,5 4:58 12,1
7:00 8,6 4:21 13,8
6:00 10,0 3:44 16,1
5:00 12,0 3:06 19,3
4:00 15,0 2:29 24,1

Training nach Tempozonen

Verschiedene Trainingstempis dienen unterschiedlichen physiologischen Zwecken. So nutzen Sie Tempozonen wirkungsvoll:

🚶

Regenerationstempo (Locker)

1–2 Minuten langsamer als Ihr angestrebtes Wettkampftempo. Gemütliche Belastung – Sie sollten sich problemlos unterhalten können. Dies sollte 80 % Ihres Trainingsvolumens ausmachen.

💪

Tempodauerlauf (Schwelle)

Ihr "angenehm hartes" Tempo – etwa 15–20 Sekunden pro Kilometer langsamer als Ihr 5-km-Wettkampftempo. Für 20–60 Minuten aufrechtzuerhalten. Verbessert die Laktatschwelle.

Intervalltempo (VO₂max)

Nah am 5-km-Wettkampftempo oder etwas schneller. In Intervallen von 3–5 Minuten mit gleichlanger Erholung. Verbessert die maximale Sauerstoffaufnahme.

🚀

Wiederholungstempo (Schnelligkeit)

Schneller als 5-km-Tempo – eingesetzt für kurze Wiederholungen (200–400 m) mit vollständiger Erholung. Entwickelt die Laufökonomie und neuromuskuläre Koordination.

🎯

Wettkampftempo

Ihr Zieltempo für eine bestimmte Wettkampfdistanz. Sollte fordernd, aber über die gesamte Distanz aufrechtzuerhalten sein. Üben Sie dieses Tempo im Training.

Gängige Wettkampfdistanzen

Das Kennen der Standardwettkampfdistanzen hilft bei Training und Zielsetzung:

5️⃣

5 km (3,1 Meilen)

Die beliebteste Wettkampfdistanz. Kurz genug für Einsteiger, schnell genug, damit erfahrene Läufer an ihre Grenzen gehen. Eine gute 5-km-Zeit variiert stark nach Alter und Erfahrung.

🔟

10 km (6,2 Meilen)

Doppelte 5-km-Distanz. Erfordert sowohl Schnelligkeit als auch Ausdauer. Typischerweise etwa 10–15 Sekunden pro Kilometer langsamer als das 5-km-Tempo.

🏅

Halbmarathon (21,1 km / 13,1 Meilen)

Ein anspruchsvolles, aber erreichbares Ziel für die meisten Freizeitläufer. Erfordert erhebliches Training – in der Regel 12–16 Wochen für Erstläufer.

🏆

Marathon (42,2 km / 26,2 Meilen)

Die klassische Ausdauerherausforderung. Erfordert 16–20+ Wochen gezieltes Training. Das Tempo liegt typischerweise 1–2 Minuten pro Kilometer langsamer als beim Halbmarathon.

Rennstrategien

Die Verteilung der Anstrengung über einen Wettkampf beeinflusst die Leistung erheblich:

📈

Negative Aufteilung

Die zweite Hälfte schneller laufen als die erste. Die physiologisch effizienteste Strategie. Konservativ starten und das Tempo steigern. Elite-Marathonläufer nutzen häufig diese Herangehensweise.

📊

Gleichmäßiges Tempo

Dasselbe Tempo über den gesamten Wettkampf halten. Erfordert Erfahrung und Disziplin. Gut für kürzere Distanzen (5–10 km), bei denen die Belastung genau eingeschätzt werden kann.

📉

Positive Aufteilung

Schnell starten und langsamer werden. Häufig bei unerfahrenen Läufern, die zu aggressiv beginnen. Führt in der Regel zu einer langsameren Gesamtzeit.

🎢

Variables Tempo

Das Tempo entsprechend dem Streckenprofil anpassen. Nützlich bei hügeligen Strecken – Anstrengung statt Tempo an Anstiegen konstant halten und bergab erholen.

