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Holzrahmen-Rechner

Berechnen Sie den Materialbedarf für den Wandaufbau: Ständer, Schwellen und Stürze.

Holzrahmen-Berechnungen

Ständer (16" Achsabstand)
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Schwellen
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Laufmeter
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Beispiele

Holzständerwand 5 m lang, 2,5 m hoch, Stiel-Abstand 60 cm

Eine nicht tragende Innenwand in Holzständerbauweise soll 5,00 m lang und 2,50 m hoch werden, mit einer Türöffnung von 0,90 m. Die Stiele sind KVH-Kanthölzer 6/12 cm im Achsabstand von 60 cm. Gesucht ist die Anzahl der Ständer einschließlich Schwellen, Sturz, Eck- und Anschlussstielen sowie eines üblichen Verschnittzuschlags.

ErgebnisGrundständer = 500 / 60 + 1 = 9,33, aufgerundet auf 10 Stiele. Für die Türöffnung kommen 2 Königsstiele, 2 Trimmer und 2 Wechselhölzer (Cripples) hinzu, plus 2 zusätzliche Stiele für eine Ecke und einen T-Anschluss = 18 Stiele. Mit 10 % Verschnittzuschlag: 18 × 1,10 = 19,8, aufgerundet auf 20 Stiele. Schwellen: 3 × 5,00 m = 15,00 m (Untergurt plus doppelter Obergurt).

Die Grundformel liefert nur die Feldständer. Reale Wände benötigen zusätzlich Königs- und Trimmerstiele an jeder Öffnung, Wechselhölzer über dem Sturz sowie Zusatzstiele an Ecken und Wandanschlüssen, damit die Beplankung beidseitig Nagelgrund hat. Nach Addition dieser Konstruktionszuschläge deckt ein Verschnitt von 10–15 % krumme Hölzer, Fehlschnitte und unbrauchbare Reststücke ab.

Häufig gestellte Fragen

Welcher Stiel-Abstand ist im deutschen Holzständerbau üblich?

Im deutschen Holzrahmen- und Holzständerbau ist ein Achsabstand von 62,5 cm Standard, da er zum Plattenraster (125 cm OSB- oder Gipsplatten) passt. Häufig finden sich auch 60 cm oder 50 cm, abhängig von Lastannahme und Plattenformat. Tragende Außenwände werden typischerweise mit KVH 6/12 oder 6/14 cm im Raster 62,5 cm ausgeführt; nicht tragende Innenwände erlauben größere Abstände bis 83,3 cm bei dünneren Beplankungen.

Was ist KVH und wann sollte ich es verwenden?

KVH (Konstruktionsvollholz) ist technisch getrocknetes, gehobeltes und keilgezinktes Nadelholz nach DIN EN 14081 mit Holzfeuchte ≤ 18 %. Es wird im Holzrahmenbau für Stiele, Rähme und Schwellen eingesetzt, weil es maßhaltig bleibt und nicht mehr nennenswert schwindet. Für sichtbare Bauteile gibt es KVH-Si (Sichtqualität); für nicht sichtbare Konstruktionen reicht KVH-NSi. BSH (Brettschichtholz) oder Duo-/Trio-Balken kommen bei größeren Spannweiten zum Einsatz.

Welche Norm regelt den Holzständerbau in Deutschland?

Der Eurocode 5 (DIN EN 1995-1-1) zusammen mit dem deutschen Nationalen Anhang (DIN EN 1995-1-1/NA) ist die maßgebende Bemessungsnorm für tragende Holzkonstruktionen. Für die Ausführung gelten DIN 68800 (Holzschutz) und die VOB/C DIN 18334 (Zimmer- und Holzbauarbeiten). Brandschutz folgt DIN 4102 bzw. DIN EN 13501. Die Holzbau Deutschland Leitfäden des Bund Deutscher Zimmermeister enthalten praxisnahe Konstruktionsdetails für Wand-, Decken- und Dachaufbauten.

Worin unterscheidet sich Trockenbau mit Metallständern vom Holzständerbau?

Trockenbau-Metallständerwände (CW-Profile in UW-Schienen nach DIN 18182) sind die Standardlösung für nicht tragende Innenwände im Innenausbau, üblich im Achsabstand 62,5 cm oder 41,7 cm passend zum Gipsplatten-Raster. Holzständerbau dagegen kann tragend ausgeführt werden und wird im Holzhausbau sowie für Außenwände eingesetzt. Metallständer sind leichter, formstabil und schneller verbaut; Holzständer tragen Lasten ab, bieten besseren Schallschutz im Wohnbereich und ermöglichen das Direktverschrauben von Einbauten.

Wie dimensioniere ich den Sturz über einer Tür- oder Fensteröffnung?

Im Holzrahmenbau wird der Sturz (Fenster- oder Türriegel) nach Eurocode 5 unter Berücksichtigung der Auflast bemessen. Faustregeln: Für nicht tragende Innenwände genügt ein liegendes Kantholz 6/12 cm. Bei tragenden Außenwänden über Öffnungen bis 1,25 m werden häufig doppelte 6/14 oder 6/16 cm KVH-Stürze gewählt; größere Spannweiten verlangen BSH-Träger. Eine prüffähige Statik ist bei tragenden Wänden Pflicht, nicht nur eine Faustregel.

Wie viele Zusatzstiele brauche ich an Ecken und T-Anschlüssen?

Eine klassische Drei-Stiel-Ecke fügt zwei Stiele zusätzlich zur Feldzahl hinzu und schafft beidseitig Nagelgrund für die Beplankung. Bei einem T-Anschluss, an dem eine Wand auf eine andere trifft, kommen ebenfalls zwei Stiele dazu (oder ein Stiel plus Plattenhalter in der modernen Holzrahmenbauweise). Jede Ecke und jeden Innenanschluss separat zählen und vor dem Verschnittzuschlag zur Grundzahl addieren.

Warum 10–15 % Verschnitt auf das Konstruktionsholz aufschlagen?

Verschnitt deckt krumm gewachsene oder verdrehte Hölzer am Stapel, unbrauchbare Endstücke, fehlerhaft gebohrte oder gekerbte Stiele und Zuschnittreste an Öffnungen ab. 10 % sind realistisch für gerade Wände mit wenigen Öffnungen, 12–15 % für Wände mit vielen Fenstern, komplexen Eckdetails oder bei wenig eingespielten Montageteams.

Quellen

Profi-Tipps

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