Einflussfaktoren auf das Tempo

Ihr Tempo an einem bestimmten Tag wird durch viele Faktoren jenseits der Fitness beeinflusst:

🌡️

Wetterbedingungen

Hitze wirkt sich erheblich auf das Tempo aus – erwarten Sie bei jedem Grad über 13 °C eine Verlangsamung von etwa 1–2 %. Feuchtigkeit verstärkt die Auswirkungen der Hitze. Kälte, Wind und Regen beeinflussen die Leistung ebenfalls.

⛰️

Gelände und Höhenlage

Hügel verlangsamen das Tempo deutlich. Höhenlagen beeinträchtigen die Leistung – bis zur Akklimatisierung sollten Sie mit langsameren Zeiten rechnen. Gelände­läufe sind typischerweise 15–25 % langsamer als Straßenläufe.

😴

Erholung und Erschöpfung

Schlaf, Stress und Trainingsbelastung beeinflussen die tägliche Leistung. Das lockere Lauftempo sollte sich wirklich leicht anfühlen – erzwingen Sie kein bestimmtes Tempo bei Erschöpfung.

🍎

Ernährung und Flüssigkeitszufuhr

Dehydration beeinträchtigt die Leistung. Bei Läufen über 60 Minuten wird Kohlenhydratnachschub wichtig. Koffein kann die Leistung um 1–3 % verbessern.

Einheitenumrechnung

Die Umrechnung zwischen Meilen und Kilometern ist für internationale Läufer unerlässlich:

Um min/Meile in min/km umzurechnen, dividieren Sie durch 1,60934. Um min/km in min/Meile umzurechnen, multiplizieren Sie mit 1,60934. Zum Beispiel entspricht ein Tempo von 6:00 min/Meile etwa 3:44 min/km.

🔄

Schnelle Umrechnung

Multiplizieren Sie Kilometer mit 0,621, um Meilen zu erhalten. Multiplizieren Sie Meilen mit 1,609, um Kilometer zu erhalten. 5 km entsprechen 3,1 Meilen; 10 km entsprechen 6,2 Meilen.

📱

GPS-Uhr-Einstellungen

Die meisten GPS-Uhren können das Tempo in beiden Einheiten anzeigen. Stellen Sie Ihre Uhr entsprechend der Wettkampfdistanz ein – für einen 5-km-Lauf in Deutschland verwenden Sie Kilometer.

Häufig gestellte Fragen

Q Was ist ein gutes Lauftempo für Einsteiger?

Ein gutes Einsteigertempo ist eines, bei dem Sie sich noch unterhalten können – in der Regel 6–7:30 min/km. Konzentrieren Sie sich zunächst darauf, die Distanz zu absolvieren, bevor Sie sich um das Tempo sorgen. Die meisten Anfänger starten zu schnell und erschöpfen sich vorzeitig.

Q Wie berechne ich mein Tempo aus einem Wettkampfergebnis?

Teilen Sie Ihre Gesamtzeit in Minuten durch die Distanz. Bei einem 5-km-Lauf in 24:00 Minuten ergibt sich beispielsweise 24 ÷ 5 = 4:48 min/km.

Q Warum weicht mein Laufbandtempo vom Außentempo ab?

Laufbänder bieten keinen Luftwiderstand und keine Geländevariation, weshalb gleichwertige Tempi leichter erscheinen. Stellen Sie das Laufband auf 1–2 % Steigung, um das Laufen im Freien besser zu simulieren. Zudem kann die Kalibrierung des Laufbands variieren – die tatsächliche Geschwindigkeit kann von der Anzeige abweichen.

Q Wie viel schneller werde ich am Wettkampftag sein?

Adrenalin und Konkurrenz am Wettkampftag können die Leistung um 10–30 Sekunden pro Kilometer steigern. Dies ist jedoch individuell verschieden. Erstläufer starten häufig zu schnell. Üben Sie Ihr Zieltempo im Training.

Q Sollte ich jeden Tag dasselbe Tempo laufen?

Nein. Die meisten Trainingspläne variieren das Tempo je nach Zweck: lockere Regenerationsläufe (80 % des Trainings), Tempoläufe, Intervalle und Wettkampftempoläufe. Zu schnelles Laufen an lockeren Tagen verhindert die Erholung und erhöht das Verletzungs- und Übertrainingsrisiko.

Q Wie beeinflusst die Höhenlage das Tempo?

In Höhen über 1.500 m steht weniger Sauerstoff zur Verfügung, was das Tempo um etwa 1 % pro 300 m Höhenzunahme verlangsamt. Die vollständige Akklimatisierung dauert 2–3 Wochen. Wettkämpfe in großer Höhe ohne vorherige Akklimatisierung erfordern erhebliche Tempokorrektur.

Q Was ist der Unterschied zwischen Tempo und Geschwindigkeit?

Das Tempo ist Zeit pro Distanz (min/km); die Geschwindigkeit ist Distanz pro Zeit (km/h). Sie stehen in einem umgekehrten Verhältnis zueinander: 6:00 min/Meile entspricht 10 mph. Läufer verwenden üblicherweise das Tempo; Radfahrer und Schwimmer nutzen häufig die Geschwindigkeit.

Q Wie kann ich Wettkampfzeiten aus Trainingstempis vorhersagen?

Wettkampfprognoserechner verwenden Formeln auf Basis aktueller Wettkampfzeiten. Im Allgemeinen kommen etwa 20–30 Sekunden pro Kilometer hinzu, wenn sich die Distanz verdoppelt: Wer einen 5-km-Lauf in 4:20 min/km absolviert, kann für einen 10-km-Lauf etwa 4:35 min/km erwarten.

So nutzen Sie diesen Tempo-Rechner

  1. Wählen Sie zuerst das Maßsystem über den Umschalter Meilen / Kilometer am oberen Rand des Formulars. Die Bezeichnungen für Distanz, Tempo und Geschwindigkeit passen sich automatisch an – mi und min/mi für Meilen, km und min/km für Kilometer (Standard in Deutschland, Österreich und der Schweiz).
  2. Entscheiden Sie über den Modusumschalter, was berechnet werden soll: Zeit berechnen (Sie kennen Distanz und Tempo), Tempo berechnen (Sie kennen Distanz und Zeit) oder Distanz berechnen (Sie kennen Zeit und Tempo). Das Formular blendet die Felder aus, die Sie für den gewählten Modus nicht benötigen.
  3. Wählen Sie eine übliche Distanz aus den Voreinstellungen (1 Meile, 5 km, 10 km, Halbmarathon, Marathon) oder klicken Sie auf Benutzerdefinierte Distanz und tragen Sie Ihren eigenen Wert in das Feld Distanz ein.
  4. Füllen Sie die verbleibenden Felder aus – Zeit verwendet Stunden/Minuten/Sekunden, Tempo Minuten/Sekunden – und klicken Sie auf Berechnen.
  5. Lesen Sie Zielzeit, Tempo, äquivalente Geschwindigkeit in km/h sowie die Teilzeiten an den Kontrollpunkten 1 km, 5 km, 10 km, Halbmarathon und Marathon ab. Übernehmen Sie die Werte in Ihre Polar-, Garmin- oder Coros-Uhr, um Rundenalarme für den Berlin-Marathon, München- oder Frankfurt-Marathon vorzubereiten.

Beispiele

Anfänger: 5 km Joggen im lockeren Tempo von 7:00 min/km

Eine 32-jährige Lauf-Einsteigerin trainiert für ihren ersten 5-km-Volkslauf in Berlin und joggt in entspanntem Tempo von 7:00 min/km. Sie möchte wissen, wie lange sie für die Strecke brauchen wird.

ErgebnisZielzeit von 35:00 Minuten, äquivalente Geschwindigkeit von rund 8,6 km/h und 1-km-Teilzeit von 7:00 min.

Zeit = Tempo × Distanz = 420 Sekunden × 5 km = 2.100 Sekunden = 35 Minuten 00 Sekunden. Die äquivalente Geschwindigkeit ergibt sich aus 60 ÷ 7 ≈ 8,57 km/h. Ein Tempo von 7:00 min/km entspricht in der DLV-Klassifikation einem klaren Grundlagenausdauer-Bereich (GA1) für Einsteiger und lässt sich gesprächsweise halten – nach dem Wohlfühl-Test der Asics LaufTipps sollten ganze Sätze beim Laufen möglich sein. Für den 5-km-Volkslauf empfiehlt sich, die ersten 2 km bei etwa 7:05 min/km anzugehen und die letzten 3 km bei etwa 6:55 min/km zu beschleunigen (leicht negative Aufteilung).

Fortgeschritten: Halbmarathon in 1:45:30 bei 5:00 min/km

Ein 42-jähriger Hobbyläufer mit drei Trainingsjahren peilt beim München-Halbmarathon eine Zielzeit unter 1:46 Stunden an und will wissen, welches durchschnittliche Kilometer-Tempo er halten muss und wo seine Zwischenzeiten liegen sollten.

ErgebnisZielzeit von 1:45:29, äquivalente Geschwindigkeit von 12,0 km/h, 5-km-Teilzeit 25:00 min und 10-km-Teilzeit 50:00 min.

Halbmarathon-Distanz nach World-Athletics-Standard: 21,0975 km. Zeit = 300 Sekunden × 21,0975 ≈ 6.329 Sekunden = 1 Stunde 45 Minuten 29 Sekunden. Geschwindigkeit = 60 ÷ 5 = 12 km/h. Die Teilzeiten – 1 km in 5:00, 5 km in 25:00, 10 km in 50:00 – eignen sich als Garmin- oder Coros-Rundenalarme. Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) empfiehlt für eine solche Zielzeit einen Trainingsumfang von 50–60 km pro Woche mit einem langen Lauf von 16–20 km. Im Wettkampf empfiehlt sich eine gleichmäßige bis leicht negative Aufteilung: die ersten 5 km bei 5:05 min/km, dann 5:00 min/km halten und im letzten Viertel auf 4:55 min/km steigern, sofern die Form passt.

Marathon: Frankfurt-Marathon unter 3:10 bei 4:30 min/km

Ein ambitionierter Vereinsläufer beim TSV München-Ost trainiert für den Mainova Frankfurt-Marathon und möchte unter 3:10 Stunden ins Ziel kommen, um damit den Boston-Qualifying-Standard für Männer 35–39 zu unterbieten. Er will das nötige Marathontempo und die Zwischenzeiten an den Verpflegungsstellen wissen.

ErgebnisZielzeit von 3:09:53, äquivalente Geschwindigkeit von 13,3 km/h, 10-km-Teilzeit 45:00 min und Halbmarathon-Teilzeit 1:34:56.

Marathon-Distanz nach World Athletics: 42,195 km. Zeit = 270 Sekunden × 42,195 ≈ 11.393 Sekunden = 3 Stunden 9 Minuten 53 Sekunden – knapp unter der Boston-Marke 3:10:00. Geschwindigkeit = 60 ÷ 4,5 ≈ 13,33 km/h. Die Halbmarathon-Zwischenzeit von 1:34:56 ist ein Schlüsselwert: Der Frankfurt-Marathon hat seine Verpflegungsstellen alle 5 km, sodass sich 22:30 (5 km), 45:00 (10 km), 1:07:30 (15 km), 1:30:00 (20 km), 1:34:56 (Halbmarathon) und 2:15:00 (30 km) als Kontrollpunkte gut einprägen lassen. Der DLV und die Asics LaufTipps empfehlen für eine Sub-3:10-Marathon-Vorbereitung 70–90 km Wochenumfang über 16 Wochen mit zwei Schwellenläufen pro Woche und einem langen Lauf von 32–35 km drei Wochen vor dem Rennen.

So funktioniert der Rechner

Das Tempo ist Zeit pro Längeneinheit – in Deutschland, Österreich und der Schweiz üblicherweise Minuten pro Kilometer (min/km), in englischsprachigen Ländern auch Minuten pro Meile (min/mi). Die Grundformel lautet $\text{Tempo} = \frac{\text{Zeit}}{\text{Distanz}}$. Die Geschwindigkeit ist der Kehrwert: Distanz pro Zeit, in der Regel in Kilometern pro Stunde (km/h) bzw. Meilen pro Stunde (mph). Es gilt $\text{Geschwindigkeit} = \frac{\text{Distanz}}{\text{Zeit}}$. Ein Tempo von 5:00 min/km entspricht 12 km/h, ein Tempo von 6:00 min/Meile entspricht 16,1 km/h. Beide Größen beschreiben dieselbe Anstrengung in unterschiedlicher Schreibweise.

Der Rechner arbeitet in drei Modi, die dieselbe Identität umstellen. Zeit berechnen verwendet $\text{Zeit} = \text{Tempo} \times \text{Distanz}$. Tempo berechnen verwendet $\text{Tempo} = \frac{\text{Zeit}}{\text{Distanz}}$. Distanz berechnen verwendet $\text{Distanz} = \frac{\text{Zeit}}{\text{Tempo}}$. Intern werden Stunden-, Minuten- und Sekunden-Eingaben in Gesamtsekunden umgerechnet und alle Distanzen auf die gewählte Einheit (km oder mi) normalisiert, bevor die Rechnung erfolgt. Anschließend werden Zeit als HH:MM:SS und Tempo als MM:SS zurückformatiert.

Aus dem Ergebnis leitet der Rechner zusätzlich die äquivalente Geschwindigkeit in km/h oder mph ab sowie ein Teilzeitenraster, das die Zwischenzeiten an den Kontrollpunkten 1 km, 5 km, 10 km, Halbmarathon (21,0975 km) und Marathon (42,195 km) bei konstantem Tempo zeigt. Diese Teilzeiten gehen von gleichmäßigem Tempo aus – nützlich als Planungsziel, in echten Wettkämpfen erzeugen Streckenprofil, Wetter und Renndramaturgie meist leicht negative oder leicht positive Aufteilungen.

Für Einheitenumrechnungen nutzt der Rechner die exakten Faktoren: 1 Meile = 1,609344 Kilometer; 1 Kilometer = 0,621371 Meilen. Um min/km in min/Meile umzurechnen, multiplizieren Sie mit 1,609344. Um min/Meile in min/km umzurechnen, dividieren Sie durch 1,609344. Halbmarathon und Marathon verwenden die offiziellen Distanzen nach World Athletics – 21,0975 km bzw. 42,195 km – und nicht die gerundeten 13,1 bzw. 26,2 Meilen. Diese 195 m bzw. 97,5 m machen bei Marathontempo rund zwei Minuten Differenz.

Wann Sie diesen Rechner einsetzen sollten

  • Wettkampftempo für 5 km, 10 km, Halbmarathon oder Marathon festlegen. Geben Sie Ihre Zielzeit für einen Berliner Halbmarathon, den BMW Berlin-Marathon, den München-Marathon oder den Frankfurt-Marathon ein und lassen Sie sich das nötige Durchschnittstempo in min/km ausgeben.
  • Zielzeit aus dem Trainingstempo abschätzen. Tragen Sie Ihr nachhaltiges Tempo aus dem langen Lauf und die Wettkampfdistanz ein, um die Zielzeit zu schätzen, für die Sie aktuell trainiert sind – noch ohne den Wettkampftag-Bonus aus Adrenalin und Renndramaturgie.
  • Teilzeitenplan für das Renntag-Pacing erstellen. Nutzen Sie das Teilzeitenraster, um zu wissen, wo Sie bei 1 km, 5 km, 10 km und auf der Halbmarathon-Marke stehen sollten – nützlich, um vor dem Renntag Rundenalarme auf Garmin, Polar oder Coros zu programmieren.
  • Zwischen min/km und min/Meile umrechnen. Schalten Sie den Einheitenumschalter um, um einen in englischsprachigen Magazinen verfassten Trainingsplan aus min/mi in min/km zu übertragen oder einen DLV-Plan ins angloamerikanische System zu übersetzen – ohne den 1,609344-Faktor von Hand rechnen zu müssen.
  • Lauf­tempo mit Rad- oder Laufband-Geschwindigkeit vergleichen. Die äquivalente Geschwindigkeit in km/h erleichtert es, ein Lauftempo mit der Anzeige auf dem Laufband oder dem Radcomputer abzugleichen – nützlich, wenn Sie im Winter zwischen Laufband und Outdoor wechseln.
  • Boston-Qualifying-Tempo plausibilisieren. Geben Sie den BAA-Qualifying-Standard für Ihre Altersklasse und 42,195 km ein, um das nötige Tempo in min/km zu sehen, und vergleichen Sie es mit Ihrem aktuellen Tempo im langen Lauf, um die Lücke realistisch einzuschätzen.

Häufige Fehler

  • FehlerDie Distanz in Kilometern eingeben, während der Umschalter auf Meilen steht (oder umgekehrt).
    LösungStellen Sie zuerst den Einheitenumschalter ein. Eine Voreinstellung wie 5 km füllt automatisch 3,10686 mi für Meilen oder 5 km für Kilometer ein – wechseln Sie die Einheit nach einer manuellen Eingabe, wird der getippte Wert nicht umgerechnet.
  • FehlerTempo und Geschwindigkeit beim Vergleich von Pulsuhr und Laufband verwechseln.
    LösungTempo und Geschwindigkeit sind Kehrwerte: kleineres min/km heißt schneller, höheres km/h heißt schneller. 5:00 min/km und 12 km/h sind dieselbe Anstrengung. Bleiben Sie konsistent bei einer der beiden Größen.
  • FehlerAuf einer hügeligen Strecke eine perfekt gleichmäßige Tempo-Aufteilung planen.
    LösungHalten Sie auf wellig profilierten Strecken wie dem Frankfurt-Marathon eine konstante Anstrengung statt eines konstanten Tempos – an Anstiegen werden Sie langsamer, bergab gewinnen Sie zurück. Planen Sie eine Aufteilung nach Anstrengung, nicht nach Tempo.
  • FehlerDas Wettkampftempo aus einem einmaligen schnellen Training ableiten.
    LösungNutzen Sie eine aktuelle Wettkampfzeit oder einen wiederholbaren Schwellenlauf, den Sie wöchentlich absolvieren können. Ein einmaliger 5-km-Test liefert oft ein Tempo, das über Marathondistanz nicht durchzuhalten ist – die Asics LaufTipps und der DLV empfehlen daher die VDOT-Methode oder einen ärztlich überwachten Stufentest.
  • FehlerIgnorieren, dass Laufband-Tempo leichter ist als Outdoor-Tempo.
    LösungStellen Sie auf dem Laufband 1–2 % Steigung ein, um die Outdoor-Anstrengung anzunähern. Ohne Steigung liegt das angezeigte Tempo typischerweise 5–10 Sekunden pro Kilometer schneller als die gleichwertige Anstrengung auf der Straße.
  • FehlerVergessen, dass der Marathon 42,195 km lang ist – nicht 42 km glatt.
    LösungVerwenden Sie immer 42,195 km (26,2188 mi) – die zusätzlichen 195 m machen bei Marathontempo rund zwei Minuten aus. Die Voreinstellung Marathon im Rechner nutzt die korrekte Distanz automatisch.

Häufig gestellte Fragen

Worin unterscheiden sich Tempo und Geschwindigkeit?

Das Tempo ist Zeit pro Distanz (Minuten pro Kilometer oder Minuten pro Meile); die Geschwindigkeit ist Distanz pro Zeit (km/h oder mph). Beide sind mathematisch Kehrwerte: 5:00 min/km entspricht 12 km/h, 6:00 min/Meile entspricht 16,1 km/h. Läufer lesen meist das Tempo, weil es direkt anzeigt, wie lange der Rest des Rennens noch dauert. Radfahrende, Laufbänder und Tachos im Auto zeigen üblicherweise die Geschwindigkeit.

Was ist ein gutes 5-km-Tempo?

Das hängt von Alter, Geschlecht und Erfahrung ab. Als grober Anhalt nach DLV-Bestenlisten und Breitensportstatistiken: Eine 5-km-Zeit unter 30 Minuten (etwa 6:00 min/km) ist für Einsteiger solide; unter 25 Minuten (5:00 min/km) gilt als ambitioniert; unter 20 Minuten (4:00 min/km) ist Vereinsläufer-Niveau; unter 16 Minuten (3:12 min/km) sind Werte für überregionale Läuferinnen und Läufer. Der Weltrekord der Männer liegt bei 12:35 Minuten (Tempo etwa 2:31 min/km).

Wie rechne ich min/km in min/Meile um?

Multiplizieren Sie min/km mit 1,609344, um min/Meile zu erhalten. Zum Beispiel: 5:00 min/km × 1,609344 ≈ 8:03 min/Meile. Um in die andere Richtung umzurechnen, dividieren Sie min/Meile durch 1,609344. Als Faustregel: Rechnen Sie etwa 60 % zum km-Tempo dazu, um auf das Meilen-Tempo zu kommen, und ziehen Sie umgekehrt rund 38 % ab.

Was ist eine negative Aufteilung beim Pacing?

Die zweite Rennhälfte schneller laufen als die erste. Die meisten Weltrekorde – darunter die Marathon-Weltrekorde der Männer und der Frauen – wurden mit negativer Aufteilung gesetzt, weil die Strategie Glykogenspeicher schont und frühen Laktataufbau vermeidet. Beispiel: Wer 4:00:00 für den Marathon anpeilt, läuft die erste Hälfte in 2:01:00 und die zweite in 1:59:00, was zwei Minuten negativer Aufteilung entspricht.

Wie teile ich einen Marathon richtig ein?

Die meisten Trainerinnen und Trainer empfehlen eine gleichmäßige oder leicht negative Aufteilung. Laufen Sie die ersten 5 km etwa 5–10 Sekunden pro Kilometer langsamer als das Zieltempo, halten Sie das Zieltempo bis Kilometer 32 und steigern Sie auf den letzten 10 km, sofern die Form passt. Eine zu schnelle erste Hälfte (mehr als 20 Sekunden pro Kilometer über dem Zieltempo) ist die häufigste Ursache für den klassischen Marathon-Einbruch („Mann mit dem Hammer“) ab Kilometer 32.

Soll ich nach Tempo oder nach Herzfrequenz laufen?

Beides hat seinen Platz – das Tempo zeigt die Leistung, die Herzfrequenz die Anstrengung. An lockeren Tagen ist die Herzfrequenz der bessere Leitwert, weil sie Erschöpfung, Hitze, Schlaf und Stress mit einbezieht. An harten Trainingstagen sichert das Tempo, dass Sie den geplanten Trainingsreiz auch erreichen. Viele Hobbyläuferinnen und Hobbyläufer kombinieren beides: Sie zielen auf eine Tempozone, reduzieren aber, wenn der Puls mehr als 10 S/min über dem erwarteten Band liegt.

Warum weicht mein Laufbandtempo vom Outdoor-Tempo ab?

Laufbänder eliminieren den Luftwiderstand und das Band zieht sich unter den Füßen weg, sodass dieselbe Anstrengung ein schnelleres Tempo auf dem Display ergibt – typischerweise 5–10 Sekunden pro Kilometer schneller als ein vergleichbarer Outdoor-Lauf auf ebener Strecke. 1–2 % Steigung schließen den Großteil der Lücke. Mit der Zeit driftet zudem die Kalibrierung der meisten Laufbänder; bei mehreren Sekunden Abweichung pro Kilometer ist die GPS-Uhr in der Regel verlässlicher.

Welches Tempo brauche ich für eine Boston-Marathon-Qualifikation?

Die Boston Athletic Association legt Qualifikationszeiten nach Alter und Geschlecht fest. Für Männer in der offenen Klasse (Alter 18–34) gilt aktuell 3:00:00, was rund 4:16 min/km über die volle Distanz von 42,195 km bedeutet. Für Frauen in der offenen Klasse beträgt der Standard 3:30:00, etwa 4:59 min/km. Wegen Überzeichnung werden die Standards für die tatsächliche Annahme weiter verschärft – Läuferinnen und Läufer müssen den Standard meist um mehrere Minuten unterbieten.

Beeinflusst die Höhe mein Tempo?

Ja. Oberhalb von etwa 1.500 m steht weniger Sauerstoff zur Verfügung, was das Ausdauertempo um rund 2–3 % pro zusätzliche 300 Höhenmeter verlangsamt. Eine Läuferin, die auf Meereshöhe 5:00 min/km läuft, kommt im Trainingslager auf 2.000 m bis zur Akklimatisierung eher auf 5:10–5:15 min/km. Die vollständige Anpassung dauert 2–3 Wochen Höhentraining.

Wie schnell sollten meine lockeren Läufe sein?

Lockere Läufe liegen typischerweise 60–90 Sekunden pro Kilometer langsamer als das 5-km-Wettkampftempo und sollten sich gesprächsweise anfühlen – ganze Sätze müssen möglich sein. Das polarisierte 80/20-Prinzip, das durch Forschung am Eliteausdauertraining gestützt ist und auch vom DLV in Trainingsbroschüren zitiert wird, empfiehlt rund 80 % des Wochenumfangs in diesem lockeren Bereich und 20 % an oder über der Schwelle. Lockere Tage zu schnell zu laufen ist der häufigste Fehler im Freizeitlauftraining.

Wie genau sind die Teilzeiten des Rechners?

Die Teilzeiten gehen von perfekt gleichmäßigem Tempo über die gesamte Distanz aus. Echte Wettkämpfe wie der BMW Berlin-Marathon oder der Mainova Frankfurt-Marathon produzieren wegen Streckenprofil, Wetter, Verpflegung und Renntaktik kaum exakt gleichmäßige Teilzeiten. Nutzen Sie das Teilzeitenraster als Planungsbasis – etwa zum Setzen von Rundenalarmen auf Garmin oder Coros – und rechnen Sie mit einer Schwankung von ±10–30 Sekunden pro Kontrollpunkt in einem gut eingeteilten Lauf.

Wie viel schneller laufe ich am Wettkampftag im Vergleich zum Training?

Adrenalin, Verpflegungsstellen und die Renndynamik können das Tempo am Wettkampftag um 10–30 Sekunden pro Kilometer steigern, vor allem auf den kürzeren Distanzen. Bei Marathondistanz ist der Bonus kleiner (5–15 Sekunden pro Kilometer), weil die Dauer der Belastung den Adrenalinvorteil aufzehrt. Üben Sie das Zieltempo regelmäßig im Training, damit es am Renntag nicht als ungewohntes Tempo erscheint, und vermeiden Sie es, gleich auf den ersten Kilometern weit unter dem Zieltempo zu laufen.

Quellen

Methodik

Dieser Rechner wendet die grundlegende Tempo-Identität an: Tempo = Zeit ÷ Distanz, Zeit = Tempo × Distanz und Distanz = Zeit ÷ Tempo. Die äquivalente Geschwindigkeit wird über Geschwindigkeit = Distanz ÷ Zeit × 3600 ermittelt und in km/h für metrische bzw. mph für angloamerikanische Eingaben ausgegeben. Intern werden Stunden-/Minuten-/Sekunden-Werte in Gesamtsekunden überführt und Distanzen in die gewählte Einheit (Kilometer oder Meilen) normalisiert, bevor die Rechnung erfolgt; das Ergebnis wird anschließend in HH:MM:SS bzw. MM:SS zurückformatiert. Die Voreinstellungen nutzen die offiziellen Distanzen nach World Athletics – 5 km (3,10686 mi), 10 km (6,21371 mi), Halbmarathon = 21,0975 km (13,1094 mi) und Marathon = 42,195 km (26,2188 mi). Die Teilzeiten an den Kontrollpunkten 1 km, 5 km, 10 km, Halbmarathon und Marathon werden bei konstantem Tempo projiziert und nutzen den exakten Umrechnungsfaktor 1 Meile = 1,609344 km. Tempo und Geschwindigkeit sind Kehrwerte derselben Anstrengung; der Rechner zeigt beide Werte für den Querblick mit Laufband, Radcomputer und Trainingsplänen aus dem englischsprachigen Raum. Trainingsanwendungen orientieren sich an Empfehlungen des Deutschen Leichtathletik-Verbands (DLV) und der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP); für Wettkampfvorbereitungen mit Vorerkrankungen ist eine sportmedizinische Abklärung empfohlen.

Profi-Tipps

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